15

The True Cost

Fashion, Life

MG_3616_12

Ich weiß noch, als ich angefangen habe zu bloggen, habe ich das Thema schon vor Jahren hier immer wieder angeschnitten und immer wieder kamen hitzige Diskussionen zustande. Zum Beispiel hier bei einem Beitrag aus dem Jahr 2011 und hier, ebenfalls von 2011 und hier. Oder hier von 2013 und so weiter.

Ich wurde sehr oft an den Pranger gestellt mit “aber DU…” aber ich finde, jetzt, Jahre später, findet endlich ein Umdenken statt und es bringt nichts, den Schwarzen Peter einfach weiter zu schieben, sondern wir alle müssen mit anpacken und weniger konsumieren. Ganz einfach. Ich will hier auch nicht die Moralkeule schwingen und mich über andere stellen, ganz im Gegenteil. WIR sollten nicht so viel (vor allem billige Sachen) einkaufen, die man nur 2-3 Mal (wenn es hochkommt!) tragen und dann wegwerfen.

Ich weiß, Blogs und Instagram machen es einem gerade nicht leicht, nicht einkaufen zu gehen, denn schließlich hat man dauernd das Gefühl, man MUSS die Tasche haben, und das Oberteil und die Schuhe dazu. Und das am Besten jede Woche.

Ich bin der Meinung, dass erst, wenn man seinen Stil gefunden hat, dann kauft man weniger und bedachter ein und trägt die Sachen auch wirklich oft, lange und gerne. Ich übe noch, aber in den letzten Jahren hat sich mein Konsumverhalten sehr geändert und ich überlege sehr genau, ob ich die Tasche wirklich brauche und ob sie zu meinem Stil passt. Alte Dinge, die mich nicht mehr freuen, werden verschenkt, verkauft oder gespendet.

Ein kleiner Tipp fürs Einkaufen: sich einfach fragen, ob einem 5 Outfits mit dem Teil einfallen. Wenn nicht, dann wird das Stück der Begierde wahrscheinlich in den Untiefen des Kleiderschranks verschwinden und nie das Tageslicht sehen.

Was ich eigentlich mit meinem Beitrag sagen wollte: ich habe einen Filmtipp für Euch:

The True Cost – ein Dokumentarfilm über die Abgründe der Textilindustrie. Unbedingt anschauen und diesen Artikel hier lesen. Danke.

MG_3616_12

Trailer:

Comments 15

  1. Liebe Anna,

    du hast vollkommen recht! Wenn alle ihr Konsumverhalten überdenken und verändern würden, wäre die Welt schon ein klein bisschen besser. Der Film ist meiner Meinung nach auch ein Must-See für jeden, denn es sind ja nicht nur die Blogger und die Modebranche, die das Rad immer schneller drehen, sondern letztendlich jeder der Klamotten kauft. Ich hab ihn letztes Jahr gesehen und fand ihn sehr sehr gut.

    Ich habe bereits damals im Studium angefangen mein Verhalten zu ändern. Am Anfang auch aus der Geldnot heraus. Anstatt bei den ganzen billigen Ketten zu kaufen, habe ich damals angefangen nur noch wenige, aber dafür hochwertige (und im Idealfall) fair produzierte Teile zu kaufen. So habe ich heute in meinem Schrank viele Stücke, die schon einige Jahre alt sind, aber immer noch top in Schuss. Mit wenigen richtig tollen Designerteilen und vielen Basics kommt man ja doch zu einer sehr wandlungsfähigen Garderobe.

    Vor einem halben Jahr habe ich mich außerdem bei der Kleiderei angemeldet, wo man jeden Monat vier Teile leihen kann. Das gibt mir zusätzliche Abwechslung und ist gar nicht teuer.

    Und ich habe mich entschieden auf meinem Blog nur mit Labels zu arbeiten, die fair und nachhaltig produzieren, Ich weigere mich Werbung für Sachen zu machen, die ich selbst nicht kaufen würde. Das ist so eine Sache, die ich mir von mehr Bloggern wünschen würde. Man bekommt dann immer noch mehr als genug schöne Sachen.

    Viele Grüße
    Michelle

  2. Ich versuche nur das zu kaufen, was ich auch wirklich brauche. Mein Kleiderschrank ist nicht wirklich riesig, ich kaufe auch nur echten Schmuck und dafür weniger. Habe also nicht in jeder Farbe und Form Ohrringe oder Anhänger. Auch Schuhe habe ich nicht in Massen. Aber klar liegt auch bei mir die ein oder andere Schrankleiche. Ich versuche aber nur noch solche Sachen zu kaufen, die ich längere Zeit trage. Hab auch schon Kleidung Second Hand gekauft und auch verkauft. Finde das ist eine gute Idee und würde mich über ein paar mehr gute Portale freuen.

    LG Caterina
    http://www.caterinasblog.com

  3. Ich finde man kann auch bei Zara oder H&M kaufen aber wie du schon sagtes in angemessenen Mengen . Ich denke bei Gucci , Prada und co. findet mann auch schwarze Schafen und nicht alle könne sich das Experiment leisten wo besser kleider und wo schlechter gibt aber wenig kaufen kann sich jeder leisten :D.

  4. Seit ich klein bin predigt mit das meine Mama. Lieber ein gutes Teil als viele “schlechte”. Früher habe ich viel bei H&M eingekauft – auch aus Budgetgründen. Inzwischen kaufe ich dort gern Kleidungsstücke aus der Studio-Collection oder ein paar Sachen aus der Trend-Abteilung.
    Ansonsten shoppe ich querbeet und schaue, dass die Sachen aus guten Materialien sind und ich sie länger tragen kann.
    Das mit den 5 Outfits kann ich mir das nicht so richtig vorstellen. Kaufe ich z.B. ein Oberteil das ich zu fünf unterschiedlichen Hosen anziehen kann oder sollte man das Oberteil fünf Mal komplett unterschiedlich kombinieren können (also mal mit Weste, Pullunder, Lederjacke, Blazer…).
    Vielleicht machst du einen gesonderten Post dazu? Würde mich wirklich interessieren.

  5. Danke für den filmtipp und den interessanten beitrag. dazu wollte ich immer schon was schreiben, Grundsätzlich gebe ich dir recht, dass es sinnvoll ist weniger zu konsumieren und in qualitätsteile zu investieren.

    Ich habe nur folgendes festgestellt: letztlich kann man sich dieses konzept auch nur leisten, wenn man genug geld hat. ich habbe im monat/jahr nur wenig geld für kleidung zur verfügung. Da ich billige Kleidung oft von der passform, der qualität etc nicht schön finde, kaufe ich von meinem wenigen geld eigentlich nur teure (oft auch im sale), aber wenige Kleidung. Dies hat dazu geführt, dass ich letztlich viel zu wenig kleidung habe – und wenn man nur wenig kleidung hat und diese immer tragen muss, nutzt sie natürlich schnell ab. und auch teure kleidung nutzt leider beiviel Gebrauch oft
    schnell ab. Von daher habe ich , dass dieses konzept für mich leider nur sehr
    von daher bin ich jetzt zu ergebnis gekommen, dass ich eingies an günstiger kleidung dazu kaufen muss, da die rechnung ansonsten eifnach nicht aufgeht….

  6. Toller Artikel und den Film werde ich mir heute Abend anschauen. Ich gebe dir zu 100% recht. Ich habe mir komplett abgewöhnt, bei H&M und Co zu kaufen. Auf lange Sicht lohnt es sich einfach, in hochwertige Kleidung zu investieren. Gerade Basics kann man auch gut und günstig(er) in outlets shoppen. Habe erst letztens bei Strenesse eine cashmere-Weste gekauft, welche von 300 auf 80 Euro reduziert war. Ich weiß, dass ich daran lange Freude haben werde. Bei den ganzen “billigketten” ist dies leider nicht der Fall… Oder wie eine Freundin den Werbeslogan von New Yorker (“dress for the Moment) interpretiert hat: länger, als für den Moment, halten die Klamotten auch nicht. ;)

    Liebe Grüße

  7. Auf einem anderen Blog wurde mir der Film gerade mit der niedersausenden Moralkeule empfohlen. Da kam ich gar nicht auf die Idee zu klicken. Wen Du sagst, er ist sehenswert,
    dann klicke ich sofort. So einfach ist das bei mir :)
    Liebe Gtrüße aus Berlin!
    Bärbel

  8. Wo kommt eigentlich die Urban Legend her, dass man alles nur 2, 3x trägt und dann wegwirft? Das ist mir mal mit H&M und leider auch mal mit Luisa Cerano passiert, aber das war’s auch.

    Und ja, ich bin mit meinem H&M-Zeug zufrieden, das jetzt einfach nach 6 Jahren fast wöchentlichen Tragens und Waschens auch mal Löcher kriegen und in den Müll wandern darf. Das häufig (und auch hier in den Kommentaren) behauptete, dass die Günstigware ja nicht halte, kann ich gar nicht bestätigen.

    Du schreibst, wenn man seinen Stil gefunden habe, kaufe man weniger. Das mag schon stimmen, aber was soll man bis dahin tun? Ich glaube, da ist es egal, ob man Paris-Hilton-like Millionen in Designerfummel oder Chantalle-mäßig Hunderte in Primark investiert. Beides ist Verschwendung.

    Wer anhand von Instagram jetzt unbedingt x oder y haben muss, sollte sich eher fragen, wie viele Teile er denn schon unbedingt haben musste und ob das ihn wirklich glücklicher gemacht hat.

  9. Dann hab ich wohl die falschen Sachen gekauft… Meine gingen nach einmal waschen allesamt dermaßen ein, dass ich sie wegwerfen musste…

  10. Guter Tip für alle die ur ein kleines Portemonnaie haben.
    Second Hand Läden oder auch Ebay.
    Da kann man wunderschöne Designerteile zu einem kleinen reis bekommen.
    Das mache ich schon seit Jahren so.
    Ich habe eine schöne Auswahl an toller Kleidung,die immer Up To Date ist und Second Hand ist auch noch nachhaltig.
    Und Finger weg von Pelzen,auch wenn es nur die Kleine Bommel an der Mütze ist.
    Es gibt wunderschöne Kleidung,die auch ohne Pelz auskommt.
    Wer einmal gesehen hat,wie ein Tier lebendig gehäutet wird,überlegt sich genau,ob er sein Geld dafür hergibt und die Pelzproduktion noch fördern will.

    Ansonsten ist der Beitrag schon einmal ein guter Ansatz.
    LG

  11. Also ich trage günstige Sachen (Zara, Mango zB.), und diese trage ich teilweise seit Jahren.
    Bis auf ein paar Jeans die nicht mehr passen weil ich zugenommen habe:-((
    Ich kaufe meistens zeitlose Sachen und laufe keinem Trend hinterher, somit trage ich sie bis sie “zerfallen”. Und das dauert lange, auch bei Mango und Zara.
    Lg

  12. Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass man bewusster einkaufen sollte und nichts, was nur eine wäsche übersteht. Dennoch muss ich sagen, dass das nicht am Preis festzumachen ist. Die langlebigsten Jeans, die ich je hatte sind von h&m. Hingegen sind Replay Jeans nach kurzer Zeit am Knie gerissen, bei D&G ist mir der Reißverschluss kaputt gegangen. Bei meiner Fendi Spy Bag ist dieses hängende Teil vorne schnell kaputt gegangen. Kein Cashmere Pulli hat je mehr als 5 mal Handwäsche überstanden (und wer geht schon mit jedem Teil zur Reinigung?). Ich könnte noch zig solcher Beispiele nennen. Fände es toll, wenn mir jmd. Labels mit toller Qualität empfehlen könnte, die man auch im Alltag tragen kann. Liebe Grüße

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *