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Winter Getaway

Life, Travels

Ich komme gerade zurück aus den Alpen, wo ich vier wundervolle und sehr entspannte Tage verbracht habe. Übernachtet haben wir im Hotel Kempinski* in Kitzbühel , wo ich schon letztes Jahr mit meiner Familie Urlaub gemacht habe.

Es hat uns so sehr gefallen, dass wir wieder spontan das Hotel gebucht haben. Für mich war es wichtig, dass die Ski-Piste gleich neben dem Hotel ist und man nicht zuerst zu einem Ski-Lift mit dem Taxi oder Shuttle fahren muss.

Ich sage nur: Kaiserwetter, Sauna, tolles Essen, Kamin, und der krönende Abschluss: Kaiserschmarrn im Stanglwirt!

Nur eines müsst ihr mir erklären: warum wird auf der Piste gerast, aber auf der Autobahn nicht? Es herrscht Anarchie auf den Pisten! Dort, wo man sich auf der Hütte besäuft, und über Anfänger und Snowboarder schimpft und man jederzeit einen ungesicherten Hang unterstützten könnte. Aber auf der Autobahn, nein, da fährt man schön brav links mit 100km/h statt 130.

Auf der Skipiste; ohne Knautschzone, mit Alkoholpegel, wo man schlechte Sicht hat und ehe man sich versieht, steht man im Wald.

Über langsame Fahrer auf den Skipisten wird sich beschwert, aber auf der Autostraße fährt man gerne 80 statt 60km/h.

Ich habe so viele Unfälle gesehen, wo (alkoholisierte) Skifahrer/Snowboarder in andere Leute gerast sind… Und da reicht es manchmal nicht mal für eine Entschuldigung, geschweige denn halbherzige “Hilfe”.

Aber Fahrerflucht gibt es überall, auch auf der Autobahn. Seltsam, dass niemand auf den Pisten kontrolliert wird, wo wir viel weniger Schutz tragen als wenn wir in einem Auto sitzen würden und wo es klare Regeln und Regelungen und gekennzeichnete Straßen gibt.

*) Das Hotel haben wir komplett ohne irgendwelche Specials selber bezahlt

Safety First!

Jochberg

“Kuhstall” Restaurant at the Hotel Stanglwirt

Worlds Best Kaiserschmarrn at Stanglwirt

Stanglwirt

© www.mangobluete.com

Comments 7

  1. Hallo liebe Anna,

    kommentiere bei Blogs sehr sehr selten, aber du hast das Thema genau auf den Punkt gebracht. Es fehlt in letzter Zeit Respekt auf der Piste, zueinander, zur Natur.
    Ich fahre selber sehr gut Ski, seitdem ich klein bin, und destotrotz werde ich von Menschen überholt die kaum auf den Brettern stehen können und kaum Verantwortung für ihre Taten übernehmen können. Stimme voll und ganz zu, dass Alkohol genau wie er nicht hinters Steuer gehört, so auch nicht in die Skischuhe gehört! Man stellt sich selber, aber noch umso mehr die Menschen um sich herum in solch eine Gefahr!!! Könnte mich jedes Mal darüber aufregen und manchmal mit echter Angst langsam die Piste herunterfahren weil man nicht weiß wer in einen von Hinten hineinschießt. Die Pistenvorschiften der FIS werden absolut ignoriert, wie auch die Bezeichnungen des Schwierigkeitgrades der verschiedenen Pisten.

    Leider ist durch die letzten Jahre zu einer extremen Beliebtheit des Skifahrens und dadurch einer extremen Zunahme an “Nichtskifahrern” in den Skigebieten gekommen, die sich eintach nicht an ihre eigenen Grenzen halten – sie steigen nach 2 Tagen Crashkurs auf die schwarzen Pisten und ins Gelände, ohne jegliche Bewusstheit über Benehmen auf der Piste, und schon gar nicht abseits….

    Muss leider sagen dass der Skisport für mich immer weniger Charme hat, wenn ich mich jedesmal 10 mal umdrehen muss, ob jemand hinter mir wie ein verrückter fährt. Neige in letzter Zeit immer mehr zu Skitouring, Langlauf und Skiurlaub am Saisonende denn die Massen der Respektlosen Menschen versauen mir den Genuss von Freiheit und Natur.

    Es wundert mich, dass nach den Hunderten von Unfällen die passieren, die Regierung oder auch die Skigebiete selbst sich kaum rührt, etwas dagegen zu machen. Besipielsweise in Italien habe ich mehrmals erlebt, dass bei Unfallschuld oder unverantwortlichem Fahren der Wochenskipass entnommen wurde, sowie eine Geldbuße zu zahlen war. Mehr davon, bitte!

  2. Ich habe schon vor ein paar Jahren mit dem Skifahren abgeschlossen, es ist mir in der Zwischenzeit zu gefährlich geworden, ich brauche das einfach nicht mehr, es gibt auch andere Sportarten im Winter, die nicht so überlaufen und riskant sind!
    Liebe Grüße
    Alnis

  3. Liebe Anna, ich bin selber eine Anfängerin. Ich habe letztes Jahr Ski-Unterricht genommen, und wir waren dieses Jahr das erste Mal alleine unterwegs, und ich muss sagen, ich werde definitiv nochmal ein paar Lektionen Unterricht nehmen. Ich war viel zu unsicher. ABER da bin ich extra am Rand hinuntergefahren und hab immer geschaut, dass ich niemandem im Weg bin. Mir ist aufgefallen, dass Leute wie ich nicht gern gesehen werden, wo soll ich denn sonst praktizieren? :( aber wie du sagst, es gibt viele, die einfach schimpfen oder wie Bekloppte den Berg runterrasen. Echt schade

  4. Ja die Problematik kenne ich auch. Ich fahre seit Jahren Ski, zwar nicht wirklich gut, aber ok. Manche Touristen fahren teilweise schlechter oder gleich “gut” und überschätzen sich extrem. Ich habe teilweise wirklich Angst vor derartigen Ski Fahrern.

  5. Meine Wahrnehmung ist, dass die Touristen die schlimmsten Fahrer sind. Heimische wissen, wie viel Alkohol sie vertragen und danach noch aufmerksam fahren können. Aber Russen, Deutsche, Briten oder auch Menschen aus anderen Bundesländern (OÖ, Wien) können das nicht. Selbstüberschätzung, maßlose Arroganz und schlechtes Fahrkönnen sind die Stimmungs- und Sicherheitskiller.

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