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Zara & Zwangsarbeit

Fashion

Zara nehme Dienste eines brasilianischen Subunternehmers in Anspruch, der wiederum mit mehreren illegalen Schneiderateliers zusammenarbeite. Die Bolivianer hätten “im Schnitt 14 Stunden am Tag unter entwürdigenden Bedingungen gearbeitet”, sagte der Sprecher. Zudem seien die hygienischen Zustände in den Unterkünften sehr bedenklich gewesen.

Zitat – Quelle

Der Konsument hat die Macht. Mein Vorschlag wäre: wenn man dazu bereit ist, das Doppelte (oder eher das Vielfache…)für Klamotten zu zahlen, aber dafür weniger zu kaufen, dann werden Zara, H&M & Co. darauf reagieren. Aber nur ein Mensch kann da nichts bewegen. Doch wenn eine große Masse sagt, “ich mag meine Klamotten Made in Spain & Italy haben, bzw. es müssen vernünftige Löhne und menschenwürdige Verhältnisse geschaffen werden!” dann erst wird Zara darauf aufmerksam.

Aber “wir” schauen immer auf den Preis. Da ist das T-Shirt für € 10,- verlockender als das für € 30,-. Bei Gucci z.B. ist es ganz einfach; alles bis auf die Uhren kommt aus Italien.

Jedem sollte aber klar sein, dass es teurer wird und dass man dann nicht jede Woche shoppen kann und mit 3-4 Teilen nach Hause kommt. Wollen “wir” das?

Aber es war eh klar, dass ein T-Shirt für € 10,- nicht “normal” hergestellt werden KANN.

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Comments 62

  1. Weil du gerade Gucci ansprichst… Schon mal gesehen wie und woher Gucci, Tods und Co. Ihr Echsen- und Schlangenleder beziehen? Was es kostet und wieviel die Menschen verdienen, welche diese Drecksarbeit verrichten?? Und das obwoh diese Produkte bei Weitem die 30,-€ übersteigen…

  2. ja leider sehr bedenklich aber das wird man der gesellschaft nicht so leicht beibringen können und leider können viele auch nicht mehr geld für klamotten ausgeben selbst wenn sie nur selten einkaufen…

  3. wo du von gucci sprichst… ist dir klar, dass gucci u co in süditalien produzieren wo die modelle unter unwürdigen bedingungen von chinesen u co genäht werden, wobei diejenigen den auftrag erhalten, die am günstigsten arbeiten? ich empfehle dir das buch Gomorrha von Roberto Saviano.
    Das ist insgesamt also auch kein Stück besser, man zahlt nur mehr Geld für die Marken.

  4. warum wird immer so getan, als ob leute, die bei zara, h&m usw einkaufen, sich jede woche 10 neue teile kaufen??

    1. keine ahnung, warum leute, die in solchen läden nicht einkaufen, das immer meinen.. die meisten leute, die bei zara & co kaufen, haben ja nicht soo viel geld wie gucci-trägerinnen (ja, ich pauschalisiere jetzt ein bischen) und kaufen grade deshalb in billigeren läden. wenn sie dort aber jede woche zig euro ausgeben würden, käme es ja aufs gleiche hinaus :D

  5. Ich lehne mich zurück und “lausche” nun der Diskussion, die du angezettelt hast,… Entertainment pur!
    V.a. wirst du bestimmt häufiger persönlich angegriffen als die Methoden der Hersteller. Thema verfehlt! (also die Kommentatoren,….) los gehts =D

    LG

    1. seh ich genauso! :D egal was ich dazu schreiben würde, man würde mir mindestens 50 Daumen runter geben und sagen es wär totaler Schwachsinn. Ich lese lieber mit :P

  6. Da kann ich mich anni nur anschließen. Als ob man jede Woche Kleidung in solcher Menge kauft, so ein Kaufverhalten würde ja schon an Kaufsucht grenzen und hat nichts mit dem Normalfall zu tun. Ich kaufe mir mal hier und da was wenn mir was gefällt. ZARA ist für die Qualität auch nicht immer günstig. Die Hosen oder Jacken aus neuen Kollektionen kommen teilweise an 100 Euro ran und wenn man dann “das Vielfache” zahlen würde, steht der Preis in keinem Verhältnis zum Material und zur Verarbeitung. Die wenigsten Leute wollen regelmäßig 400 Euro für ein Kleidungsstück zahlen. Ich finde solche Arbeitsbedingungen auch nicht erstrebenswert. Deine Äußerung klingt so, als würden alle Menschen, die bei ZARA oder H&M kaufen, nie über Arbeitsbedinungen oder das Elend dieser Welt nachdenken und kopflos durch die Gegend rennen….und wenn man bei Gucci kauft und sowas nicht unterstützt, ist man die heilige Maria Magdalena, die so viel auf der Welt verändert…. da wird auch mindestens die Hälfte nur wegen des Namens hingeblättert…

  7. ich habe mir selbst überlegt zu diesen artikeln stellung einzunehmen. auch wenn ich weiß, dass ich jetzt einiges lostreten werde, hier meine meinung:

    ich würde nie sagen, dass man nur mehr in europa hergestellte güter kaufen soll, da ich langsam das gefühl bekomme, dass hierfür sowieso nicht genug arbeitskräfte vorhanden sind. vor allem ist z.b. die österreichische textilwirtschaft die mit dem schlechtesten kollektivvertrag landesweit. da stehen nämlich 1000 euro brutto drin – dafür gehen dann nun mal die wenigsten arbeiten.

    weiters finde ich, dass wir uns die globale textilwirtschaft selbst angezettelt waren. für europäische verhältnisse war es plötzlich eine angenehme änderung, dass man sich mehr als nur eine wochenendkleidung und eine arbeitskleidung leisten konnte. die anderen (fernen) länder sind auf dieses geld angewiesen. ich bin nicht der meinung, dass man ihnen das geld weg nehmen sollte. was viel mehr ein problem ist, ist der konkurrenz kampf, in welchem die einzelnen hersteller global stecken. es ist nicht so, dass sie nur regional konkurrieren würden, sondern sie müssen selbst die preise niedrig halten, da ein produzent in china, nicht weiß, wieviel sein konkurrent in brasilien verlangt und umgekehrt. so auch haben diese nicht das geld um nachforschungen anzustellen. schwierig wird es für sie, wenn sie dann einen auftrag bekommen, für den es nicht genügend kapazitäten gibt. sagen sie ab, kommt der kunde kein zweites mal: so kommt es dann zu solchen fällen mit illegalen subunternehmern – da hat dann aber so ein unternehmen wie zara, nun mal wirklich keine macht darüber.

    es wäre sinnvoll, wenn die großproduzenten ihre eigenen fabriken halten würden und nicht einfach aufträge per email zuschicken und darauf warten, wer am wenigsten bietet. dafür muss jemand die verantwortung übernehmen – da erledigt es sich mit dem preis nämlich von sich aus!

    zukünftig wird, denke ich, auch die regierung mehr druck machen. aus umweltgründen. ausserdem erwarte ich einen hype bei öko und regional hergestellten gütern zukünftig auch bei der modeindustrie; nun wird dies noch etwas länger dauern.

    (ich kaufe selbst bei der oben genannten marke ein. streite ich keinesfalls ab. mein kleiderkasten bleibt jedoch trotzdem übersichtlich.)

  8. Selbst die Luxusmarken produzieren in 3 Welt Ländern unter Menschenunwürdigen Verhältnissen, solange der ketzte Arbeitsschritt in Italien oder Frankreich gemacht wurde darf Made in France oder Italy draufstehen nur der Rest wird eben in Afrika, China, Japan und der Türkei gemacht zu Hungerlöhnen und menschenunwürdigen Fabriken. Nicht nur H&M und Co. arbeiten nach der weiße.

  9. Ein Preis bleibt nichts desto trotz lediglich ein Indikator für Qualität. Ein hoher Preis bedeutet nicht, dass das Produkt unter menschenwürdigen Bedingungen erstellt und vermarktet wird. Ein Produkt “made in italy” bedeutet auch nicht, dass Zulieferer aus Italien stammen und ethisch handeln, denn mittlerweile outsourcen viele Unternehmen Teile von Prozessen (ich gehe auch davon aus, dass es für Unternehmen auch nicht immer einfach ist Kontrollmechnismen für Zulieferer zu implementieren).

    Desweiteren, nutzen einige Markenhersteller und auch Luxuslabels beispielsweise, um einen used-look bei Jeans zu erhalten, Techniken, die Arbeitnehmer krank machen. Auch sind Luxuslabel in die Kritik geraten extrem dürre Models auf den Laufsteg zu schicken, was manch einer als menschenunwürdige Verhältnisse betiteln würde. Und auch wenn der Preis die Hochwertigkeit der Materialien andeutet, bedeutet es nicht gleich Ethik (was auch immer jeder Einzelne für sich darunter versteht).

    Davon abgesehen geht es in dem Vergleich nicht mehr um € 10 oder € 30 (da auch Zara T-Shirts für € 30 verkauft), sondern eigentlich um den Vergleich zwischen sehr günstiger und durchschnittlicher “Markenkleidung” mit High-End Marken, wobei es sich dann zumeist schon um mindestens das 10-fache des genannten Preises handelt. Einige können mit dem Geld einen großen Teil ihrer Miete abdecken. Die Pflege und der Aufbau eines Labels braucht viel Arbeit, Geld und Liebe. Demnach denke ich, dass es gerechtfertigt ist viel Geld für ein solches Produkt zu verlangen. Aber es sollte nicht vergessen werden, dass es für den Großteil der Bevölkerung Utopie bleiben wird, sich auch nur eines dieser Teile zu leisten.

    Ich stimme dir aber in den Punkt vollkommen zu, dass jeder selbst dafür verantwortlich ist, welche Werte und moralischen Vorstellungen er vertritt und dementsprechend danach handeln sollte. Nicht nur bei Kleidung, sondern bspw. auch im LEH, die durch ihre erbitterlichen Preiskämpfe an Moral und Qualität einsparen (wie wäre es mal mit lokalen Produkten?!?).

  10. Ich glaube du vergisst, dass es vielen Menschen nicht darum geht, pro Woche mit drei oder vier T-Shirts nach Hause zu kommen, sondern dass es sich viele einfach nicht leisten KÖNNEN, mal einfach so in einen Chanel- oder Gucciladen zu spazieren und sich da ein Tshirt für was….? 100€?…zu kaufen! Das ist für jemanden, der einen stinknormalen Job hat, sehr wohl eine große Summe Geld. Ich verdiene jetzt im zweiten Lehrjahr gerade knapp an die 700€ und davon gehen noch feste Kosten wie Miete, etc. ab. Und ich hab einen übersichtlichen Kleiderschrank und es geht auch mal was kaputt von der Kleidung und da renne ich nicht zu Gucci und kaufe mir ein Tshirt, damit das beim nächsten Hundespaziergang dann das nächste Loch hat.

    Fakt ist ja wohl, dass genug Menschen gegen H&M und co. wettern, aber mindestens die Hälfte davon kauft da trotzdem noch weiter ein.
    Und dass Thema Mindestlöhne und Zwangsarbeit war schon immer Streitthema für viele Menschen gewesen. Genauso könnte ich mich aber hinstellen und darüber schimpfen, dass in diversen Blogs Echtpelzmäntel in den Himmel gelobt wird. Und ich wette keiner von den Damen, die hier auf Gucci und co. schwören, würden einen Artikel mit Statistiken, wieviele Tiere im Jahr für Täschchen von Gucci und co. draufgehen, in ihrem Blog veröffentlichen.

  11. Diane von Furstenberg’s Kleider tragen häufig “made in Bangladesh”. Im Gegenzu dazu hab ich Levi’s, die “made in Poland” sind.

    Marke != saubere Herstellung

  12. Informiert euch bitte vorher,wenn ihr hier H&M in einem Abwasch mit solchen Unternehmen nennt!
    Vielen Dank

    1. Ich weiß nicht ob das an dir vorbeigezogen ist, aber H&M produziert unter gleichen Verhältnissen wie Zara.
      Vor etwa einem 1 Jahr war das ebenfalls in den Medien, nur har H&M davor damit geworben, dass ihre Produkte unter “Menschenwürdigen” Verhältnissen produziert werden.
      Als das Gegenteil von einem Journalisten gezeigt wurde haben sie alles abgestritten und die Schuld auf die Manager der Nähereien und Fabriken abgewälzt.
      Und natürlich (Sarkasmus)hat H&M von diesen Schweinereine nichts gewusst.
      Doch sind die Fabriken und Nähereien durch die Firmenpolitik dazu gezwungen solche Arbeitsbedingungen zu kreieren.
      Wenn Lieferdaten nicht eingehalten werden können, dann bekommt halt eine andere Produktionsstätte den nächsten Auftrag.
      Und drückt H&M bei Preisverhandlungen nicht die Preise so weit runter wie möglich?
      Ich denke nicht das die Frage ist wie Produziert wird bei Zara, H&M und Co., nochnicht einmal der Immagschaden ist für die Firmen von belang, denn die wissen, in 2-6 Wochen ist das Thema vergessen, und alle kaufen weiterhin bei ihnen ein.

      Ich denke die Frage ist, warum wir bereit sind so etwas hinzunehmen?

  13. Da macht man es sich aber einfach, wenn man Luxuslabels wie Gucci jetzt mal einfach so ausnimmt weil “Made in Italy” oder “Made in France”….
    Und sehr viele Menschen könnten es sich eben nicht leisten, T-Shirts à 30 Euro zu kaufen. Zumindest nicht so viele, wie man durchschnittlich pro Jahr brauchen würde. Brauchen, nicht wollen.
    Ja, die Arbeitsbedingungen müssen verbessert werden, ja, ich persönlich würde dann auch mehr Geld für ein Kleidungsstück bezahlen. Trotzdem würde der Großteil der Gewinnspanne dann wohl trotzdem in die Taschen der Großkonzerne wandern.

    Und jetzt informiere dich nochmal über die Arbeitsweisen der Luxus-Großkonzerne in deiner schillernden Glitzerwelt….

  14. Ich hatte den Zara Artikel auch gesehen und freue mich eine Diskussion darueber hier zu finden. Wenn bei Zara eine allgemeine Preiserhoehung stattfinden wuerde aus gegebenem Grund, denke ich, wuerde sich kein Mensch ernsthaft darueber aergern (koennen). Ich glaube man wird immernoch viel zu wenig an diese schrecklichen Arbeitsverhaeltnisse erinnert und es waere hoch an der Zeit das zu aendern.

    Wie schon oben erwaehnt kaufen viele Leute die regelmaessig bei H&M oder Zara shoppen wohl auch nicht eben mal 10 Artikel pro Woche. Ausserdem koennte das doch auch ein toller Imagewechsel fuer die Marke Zara werden, wenn der Kunde weiss er traegt Kleider die unter menschenwuerdigen Bedingungen hergestellt wurden. Was aber auch wichtig ist, wie ebenso oben erwaehnt, dass man den Menschen in Laendern wie China etc nicht die Arbeit wegnehmen darf. Wobei ich doch finde, dass die Subunternehmen von Zara kontrolliert werden muessten bevor sie sich auf diese einlassen. Wie zB P&C auf deren Website angeben, “P&C hat bereits 1997 ein eigenes Überwachungsprogramm geschaffen, bei dem Spezialisten die Arbeitsbedingungen prüfen und gegebenenfalls Vorschläge zu Verbesserung machen. Seit 2003 beteiligen wir uns an einer Initiative zahlreicher europäischer Einzelhändler zur Einführung und Überprüfung von Sozialstandards namens Business Social Compliance Initiative (BSCI).” Sowas sollte doch ueberall erwartet werden koennen oder?!

    Also ich wuerde direkt bei einem Boykott mitmachen, um etwas zu bewirken. Haben denn eventuell einflussreiche Blogger Lust Initiative zu ergreifen und zu einer Aktion aufzurufen? Wie Du schon gesagt hast, alleine kann man nicht viel aendern leider.

    Auf jeden Fall Danke fuer den Post!

  15. Leider kommt der Artikel komisch rüber. Denn er kommt so rüber, als findest du es normal, dass sich jeder 3-4 teile in der Woche kauft. Und desweiteren, dass sich jeder aufjedenfall ein t-shirt für 30 euro leisten kann. Ich hoffe man versteht, was ich damit meine.
    Ich denke man sollte natürlich an diesem Problem arbeiten, allein wegen den Arbeiter keine Frage.
    Aber gleichzeitig finde ich auch, wenn man lieber Mode haben möchte, die ethisch und moralisch vertretbar ist, warum setzt man dann nicht auf regionale oder zertifizierte Ware? Anstatt jetzt zu teuren Labels zu renne, weil die “made in was weis ich” drauf stehen haben. Das finde ich eher nicht positiv, weil man sich selbst bei solchen Labels nie sicher sein kann.

  16. du bist komplett weltfremd. im leben vermutlich die anzahl deiner bisherigen arbeitswochen an einer hand abzählbar, aber leute anprangern die sich “nur” ein 10€ tshirt leisten können? geht’s noch?

    nicht jeder der zu papi geht kriegt ne amex in die hand gedrückt und spaziert zur nächsten boutique, wo dann ein einkauf in der höhe von x-tausend getätigt wird…die meisten kriegen ‘nen zehner und müssen eben damit auskommen.

    find mal raus was der durchschnitt in österreich so verdient, dann überdenke deine einstellung zu der ganzen g’schicht wieder. du kannst und sollst! über deine lebensumstände froh sein, aber bitte..bitte urteile doch nicht über leute die sich den arsch wund ackern und dann ein kinderarbeit-tshirt kaufen..die haben vermutlich eher existentielle sorgen als sorgen darüber woher ihr tshirt kommt.

  17. Wirf mal einen Blick in die Küche Deines türkischen Luxushotels. Was werden da wohl die ungelernten Arbeitskräfte verdienen? Es ist nicht alles Gold was glänzt, auch wenn es so sein sollte. Gucci und Co. sind nicht die moralich besseren Marken, auch wenn es auf Grund des Preises so sein sollte. Gib einer Zara-Kundin nicht auch noch das Gefühl, schlechte Arbeitsbedingungen zu unterstützen. Hinterfrage lieber mal den Produktionsweg Deiner Luxusgüter, damit der Preis den moralischen Zeigefinger, rechtfertigt.

    1. Außerdem ist es in manchen Urlaubsländern längst an der Tagesordnung, dass auch Kinder in Hotellerie und Tourismus für die Küche, Wäscherei, etc… eingesetzt werden.
      Das bekommt man als Urlauber natürlich nicht mit, während man sich am Pool sonnt und das angenehme Hotelleben genießt….

  18. Warum sollen immer der Konsument mehr bezahlen? Wie wäre es, wenn die Mode Konzerne ihre Gewinnspannen (bis zu 120%) mal etwas zurückschrauben?

  19. “Der Konsument hat die Macht.” – Wahre Worte.
    Das ein teurer Preis weder gute Qualität noch gute Arbeitsbedingungen garantiert, ist wohl schon ausreichend erwähnt worden. Wahr ist ebenso, dass sich einige (aber weniger, als es von sich selbst behaupten) keine hochwertige, fair produzierte Kleidung leisten können. Wer wie ich nicht so viel Geld (aber auch nicht extrem wenig) zur Verfügung hat, kann sich durch nachhaltiges Einkaufen (eher zeitlose Kleidung, die über Jahre hinweg getragen werden kann, in Farben die einem wirklich stehen und die man gut mit seinen anderen Sachen kombinieren kann) trotzdem eine hochwertige Garderobe zusammen stellen (Stoffe aus Bio-Anbau, ungiftig gefärbt, fair hergestellt und gehandelt). Es gibt genug, die statt einem hochwertigen Teil drei haben, von denen eins regelmäßig getragen wird und die anderen Schrank-Leichen sind oder nach einer Saison verschlissen. – Diese Leute behaupten ungerechtfertigter Weise, keine andere Wahl zu haben.

    Für dich gilt aber: du hast die Finanzkraft – die Macht, mit deinem Konsumverhalten etwas positives zu bewirken, ohne dich persönlich beschränken zu müssen. Ich finde es toll, dass du dich für Themen wie Arbeitsbedingungen sensibilisieren lässt. Jetzt liegt es an dir, dich weiter zu informieren. Schau dir an, was es für Gütesiegel gibt, wo du Kleidung mit diesen Siegeln bekommen kannst. Es gibt genug Hersteller, die angeben, woher die Stoffe kommen und wo und unter welchen Bedingungen die Fertigungsschritte stattfinden, was sie vor Ort für Projekte unterstützen etc. Dann ist schon der Anfang gemacht und bald kann dir keiner mehr vorwerfen, du würdest mit deinem Geld nichts anständiges machen. – Bitte denk darüber nach!

  20. also ich will hier nur mal kurz was anderes ansprechen… dass ein tshirt bei zara bestimmt nicht 10 euro kostet sondern eher ab 30 euro… und ich denke die meisten leute wählen lieber das tshirt für 30 (!) euro als eines für 200, auch wenn sie wissen, unter welchen bedingungen die sachen hergestellt werden.
    ich finde zara (&co…) wird hier dargestellt, als sei es ein billigladen wo es alles für 10 euro gibt, aber selbst zara ist nicht für alle leute erschwinglich, ich meine da gibt es auch super teure sachen wie taschen oder so für 200€…

    1. die meisten nehmen bestimmt das günstigere t-shirt, weil sie sich eins um 200 euro einfach nicht leisten können! diese summe bleibt nämlich einigen jeden monat übrig, nachdem miete, lebenserhaltungskosten und alles was dazu gehört, abbezahlt sind, wenn ihnen überhaupt so viel bleibt… die können nicht mal wirklich rücksicht auf menschenunwürdige produktionsbedingungen nehmen, weil sie schlicht und einfach keine wahl haben: sie können das entweder wegen der produktionsweise nicht kaufen oder aber einfach nichts zum anziehen haben.
      und wie du richtig sagst: selbst zara ist nicht für alle erschwinglich, da braucht man schon ein bestimmtes einkommensniveau, um mehrmals bei zara einkaufen zu können (auch bei günstigen sachen, t-shirts um 30 euro, röcke um 50 euro, mäntel um 100 euro usw.), weil da kommt schon was zusammen.

  21. aaaahahaha du bist ja wohl nicht wirklich so naiv und glaubst, dass Gucci ausschließlich in Italien produziert?? Um ein “Made in Italy” draufnähen zu dürfen muss das Unternehmen die Sachen lediglich in diesem Land VERPACKEN .. mit Produktion hat das nicht mehr viel zu tun. Deine Markensachen werden oft in der selben Fabrik wie billig-Marken produziert .. aber nachdem du ja BWL studierst erzähl ich dir da wohl nichts neues ..

    1. Immer diese dummen Behauptungen! Wenn dem so ist, dann bitte eine verifizierte Quelle angeben und so kann man darüber diskutieren. So ist es nichts anderes als eine Aussage, die du von RTL oder Bild aufgeschnappt hast und dumm verbreitest! Da du hier suggerierst etwas uber ein BWL Studium zu wissen, kannst du auch deren Prinzipien übernehmen: Behauptungen belegen!
      Zegna stellt z.B für Gucci her, die haben Werke in der Schweiz und Norditalien: http://www.eurbanista.com/factory-visit-to-zegna/

      1. das antworten auf deinen post liebste julia hat nicht funktioniert .. nun eben so, ich hoffe du meinst deine tolle aussage nicht ernst .. es gibt MASSEN an büchern, reportagen ect die sich mit genau diesem thema beschäftigen. Und falls es dir wirklich neu ist, dass “luxusmarken” auch in asien u sonst wo produzieren od. besser gesagt produzieren lassen, dann wirds zeit dass du dein wissen ein bisschen auffrischt ..

        1. Naja, ich sehe immer noch keine Quelle, nur Behauptungen… Bücher können auch Behauptungen beinhalten, da selbst du sogar ein Buch veröffentlichen kannst!
          Hier gings um Gucci. Ich glaube aber auch nicht, dass z.B. LV, Tom Ford, Chanel oder Valentino in Bangladesh produzieren lassen…
          Vielleicht solltest du mal dein Billiglohnland T-Shirt mit dem von Gucci einmal vergleichen ;)

        2. mein billiglohnland t-shirt? also das war ja mal ein sinnvoller post .. an dieser stelle verabschiede ich mich aus dieser netten diskussionsrunde, denn da krieg ich nur kopfweh! ;)

  22. Mango ich lese deinen Blog sehr sehr gern, aber die Formulierung in diesem Blogpost war wohl ein Griff ins Klo. Wie bereits erwähnt wurde, werden viele Markenprodukte zu ähnlichen oder gleichen Bedingungen produziert, nicht jeder ist in der Lage sich ein Shirt von Gucci etc. zu leisten und kaum jemand kauft sich Massenhaft neue Klamotten anstatt in ein teureres Teil zu investieren. Du tust gerade so als wären alle, die bei Zara, H&M usw, einkaufen schlechte Menschen und nur du, weil du bei Gucci einkaufen kannst, wann immer es dir gefällt, ein Wohltäter. Mango, ich denke nicht, dass du das damit sagen wolltest, aber dieser Beitrag war ein fail.

    1. Sehe ich genauso. Viele (auch ich) können es sich nicht leisten woanders einzukaufen, bzw unsere Einkäufe auf die teuren Dinge zu beschränken! Und auch der eingeworfene Kommentar von Menico triffts!

      Und so lange es Menschen gibt, die unter diesen Bedingungen arbeiten, wird es auch weiterhin solche Arbeitsverhältnisse geben. Ich weiß, dass diese Menschen das Geld oft bitter brauchen, aber statt bei den Konsumenten anzufangen, sollte man sich eher für Menschenrechte etc. einsetzen.

  23. Liebe Mango, ich lese deinen Blog regelmäßig & du gibst sehr oft sehr gut reflektierte und kluge Kommentare von dir, aber dieser Beitrag lässt daran zweifeln, ob du wenigstens mit einem winzigen bisschen Weltverständnis ausgestattet bist. Ein bisschen über den goldenen Tellerrand hinausschauen würde nicht schaden.

  24. *schmunzelt erstmal über die Kommentare*
    Erstmal Glückwunsch und eine Tafel Schokolade für dich, bitte nimm die bösen Kommentare mancher Menschen nicht ernst.
    Ich finde es zum Beispiel ziemlich unverschämt, jemanden, den man nicht kennt als Naivchen oder Weltfremd zu bezeichnen. Spricht da der Neid über bessere Verhältnisse? Ok, aber das ist eine andere Diskussion.
    Ich persönlich war sehr zum Nachdenken angeregt, als ich diese Meldung im Radio gehört habe. Erste Reaktion: Wie furchtbar, da kaufe ich nie mehr ein!
    Zweite Reaktion: Moment, wie sieht das eigentlich in anderen Ketten aus? Ich kaufe schließlich auch bei z.B. häufig erwähntem H&M ein. Kann ich das rechtfertigen?

    “Der Konsument hat die Macht.” Sehr wahre Worte. Allerdings heißt Macht nicht immer, dass man sie auch richtig einsetzt. Der erste Schritt dazu ist Information. Welche Ketten produzieren wo? Wo kommt das shirt her, das ich gerade trage? Und gibt es Alternativen?
    Ich möchte nur mal ein Projekt aufzeigen, von dem ich seit einiger Zeit begeistert bin. Die Sachen kann man z.B. im Otto-Katalog bestellen, sie sind nicht teuer und sehr hübsch.
    http://www.cotton-made-in-africa.com/
    Wie man sieht, es geht! Man muss ja nicht in Italien oder Frankreich produzieren. Und nur, weil ein Arbeiter in China weniger bekommt, ist weniger nicht gleich Hungerlohn. Schließlich stehen Yuan/Euro 1/10. Wichtig ist also, dass der, der mein Shirt näht, fair bezahlt wird.
    Ich kaufe schließlich auch Fairtrade Kaffee.
    Aber bin ich bereit, völlig auf H&M und Co. zu verzichten? Schwer… eigentlich ja nicht. Bei KIK z.B. kaufe ich aus Prinzip nicht ein. Irgendwo setze ich also schon Grenzen. Und eine arbeitslose alleinerziehende Mutter mit 4 Kindern, die darauf absolut angewiesen ist, bin ich auch nicht. Und ja, mein Kleiderschrank IST sehr voll, ich käme auch mit weniger zurecht. Muss ja auch nicht gleich der Pelzmantel von Gucci sein (gibt es den überhaupt und was hatte der eigentlich jetzt mit dieser Diskussion zu tun? Esst ihr Hase? Oder Kuh? Tragt ihr Lederschuhe? *provoziert mal ein bisschen* Nein, ich bin ja schon ruhig).
    Ich denke alleine das Bewusstsein der Problematik ist hier wichtig. Immer mal wieder drüber nachdenken. Und vielleicht auch einfach mal ein Teil liegen lassen. Kann mir ja niemand erzählen dass jedes Kleidungsstück absolut notwendig ist, da alle anderen durchlöchert sind (na kommt, seid ehrlich. Wenigstens zu euch selbst…).
    Ich werde jetzt noch ein bisschen über das Thema nachdenken und hoffe, dass ich nicht zu sehr provoziert habe (ein bisschen schon, das ist mir klar).
    Oh und noch was: Getroffene Hunde bellen. Schonmal gehört, liebe Kommentatoren? =)))

    1. Mumin, was bitte hat Kritik an ihrer Haltung mit Neid zu tun? Ich gebe gerne zu, dass ich nichts dagegen hätte, über Mangos Budget zu verfügen – das tut hier aber nichts zur Sache. Wie gesagt lese ich ihren Blog sehr gerne, und das würde ich nicht tun, wenn mich der Neid zerfressen würde.

      Ich finde es allerdings sehr amüsant, wie sehr sich manche Leute hier völlig unreflektiert Annas Meinung anschließen, erinnert an bisschen an die kleinen Minions von Blair Waldorf.. Spricht da vielleicht eine (völlig unbegründete) ‘Ehrfurcht’ vor Leuten aus besseren Verhältnissen? Ok, aber das ist eine andere Diskussion.

      1. Oh, bitte nicht falsch verstehen, ich habe gar nichts gegen Kritik, ohne verschiedene Meinungen könnte man ja nicht diskutieren. Ich finde es nur schade, dass manche gleich persönlich werden. Wie gesagt, stören mich Äußerungen wie Naivchen, was hier klar ein persönlicher Angriff ist und keine sachliche Darlegung einer anderslautenden Meinung. Und warum sollte man persönlich werden, wenn man nur eine andere Meinung hat, zu der man auch steht? Man könnte sie ja auch einfach darlegen und erklären und vielleicht hoffen, dass die andere Person es nachvollziehen kann, oder?

        1. danke für die cotton-made-in-afrika seite, die könnte mir zusätzlich noch bei der englisch matura helfen!! :)

  25. ich finde schon das eine person was bewirken kann. denn wenn jeder denkt ” wenn nur ich etwas mache dann bringt es eh nichts” dann wird es auch nie was bringen, aber wenn man etwas tut dann motivitert man vielleicht auch einmal andere leute dazu etwas gutes zu tun. und selbst wenn man niemanden motivieren kann wird es auf der welt ja hoffentlich noch andere einzelne personen geben die sich für solche dinge interessieren. stellt euch mal vor wie die welt jetzt aussehen würde wenn jeder nur der meinung wäre, das es nicht bewirkt wenn man alleine was tut.

    bin da voll auf “mumin”s seite, es gibt alternativen, natürlich kann sich nicht jeder alles leisten, ist ja klar, ich gehöre auch nicht gerade zu den “reichen uns schönen” . aber sachen die man eigentlich nicht braucht kann man doch weglassen, wozu brauche ich zum beispiel ein t-shirt in allen farben? im endeffekt zieht man dann eh wieder die selben farben an…

  26. Ich will mich in die Diskussion nicht wirklich einmischen. Nur so viel: ein T-Shirt um 10,– in Massenproduktion kann unter menschenwürdigen (!) Bedingungen mit Leichtigkeit hergestellt werden, einfachste Kostenrechnung. Da aber in der Textilbranche einige 100% Gewinnaufschlag dazukommen, können die Preise nur durch die angesprochenen Produktionsstätten gehalten werden. Über Gucci und Co. sollte man sich auch besser informieren, deren ethische Einstellung ist, gelinde gesagt, unter aller Sau, aus betriebswirtschaftlicher Sicht allerdings top.
    Ich finde solche Diskussionen sehr interessant, allerdings solltest du, liebe Mango, dich vorher etwas besser informieren, damit auch ernsthaft darüber diskutiert werden kann.

  27. Ich will einfach VERNÜNFTIGE Klamotten haben WEDER von H&M für 1,50 noch von einem überteuertem Label wie Gucci. Und dass die Klamotten von Zara (JA, GANZ BESONDERS ZARA) n Sch*** sind merkt man schon an Indikatoren wie: Schlecht gebügelte Säume UND VOR ALLEM an furchtbar, aber wirklich seeeehr furchtbaren verdrehten Innenfuttern der Jacken, Trenchcoats etc…. Ist z.B. Benetton oder Eddie Bauer ne Lösung, S. Oliver oder Esprit? Oder ist das das Selbe?

    1. Das ist das Selbe. Wenn Du wirklich Klamotten haben willst, bei denen Du sicher sein kannst, dass sie unter Menschenwürdigen Bedingungen gefertigt wurden, dann musst Du Kleidung mit einem Fair Trade Siegel kaufen.

      Und das (liebe Mango) hat weder Zara NOCH Gucci!

  28. Habe ich nicht gerade vor ein paar Tagen hier Werbung für IKEA von Dir gesehen . Weißt Du eigentlich woher IKEA das Holz für seine “Billigartikel” her bezieht. Du kannst ja nicht innerhalb von ein paar Tagen für das eine “Dienstbedingung merkwürdiges” Unternehmen werben und paar Tage später ein anderes ankreiden! Wenn Du so über Unternehmen nachdenkst wird es schwierig! Sieh Dir das Italienische Vorzeige-Unternehmen Ferrero an: weißt Du woher und unter welchen Umständen die Ihre Nüsse z.B. für Nutelle etc. beziehen. Da steckt auch Kinderarbeit hinter.

    Ich finde mit solchen pauschalisierten Kommentaren sollte man sich vorsichtig benehmen oder sein Wissen vorher einer Selbstrecherche unterziehen.

    Oder ganz platt gesagt ” nein nein… nicht nur weil teuer = gut und besser …. “

    1. das ist doch klar,dass dazu jetzt nix von der anderen Seite kommt…
      Ich finds krass,dass viele davon noch nichts gehört haben und das Mango sich vor ihrem Artikel anscheinend kein Stück informiert hat…

    2. Danke für den Link. Ich habe davon wirklich noch nichts gehört und als Prada Liebhaber hat das schon einen faden Geschmack im Mund hinterlassen. Bei MADE IN Italy, France, … und den dazugehörigen Preisen erwarte ich einfach das den Arbeitern genug gezahlt wird.
      Da frage ich mich doch warum die Skandale von H&M, Zara, … so wellen schlagen, die gleiche Vorgehensweise bei den Big Bucks Labels so fallengelassen wird.
      Für alle die das Thema interessiert empfehle ich den Film China Blue, er ist sehr aufschlussreich, da selbst die Französische Staatspost und Beamtenkleidung in solchen Fabriken gefertigt wird hat mich echt geschockt.

  29. Auch ich lese deinen Blog als mehr oder minder stille Leserin sehr gerne und amüsiere mich auch über die Diskussionen, die hier teilweise stattfinden. Dabei wird häufig zu pauschalen Vorurteilen gegriffen. Meist in deine Richtung á la “verwöhnte Göre” etc. Das ist nicht richtig.

    Allerdings hast du dich hier meiner Meinung nach auch nicht mit Ruhm bekleckert, wenn ich das mal so sagen darf: Du unterstellst hier nämlich implizit, dass sich jeder ein teures T-Shirt leisten kann und nur zu geizig ist und es sich deswegen nicht kauft. Vielleicht jedoch leben andere von weniger Geld und “müssen” deswegen zu den billigeren Alternativen greifen? Ich habe nichts dagegen, dass der ein oder andere mehr Geld zu Verfügung hat, das ist mir eigentlich relativ egal. Allerdings halte ich recht wenig von der Einstellung, dass es jeder diesen besser situierten Leuten gleich tun muss. Toleranz, in beide Richtungen, das wäre hier von Nöten.

    Darüber hinaus sollte es dir und auch allen anderen, die hier gleich wieder die Neid-Debatte vom Zaun brechen wollen, bekannt sein, dass man bei den teuren Labels auch viel für den Namen zahlt, einfach weil man es kann. Dass ein simples weißes T-Shirt nicht 10€ kosten kann und dabei unter “fairen” Bedingungen hergestellt wird, sollte jedem klar sein. Dass ein solches T-Shirt nicht 70-100€ kosten muss, sollte dabei jedoch ebenso offenkundig sein. Du zahlst eben auch was für das Logo. Und dass eine Familie mit mittlerem Einkommen so etwas nicht kann, oder der Student der von 700€ monatlich leben muss oder der Rentner oder oder oder, ist ebenso klar, oder nicht? Und diese Menschen müssen doch auch Klamotten tragen. Wer das nicht so sieht, möge hier bitte aufzeigen.

    Wer hier die Ursache für diese Herstellungsart ist, ist schwerlich herauszufinden. Sind es die Kunden, die dann dort nicht mehr kaufen, weil es zu teuer ist, oder sind des die Unternehmen, die den größtmöglichen Gewinn machen wollen oder sind es die Aktionäre, die sich für ihre Anteile die größtmögliche Rendite erhoffen? Hier einfach den Endkonsumenten verantwortlich zu machen, halte ich für verfehlt.

    Ich finde es gut, dass du dich auch mit kritischen Themen auf deinem Blog beschäftigst. Allerdings würde ich mir wünschen, wenn du dich dann ein wenig “neutraler” mit dem Thema auseinandersetzen würdest, anstatt eine wenige Plattitüden zum besten zu geben. Denn eine solche einseitige Sicht führt geradezu zu solchen Diskussionen.

    Solche Beiträge finde ich super. Nur etwas sorgfältiger recherchiert und etwas “niveauvoller” geschrieben, dann musst du auch nicht mit solchen “Anschuldigungen” rechnen.

    Das ist jedenfalls meine Meinung zu deinem Beitrag und den Kommentaren….

  30. Alligatorleder kostet in der Produktion im Schnitt 220€, wird für Tausende von Euros verkauft und die Arbeiter verdienen im Schnitt 120€ daran. SEHR fair. GTFOH.
    Es ist einfach nur dumm, wenn jemand glaubt, dass ein Designerlabel Teil menschwürdiger produziert wurde als ein Zara Shirt. Selbst wenn etwas Made In Italy ist, hat es wahrscheinlich ein Asiate, Afrikaner oder sonst ein Immigrant, der wahrscheinlich auch noch schwarz im Land ist, verarbeitet und diese Leute verdienen auch nicht “gut” und werden auch nicht “gut” behandelt, vor allem nicht, wenn sie schwarz arbeiten und sich an niemanden wenden können. Lass deine Ignoranz bitte bei dir, es ist okay, wenn du dich besser fühlst, bei Balmain oder LV einzukaufen, ist deine Sache, aber du brauchst dein mangelndes Selbstbewusstsein zu umgehen, indem du “uns” versuchst, alles preiswerte schlechtzureden.

  31. also gucci lässt seine stoffe auch in china produzieren (wenn vielleicht auch nicht unter “zwangsarbeit”). das hat mir eine kollegin erzählt, die eine fabrik in china besucht hat während eines austausches! es ist ja wirklich so, dass man auf das label “made in …” heute nicht mehr viel geben kann, da die sachen nicht komplett in dem land hergestellt sein müssen. deshalb sollte man ein labelschild das nicht als indikator für “gute oder schlechte” herstellung oder arbeitsbedingungen benutzen!

    1. Denke nicht, dass da noch was kommt… könnte unangenehm werden ;-)

      Es war vielleicht einfach ein “wenn alle blogger darüber was schreiben muss ich auch meinen senf dazugeben”-post….

      1. Tatsächlich. Mich enttäuscht dieses sich offenbarende Desinteresse. Schnell ein paar neue (oberflächliche) Posts, damit Gras über die Sache wächst.
        Meine Erkenntnis: ein Blog weniger zu “follow”n…

  32. Ich finde, es sollte schon möglich sein, ein simples weißes Baumwoll-Basic-Tshirt für 10€ zu verkaufen, ohne es mit Kinderarbeit o.Ä. zu finanzieren. Das liegt am Konzern, aber ein simples! Shirt aus einem einfachen, günstigen Material, ohne geschwungene Nähte oder ähnlichen Schnickschnack ist doch einfach nicht mehr wert!
    Ohne jetzt eine mir-egal-mentalität an den Tag legen zu wollen…aber ich will deswegen auch keine balmain-shirts für 150€ kaufen. Es muss doch auch normal gehen.

  33. Man merkt einfach, dass Mango mit dem Post nur ihren Markenwahn rechtfertigen wollte & sie die eigentlich Problematik gar nicht verstanden hat.

  34. Es gab mal eine gut gemachte Dokumentation, ist zwar schon etwas älter, aber sie beschäftigt sich genau mit dem Thema “unfaire Produktionsbedingungen”.

    Hier mal der Link zum ersten Teil der ersten, von vier Folgen: http://www.youtube.com/watch?v=vq1eCH80KnE

    Außerdem gibt es zahlreiche Initiativen zum Bsp. gegen Kinderarbeit, die diverse Firmen gelistet und überprüft haben. Hier ebenfalls ein nützlicher Link: http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/firmen/branchen/textil

    Ich finde es gut, dass du die Problematik auf deinem sonst eher lifestyle-orientierten Blog ansprichst. Aber du kommst teilweise zu falschen Schlussfolgerungen, ich denke, weil du dich nicht genügend in die Materie einliest, was übrigens nicht generell verwerflich ist, da Vieles zu dem Thema sehr komplex ist.

    Zu den Markenklamotten; meine Freundin hat im Rahmen einer Magisterarbeit zum Thema faire Kleidung-Markenware etc. herausgefunden, dass z.B. ein Lacostepolo einen Produktionswert von um die 4€ hat und Lacoste in riesen Textilfabriken in China produzieren lässt. Nur ein Beispiel von vielen Marken-Firmen. Das kommt aber auch in der Doku ganz gut raus, wenn du dir die Zeit nehmen willst, sie ganz anzuschauen ;-)

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