Ihr könnt Euch noch an meinen “How to Screw Your Customer”-Post über Emirates erinnern? Es gibt ein Update: gleich am nächsten Tag nach der Veröffentlichung des Artikels hat sich jemand bei mir gemeldet und gefragt, ob man die Sache ohne Anwalt regeln kann, denn sie wird sich SOFORT darum kümmern (die Dame war davor krank oder nicht da,…).

Ungefähr eine Woche später war der ausstehende Betrag auf dem Konto überwiesen und man kümmere sich noch um das Extra Goodwill, den ich jetzt auch erhalten habe. So weit, alles wieder ok.

Was ich mich aber bei der ganzen Geschichte frage: was wäre, wenn ich den Beitrag nicht geschrieben hätte? Hätte sich die Dame dann dennoch am 3. Dezember bei mir gemeldet? Oder lag es am Blogbeitrag? Das fände ich ziemlich traurig. Zwar gut für mich, aber ziemlich schlecht für andere ohne Blog. Das gleiche ist mir auch mit dem Beitrag über Cheap Tickets passiert. Und bei Chanel.

Was machen betroffene Menschen, die keine Möglichkeit haben, ihren Unmut öffentlich zu teilen? Was macht Ihr in so einem Fall? Beschwere-E-Mails? Bei Twitter und Facebook wütend kommentieren?

Power of Blogs

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11 Comments

  1. Nastassya says: December 23, 2013 • 01:00:17

    Kommt ganz drauf an: Ggf. kann man auch ohne Blog an die Öffentlichkeit gehen (Presse etc.), Verbraucherschutz, Anwalt… Wichtiger ist, finde ich, sich zu wehren und solche Dinge nicht einfach hinzunehmen, egal wie es um das Bankkonto etc. bestellt ist. Ich finde, solche Sachen sollten viel öfter öffentlich gemacht werden, so gesehen können Blogs indirekt auch anderen Menschen helfen – als Infoquelle z.B. bzw. eventuell überlegen es sich betreffende Firmen/Dienstleister zweimal, Ähnliches bei anderen Kunden zu versuchen. Schlimm genug, dass man sich überhaupt erst beschweren bzw. einen Artikel veröffentlichen muss – guter Service sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ich hatte deinen Blogeintrag über Emirates mit Interesse gelesen; mir ist mal etwas Ähnliches mit Qatar A. passiert. Es hatte allerdings ausgereicht, mit einem Anwalt zu drohen.

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  2. Bärbel says: December 23, 2013 • 01:13:49

    Liebe Anna,
    meine Erfahrung ist: Es geht auch ohne Blog, wenn man einfach alles schreibt. Ich habe mit einem ausführlichen Text bei FB einen Möbelladen dazu bewegt, sich endlich bei mir zu melden und die Sache zu regeln. In 2 Tagen war alles gut. Sixt München bekam einen Brief mit einer Beschwerde über eine Countermitarbeiterin vom Berliner Europacenter und ich einen Mercedes für ein WE als Entschuldigung. Auch die Lufthansa reagierte sofort auf meine recht ausführliche E-Mail. LV war erst etwas zäh, als ich dann aber das defekte Stück einfach per Paket nach Paris schickte (mit entsprechendem Anschreiben) kam auch flugs ein neuer Artikel und eine Kleinigkeit als Entschuldigung zurück. Ich mecker nie in den Briefen, ich beschreibe das negative Erlebnis eher ironisch und habe immer dafür Verständnis, daß Fehler passieren, aber ich erwarte auch, dass ich mit meinem Problem ernst genommen werde. LG

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    • dieblauenstunden says: December 23, 2013 • 07:44:54

      So halte ich es auch: immer schriftlich, immer sachlich, und vorzugsweise direkt an die chefetage . Wirkt in der regel immer positiv.

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      • Paula says: December 23, 2013 • 11:10:02

        Ich halte es auch so. Vernadern liegt mir nicht.

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  3. Paula says: December 23, 2013 • 11:09:14

    Was ich nicht verstehe: du hast den Flug doch nicht als Mangoblüte gebucht?! Wie kommt die Fluggesellschaft auf deinen Klarnamen?

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    • Ulli says: December 23, 2013 • 16:13:37

      Ich denke Fluglinien haben auch eine PR bzw. Öffentlichkeitsabteilung und wollen wissen, was so über sie geredet wurde. Also könnten sie eine Medienbeobachtung machen lassen, dann würde ihnen das geliefert werden.

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  4. cupcakes & ballons says: December 23, 2013 • 13:58:44

    ich verstehe was du meinst… allgemein denke ich mir dass bei beschwerden wenn man richtig hartnäckig ist, man auch so zu seinem recht kommt.

    Jedoch! glaube ich auch, dass es in deinem Fall wegen der Öffentlichkeit um einiges schneller gegangen ist als üblich und sie sich wahrscheinlich auch mehr bemüht haben, weil du mit deinem beitrag so viele menschen erreicht hast.

    was – wie du schon erwähnt hast – wirklich traurig ist!

    GLG Sonja

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  5. Isabella says: December 23, 2013 • 16:30:21

    Es wäre doch ganz schön traurig, wenn Kundenbeschwerden nur über öffentliche Medien wie Blogs, Twitter & Co. an die richtige Stelle kommen. Daher finde ich deine Frage, wie Menschen die keinen eigenen Blog haben, sowas handhaben, etwas weltfremd.
    Jede seriöse Firma bietet die Möglichkeit, sich telefonisch oder per Email zu beschweren und diese nutze ich ggf. dann auch. Eine höfliche, aber bestimmte Email hat bisher bei mir eigentlich immer zum Erfolg geführt und ist für mich auch die eindeutig sicherere und seriösere Form von Kritik, als ein öffentlicher Blogpost, in dem ich über den schlechten Service einer Firma herziehe, obwohl ich wahrscheinlich gar nicht alle Möglichkeiten genutzt habe, mein Problem bei den zuständigen Leuten kundzutun.

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    • mangobluete says: December 23, 2013 • 16:49:45

      Liebe Isabella, ich habe bei Emirates mit höflichen aber bestimmenden E-Mails versucht, doch wurde erst genau nach dem Blogpost reagiert; was ich sehr schade und seltsam finde… Deswegen meine Verwunderung.

      Liebe Grüße,
      Anna

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  6. Linh Nguyen says: December 28, 2013 • 23:59:07

    Wenn mich etwas wirklich tierisch ärgert (und das kam ein paar Mal vor während der Zeit, wo ich aufgehört habe zu bloggen), habe ich mich entweder über Facebook oder per Mail an die betroffene Kundenbetreuung gewandt und meinen Ärger kundgetan. Mal erhält man schriftlich eine Entschuldigung, mal erhält man noch einen kleinen Gutschein, oder was auch immer. ;) Also funktioniert das denke ich auch ohne Blog. ;)

    Liebe Grüße,
    Linh

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  7. Jana says: December 29, 2013 • 18:48:44

    Ein sehr aktuelles Thema bei mir derzeit: Gekauft hatte ich mir ein Portemonnaie bei Miumiu. Schon nach kürzester Zeit sah das Leder vor allem am Rand der Geldbörse unglaublich porös aus und ist auseinander gegangen. Auch die goldenen Miumiu Buchstaben haben ihre goldene Farbe schnell verloren.

    Also ging ich in’s KaDeWe zum Miumiu Store und wollte es reklamieren. Wegen dem Leder könnte man nichts machen, da es sich um Gebrauchsspuren handelt, lediglich die Buchstaben werden ausgetauscht. Dennoch bat ich die Dame das poröse Leder im Bericht zu erwähnen, da ich von einem fast 300 € teurem Portemonnaie eine bessere Qualität erwarte als die solche. Es wurde verschickt und nach drei Wochen bekam ich es mit nur ausgetauschten Buchstaben zurück. Nachdem ich den Reklamationsbericht las, sah ich dass mit keinem Wort das Leder erwähnt wurde, sondern nur die ausgeblichenen Buchstaben! Daraufhin wollte ich den Manager des Stores sprechen um ihm diese Angelegenheit vorzutragen. Es wurde wieder für 3 Wochen verschickt und kam unrepariert zurück. Service & Qualität = 0. Bald werde auch ich einen Blogpost darüber verfassen, denn so einen unglaublich schlechten Service habe ich wirklich noch nie erlebt. Übermorgen bin ich in Italien und werde mich dort noch einmal beschweren, denn so etwas ist einfach schlechter Service!

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