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What I love and hate about Blogging

Blog

Ich liebe Bloggen und meine Kolleginnen, aus denen schöne Freundschaften entstanden sind! Ich bin so stolz auf alle und viele haben sich so toll weiterentwickelt, wie zum Beispiel The Daily Dose oder Madeleine, die ihre Popularität nutzt und zu mehr Nachhaltigkeit aufruft. Ich bewundere solche Powerfrauen (hashtag girlboss)!

2010 hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass Mangoblüte mein Job sein wird. Klingt ja auch zu schön um wahr zu sein; das tun, was man liebt und verdient auch noch Geld damit! Und dennoch gibt es einige Dinge, die ich beobachte, die ich nicht so toll finde, und wiederum andere Sachen, die sich so wahnsinnig gut entwicklen, deswegen gibt es heute eine kleine Liste von mir, was ich mag und nicht mag:

Was ich nicht mag:

  • wenn sich (sehr berühmte) Blogger photoshoppen. Wozu? Den Lesern wird etwas vorgegaukelt, was man nicht ist. Spätestens wenn man dem Blogger im echten Leben begegnet, wird es peinlich. Ja, ich meine Dich, Kristina. Wenn sie sich schon photoshopped, was muss ich dann erst machen?! Und was für eine Message ist das für die Leser?
  • unehrliche Blogger, deren Meinung käuflich ist.
  • wenn sich Blogger untereinander nicht verlinken und im Beitrag “ein paar Blogger und ich waren…” stattdessen schreiben.
  • ein gesponserter Beitrag nach dem anderen; oder wenn der Blog wie ein Onlineshop aussieht und der Leser überall zum Einkaufen animiert wird.
  • wenn der “Wert” des Blogs anhand von Anzahl der Instagramfollowern bemessen wird. Klar, ich habe im Vergleich zu anderen Österreichischen Fashion/Lifestylebloggern sehr wenige Follower auf Instagram. Ich persönlich habe keine Lust, mein Instagram-Feed anzupassen, damit ich mehr Follower kriege. Es heisst ja schon “Insta”, deswegen gib es bei mir Schnappschüsse und keine makellosen, schönen Bilder und ich plane es auch nicht zu ändern. Instagram ist ein Teil des Blogs aber bei meinem Blog bin ich immer noch frei und Herr aller Dinge und bin von keinem großen Konzern abhängig; ich kann selber bestimmen, was damit passiert. Auf Social Media Plattformen übergibt man die Kontrolle den anderen und mir ist es lieber, ich habe das Ruder selbst in der Hand. Was ich schade finde, wenn die Qualität vom Blog von Instagram abhängig gemacht wird. Aber anscheinend bin ich die einzige, die so denkt. Auf der anderen Seite: wie will man denn sonst den Erfolg des Blogs bemessen? Dazu gibt es einen interessanten Artikel hier.
  • Wenn Mails mit “Liebe Blogger…” beginnen.
  • Das habe ich schon im Interview mit Iman angedeutet: viele Leser sind schon zu verwöhnt/abgehärtet und es ist schwer, sie mit etwas zu Locken, zu überraschen. Ich sehe die Entwicklung vor allem bei Gewinnspielen. Früher war es ein Wahnsinn, wenn eine Handtasche verlost wurde und heute muss die Tasche noch teurer, toller, schöner sein, bis einer mitmacht. Bzw. gibt es vor allem jetzt auf vielen Blogs Adventskalender die mit tollen Gewinnen locken, aber irgendwie ist der Markt übersättigt, oder wie seht Ihr das? Ich merke es aber auch an mir selber – zwar bei einer anderen Sache, aber es ist so ähnlich: früher wurde jedes Event, zu dem man eingeladen wurde, fotografiert und dokumentiert und später ausführlich am Blog beschrieben, weil man so stolz war, dass man als Blogger geschätzt wird und eingeladen wird. Jetzt macht man höchstens ein Instagram-Post und/oder eine kleine Story auf Snapchat.
  • Geldgier mancher Blogger
  • zig tausend Spam-Mails

Was ich mag:

  • wenn Blogger tolle Bücher herausgeben, wie Our Clean Journey (super Motivation!) oder Garance Doré Love x Style x Life (absoluter Kauftipp – ich liebe dieses Buch!!)
  • all die Freundschaften, die durchs Bloggen entstanden sind. Ich habe so viele tolle und inspirierende Menschen durchs Bloggen kennengelernt und will sie nicht mehr missen!
  • Wenn sich Blogger untereinander unterstützen, sich verlinken, erwähnen und weiterempfehlen und es keine Missgunst herrscht! Ist zwar seltener geworden, aber dennoch vorhanden.
  • all die tollen Reisen, für die ich sehr dankbar bin. Ich reise ja privat schon sehr gerne und wenn es sich noch mit dem Beruf verbinden lässt, ist es umso besser!
  • My Blog is my Castle – ich schätze es sehr, dass ich mir selber keinen Druck beim Bloggen mache und über alles schreiben kann und will, was mir in den Sinn kommt. Was gibt es schöneres und befreienderes? Diese Unabhängigkeit will ich mir nie nehmen lassen.
  • die Leser und das Feedback. Eure Kommentare, die mich zum Lachen oder Nachdenken bringen, der Austausch, die lieben Mails, ja sogar Fanpost (!!), Begegnungen auf den Straßen oder Events. Ohne Euch wäre es nur der halbe Spaß.
  • Was ich noch sehr mag, sind Events auf denen man sich austauschen und Networking betreiben kann.
  • Unternehmen kommen auf einen zu und wollen von Anfang an für die Arbeit bezahlen, ohne Gutscheine oder Lockenstäbe.

Beobachtet Ihr die Entwicklung der Blogger? Was ist Euch aufgefallen?

Zeitschrift Madonna hat Blogs auch nach ihren Instagram-Followern bemessen:

© www.mangobluete.com

Comments 15

  1. Wahre Worte… Ich finde es echt toll, wie viele Bekanntschaften ich in einem Jahr schließen konnte, nur aufgrund meines Blogs. Und wie du richtig sagst: My Blog is my Castle! Es gibt für mich fast nichts Schöneres, um meine Kreativität ausleben zu können, als zu Fotografieren und zu Bloggen.

    Besonders der Punkt mit den Gewinnspielen ist mir aber dieser Tage auch besonders aufgefallen. Anlässlich meines Blog-Geburtstages habe ich zur Zeit auch ein Gewinnspiel laufen und die geringe Teilnahme daran ist ziemlich ernüchternd und gibt mir zu denken. Ich bin gespannt in welche Richtung sich das noch entwickeln wird…

    LG Vanessa

  2. Liebe Anna, toller Beitrag, ich bin keine Bloggerin, sondern einfach Leserin und diese Dinge, die erwähnst, sind für mich als Leserin extrem wichtig. Dank der Verlinkung von anderen Bloggerinnen habe ich viel neues Lesematerial und Inspirationen gefunden.
    Das Thema Photoshop bei Kristina verstehe ich auch nicht. Das geht echt zu weit.

  3. Hallo Anna. Toller Post. Ich bin eigentlich meist stille Leserin, weil mir das Kommentieren zu mühsam ist ;-) Bei solchen Beiträgen möchte ich aber meinen Senf dazu geben! Zu der Sache mit den Gewinnspielen kann ich nur zustimmen. Ich muss gestehen, ich bin richtig genervt weil mein Bloglovin Feed übergeht – jeden Tag zig Posts über Gewinnspiele. Es ist mir auch aufgefallen, dass gewisse Blogger vor ein paar Jahren noch normale, leistbare Taschen/Kleidung etc. wie Otto-Normal-Bürger/Student etc. gekauft haben.. und kaum sind sie ein paar Jährchen dabei oder haben mehr Follower, sieht man schon diverses Designerzeugs.. das wirkt für mich nicht mehr authentisch. Aber naja, jedem das seine! Ich lese dich gerne! Nur weiter so und ganz liebe Grüße von der nicht ganz so stillen Leserin B.

  4. Ich finde deine Einstellung sehr gut. Das mit Instagram ist mir auch schon aufgefallen. Habe seit Mai meinen eigenen Blog und sehe Instagram so wie es sein sollte. Mein Profil ist bunt und nicht alles weiß.
    Das macht es glaube ich schon etwas schwieriger. Schade
    Ich finde das wichtigste ist, dass man Spaß hat am bloggen. Und wenn man dann ein bisschen Geld damit verdient ist das toll. Es steckt auch eine Menge Arbeit drin aber ich persönlich blogge der Mode wegen und nicht des Geldes.

    LG Caterina
    http://caterinasblog.com

  5. Wunderbar ehrlich! Ich seh das genauso wie du- mir persönlich gefallen Blogs die nur mehr gesponserten Inhalt haben überhaupt nicht. Mir gefällts auch nicht besonders wenn man anhand der vielen Posts über eine Marke eine Blogger Marketing Offensive so stark erkennt.
    Ich hab erst seit 15.12 meinen Blog http://www.established2015.at gestartet und versuche wie du mir treu zu sein- mein Insta Feed ist nicht einheitlich belichtet oder lang bearbeitet, da verliert man meiner Meinung nach an Originalität- und um genau das geht es doch:)

    GLG
    Sophie
    http://www.established2015.at

  6. Mit den Gewinnspielen z.B. hast du Recht. Ich habe auch das Gefühl die werden um mich rum immer größer und “wertvoller”. Anders bekommt man die Leser nicht. Was natürlich völliger Quatsch ist.
    Ich habe beispielsweise dieses Jahr auch einen Kalender und jedes Türchen selbst ausgewählt und mit Dingen bestückt die ich selbst eins zu eins so besitze oder mir gefallen. Viele Kalender wirken auf mich so oberflächlich. Lieblos zusammengewürfelte Marken. Natürlich eine bekannter als die andere. Aber so etwas zieht nur für den Moment.

    Ich lese deinen Blog schon sehr lange und finde es super, dass du nicht anfängst dich zu photoshoppen :)

    Liebst,
    Bell

  7. Ein wirklich sehr treffender und schöner Beitrag, liebe Anna. Besonders bei dem Thema “Photoshop” muss ich Dir Recht geben! Ich bin für mehr “real live” auf Blogs – niemand ist perfekt und ich möchte mir auch nicht nur perfekte Menschen, mit Modelmaßen und Topstyling anschauen! Daher liebe ich Deinen Blog auch so sehr! Liebe Grüße, Jennifer

  8. What happened to your English blogging ?
    Please write in English as a lot of your visitors do nos speak Deutsch.

    Thanks.

  9. Schöner und gut geschriebener Beitrag. Ich lese und schaue mir gerne mehrere Blogs an und finde daher, dass du es mit diesem Beitrag auf den Punkt gebracht hast:)
    Liebe Grüße,
    Serena
    modecocktail

  10. Ein sehr interessanter Post!
    Ich blogge ja mittlerweile schon seit fast 4 Jahren und da bemerkt man natürlich auch einige Veränderungen, die du eben hier sehr treffend formuliert hast. Gerade dieses ständige Streben nach Followern und Bewerten eines Blogs nach Lesern und Aufrufen finde ich sehr schade. Ich habe beispielsweise nicht extrem viele Follower und achte nicht primär auf die Zahl der Follower was mich aber (hoffentlich) nicht zu einem schlechteren Blogger macht.
    xx Alina
    thelittlediamonds.de

  11. Ich persönlich mag keine Blogs, YT-Kanäle usw. die auf hardcore perfekt gemacht sind – meistens zu langweilig und “seelenlos” als ob sie von Robotern betrieben werden…

  12. Ich finde gerade das Thema Photoshop so wichtig! Deswegen schätze ich auch deinen Blog sehr :) Man sieht bei dir, wie Outfits wirklich aussehen, auch an jemandem der sich nicht aushungert! :)
    Diese ganzen hyper-perfekten Instagram-Fotos können glaube ich vor allem für junge Mädels sehr schädlich sein. Gefällt mir!

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