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Tasteless

Life, People

I found this weird images from Vogue India today…

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Heute bin ich über ein fragwürdiges Editorial in der Vogue India von 2008 gestoßen. Es werden nämlich arme Menschen mit Luxusgütern gezeigt. Ich persönlich finde das unpassend. Aber wahrscheinlich war das gewollt provozierend, so dass man auch drei Jahre danach noch darüber spricht.

Mann mit Regenschirm von Burberry:

Birkin:

Fendi:

Images via Jezebel | SEBP | T Mag

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Comments 29

  1. ich finde die bilder genial – zeigt, wie lächerlich unsere wünsche sind, im vergleich zu dem, was diese menschen sich wohl eher wünschen würden als eine birkin

  2. Genial, die Werbung zeigt, wie lächerlich ‘unser’ Markenwahn ist. Das Du denkst, arme Leute und ne Birkin das passt nicht, ist zu oberflächlich betrachtet. Warum soll das nicht passen. Dürfen nur Reiche solche Dinge in den Händen halten? Also, Birkins für alle ;))

    1. Ich finde die Bilder sehr gelungen. Insbesondere in Indien liegen großer Reichtum und bittere Armut sehr dicht beeinander. An und für sich ein bedrückendes Scenario. Ich finde es gut das auf eine solch heitere Weise zum Nachdenken angeregt wird.

  3. Ich hoffe mal, man hat den Menschen ordentliches Geld zum Leben dafür gegeben.. die haben es wirklich nötig und irgendwie ist das schon etwas..makaber.

    Lg, Jessi
    [http://www.mademoiselle-de-moulin-rouge.blogspot.com/]

  4. Ist schon makaber, wenn man bedenkt wie viele Menschen in Indien Hunger leiden und wirtschaftlich ausgebeutet werden… na ich weiß nicht.
    Am Besten gefällt mir das gelbe Kleid der ersten Frau – das ist Mode!

  5. Ich finde die Idee gar nicht so schlecht, weil die Markensachen auf den Bildern irgendwie total untergehen und auf den ersten Blick gar nicht direkt ins Auge fallen. Macht klar, dass Luxusartikel wie diese das Letzte wären, was die Menschen in solchen armen Ländern wirklich brauchen.

  6. Ich finde es weder geschmacklos noch unpassend, sondern eine sehr gelungene Form von Gesellschaftskritik, die wohl nur Menschen zugänglich ist, deren Lebensmittelpunkt nicht die nächste Shoppingtour oder der Inhalt des eigenen Kleiderschranks ist. Aber gut, was anderes habe ich an dieser Stelle auch nicht erwartet – manche Blogs zeichnen sich einfach durch ihre Vorhersehbarkeit aus.

    1. Ich frage mich, was passiert wäre hätte Mango geschrieben, daß die Fotos superduper wären.

      Manchmal denke ich daß die Menschen hier Hauptsache das Gegenteil behaupten wollen, damit Mango ja nicht recht hat.

      Aber das war Vorhersehbar. ;-)

  7. ich finde die Bilder unglaublich gut gelungen. Endlich mal was anderes als die langweiligen Models.
    Wer einmal in Indien war weiss, dass Reichtum dort nichts mit Geld zu tun hat. Reichtum definiert sich dort mit Familie, Glück und der eigenen Zufriedenheit. Geld, wie wir es im Westen kennen spielt eine sekundäre Rolle. Denke also auch kaum daran, dass sich diese Leute dort darum scheren, wie viel die Birken gerade kostet, die sie in den Händen haben. In Gedanken sind sie nämlich schon bei den Hochzeitsplänen der jüngsten Tochter…

  8. einer meinung rona!!!!

    du hast es auf den punkt gebracht!!!

    so sehe ich die bilder nämlich auch…. – aufjedenfall wird man zum nachdenken angeregt …..!

  9. Die ersten beiden Bilder haben mit Armut überhaupt nichts zu tun. Das erste Bild zeigt den für bestimmte indische Bundesländer typischen Kleidungsstil. Höchstwahrscheinlich ist das eine Bauernfamilie und die leben entsprechend ihrem Bildungsniveau. Gegessen wird am Boden an der Kochstelle. Möbel im Kolonialstil wäre etwas unangebracht. Sollten sie von der letzten Ernte Gewinne gemacht haben, werden diese in neue Felder investiert oder man bezahlt damit Hilfskräfte. Es geht hier nicht um Prestige. Ziel ist es, für künftige Monate/Jahre eine Nahrungsgrundlage sicherzustellen bzw. den Kindern ein gewisses Maß an Bildung zu ermöglichen.

    Das zweite Bild zeigt die indische Mittelschicht. Ein junges verheiratetes ( zu erkennen an dem “Bindi” auf der Stirn) Paar auf einem Moped. Was hat das Wort Armut hier verloren? Lediglich das dritte Bild lässt vermuten, dass es kein sicheres Einkommen gibt. Das ist allerdings nur eine Vermutung.

    Armut ist der Mangel an Ernährung, Kleidung, Unterkunft und die Chance auf Bildung. Nicht, dass man sich keine Birkin leisten kann.

    Wer das hier geschmacklos findet, hat kein “Mitleid” mit den Menschen, fürchtet nicht um die Würde der Abgebildeten, fühlt sich nur lediglich selbst beschmutzt. Dieselben Konsumgüter wie der Durchschnittsbürger eines Entwicklungslandes zu besitzen, ist für manche beschämend. Zumindest für die, die das hier geäußert haben. Wenn Vogue India eine solche Fotoreihe startet, dann ist das ein Versuch, dem Leser etwas Selbstkritk bzw. Kritik am Konsumwahn unserer Gesellschaft zu entlocken.

    1. mhh hab ich hier irgendwas nicht mitbekommen oder glauben die leute jetzt im ernst, dass leni 2 blogs führt und sich als mangoblüte ausgibt? also ganz im ernst, EIN blog ist schon genug arbeit … die hirngespenster können langsam mal wieder aufhören :) in wien gibt es übrigens massenhaft blogger, die sowohl leni als auch anna (mangoblüte) kennen … aber die sind wahrscheinlich auch alle teil der verschwörung?

      ;) xox Vicky

  10. Liebe Anika, oder soll ich lieber Florian Silbereisen sagen? Ich muss mich in aller Form bei Dir entschuldigen.
    In meinem Doppelleben als arme Wurst ist es nicht leicht, zwei Blogs gleichzeitig zu führen. Aber irgendwie muss ich ja meine schizophrene Seite ausleben. Letztens war ich sogar mit mir selbst in Paris. Das war super, sag ich dir!
    Doch manchmal…ja, manchmal passiert es, dass ich auch etwas an der Gesellschaft auszusetzen habe. Dann schreibe ich Texte darüber. Das ist wie ein Zwang.
    In meine Selbstgespräche vertieft, merke ich dann auch teilweise nicht, dass sie dir nicht gefallen könnten. Ich werde mein möglichstes tun, dies in Zukunft zu unterlassen.
    In der Zwischenzeit kannst du dich ja für einen meiner Blogs entscheiden, vielleicht erleichtert dir das die Verwirrung, indem du nur einen davon liest.

    Bis dahin verbleibe ich mit schizophrenen Grüßen

    Deine Leni Garibov Mangoblüte.

    1. Dein Monolog beinhaltet so viel wie ein Heissluftballon. Klarer Fall von schlechter Schlagfertigkeit.

    2. ehrlich gesagt habe ich lenis gesicht eine zeitlang auch dem blog von mangoblüte zugeordnet!
      ich weiss nicht warum es zu dieser verwechslung gekommen ist, aber irgendwo habe ich einen post gelesen der mich so verwirrt hat.
      ich musste auch erst aufgeklärt werden! ;)

  11. Solange die Abgebildeten entsprechend entlohnt wurden, finde ich daran nichts verwerfliches.

    Ob durch solche Fotostrecken zum Nachdenken angeregt wird, bezweifle ich stark. Die Damen (und Herren), die die Vogue lesen/diese Fotostrecke sehen, sind im ersten Moment vielleicht entsetzt/überrascht (ob positiv oder negativ), blättern dann weiter, und mit der nächsten Seite ist das Ganze auch wieder vergessen. Bitte zeigt mir eine Person, bei der dieses Editorial eine nennenswerte Wirkung erzielt. Gut, vielleicht soll der Clash zwischen Arm und Reich in Indien dargestellt werden, aber für wen ist das etwas neues?

    mMn steht dieses Fotoshooting genauso zwischen Banalität und Absurdität wie alle anderen, die man in der VOGUE und Konsorten zu Gesicht bekommt.

    1. Ich würde mir allenfalls denken, dass andere Lätzchen lustiger und netter ausseehen als das Fendi-Lätzchen und dass es auch hübschere Damenhandtaschen gibt, als jene, die die Frau auf dem Moped am Arm hat. Vor dem Display einer designintensiven Szenerie (Farben, Textilien, Materialien) wird das Design der “Marken”-Designer zurechtgerückt – kann es standhalten?

      In meinen Augen kann das nur der Burberry-Schirm – wobei das Design “Schirm” ja nicht von Burberry stammt.

      Auf welcher Seite sitzen die Armen tatsächlich?

    1. Du wirfst wirklich nur unüberlegte Sprüche von dir -.- Dieser ganze Opportunismus, welcher hier auf diesem Blog in verschiedenen Kommentaren vorhanden ist, macht mich wahnsinnig. Jeder hat seine eigene Meinung- aber bei so etwas, wäre es ratsam, etwas kritischer zu bleiben und sich anständig zu informieren. Sprich: wer behauptet, dass die abgebildeten Menschen tatsächlich so leben? Ist es nicht vielleicht gestellt? Wer sagt, dass diese Fotos arme Menschen darstellen soll? Laut einem Kommentar entsprechen die abgebildeten Menschen mit ihrer Kleidung etc. der Mittelschicht in Indiens. Und es stimmt, dass Reichtum und Armut in Indien, sowie auch in Russland und in ganz vielen anderen Ländern sehr dicht beieinander stehen. Aber nur weil sie solche Kleidung anhaben, die für uns Europäer sofort als “arm” abgestempelt wird ohne sich vorher über die Kultur des Landes zu informieren (dies ist bei den meisten wahrscheinlech seit dem Kolonialismus bis in die Gegenwart noch hängen geblieben) oder nur weil wir hier anders leben- heisst es noch lange nicht, dass die abgebildete Gegend und Menschen als arm zu bewerten sind. Ausserdem; Photographie ist Kunst. Dass diese Fotos als geschmackslos bezeichnet werden, zeigt nur, dass viele die Bilder nur mit dem Auge betrachten und an der Oberfläche stehen bleiben, anstatt tiefer zu graben und sich kritisch damit auseinanderzusetzen.

  12. wieso fragwürdig? anscheinend hast du die aussage nicht verstanden. die bilder sollen aufrütteln. wie “n” schon ganz passen formuliert hat, soll es den markenwahn etwas ins lächerliche ziehen. in anbetracht dessen, wie einige menschen auf dieser welt leben müssen, ist er es ja auch.
    im übrigen fände ich es schön und angebracht, wenn du zu einigen dieser kommentare stellung nehmen würdest, denn es sind doch einige intelligente dabei, mit denen dich die reader keinesfalls beleidigen wollen.

  13. Ich verfolge diesen Blog wegen der vielen schönen Nebensächlichkeiten, das kannst Du gut!
    Ich mag deinen Stil und ich mag die meisten Themen, das gebe ich gerne zu ; )
    Nimm die Kritik nicht zu persönlich. Bei manchen heiklen Themen erfordert es aber ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl zu besitzen. Vogue India hat eine gewisse Verantwortung seinen Lesern gegenüber. Diese bestehen ja nicht nur aus “Berufssöhnen/töchter”, sondern auch aus einer gebildeten und kritischen Schicht, welche durchaus die unterschiedlichen Facetten des Lebens erkennen. Fashion zu lieben bedeutet ja nicht, dass man realitätsfern sein muss. Darum würde ich einen zweiten oder dritten Gedanken an dieses Thema verschwenden. Abgesehen davon sehe ich auch ein anderes Statement in den Bildern: Fashion is for everybody! Gar nicht so schlecht, wie ich finde. Nur die Armut zu erkennen, hat mich dezent genervt…

  14. oh mein gott, das finde ich auch sehr geschmacklos! ich bin aus der werbebranche, deshalb kann ich mir genau die assoziation vorstellen:
    “wir zeigen, dass wir sogar arme menschen mit unserer einstellung zu mode glücklich machen würde…”

    -geschmacklos!

  15. Naja, wenn man das Statement ausführlicher beschreiben würde, gäbe es vl weniger Missverständnisse…

  16. wait habe ich das was verpasst? Geht es nicht darum, dass designersachen hier an arme/ärmere inder angehängt werden obwohl das einfach nicht passt? Hallo erkennt jmd die HERMES BERKIN BAG auf dem zweiten bild? denkt jmd, die frau kann sich das leisten? ist es nicht provozierend und erniedrigend zugleich? Das Baby mit dem FENDI-Lätzchen, ist das nicht eine krasse Provokation, wo das Baby und seine Familie wahrscheinlich unterhalb der Armutsgrenze leben und unterernährt sind? Es ist eine Provokation, ob das modische Kunst ist, kann jeder für sich selbst entscheiden aber kaum einer hier ist darauf eingeganden.

    http://meedesertrose.blogspot.com

  17. Ich bezweifle,dass diese Menschen entspechend entlohnt werden.
    ich finde diese Werbung pervers.
    Sorry,diese Menschen leben meistens von der Hand in den Mund,wissen nicht,ob sie am Nächsten Tag genug zu essen für ihre Kinder auf den bringen können.
    Diese Werbung ist meiner Meinung nch gründlich in die Hose gegangen.
    Geschmacklos hoch 10!!!!

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