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Out & About Berlin

Travels

Ich muss ehrlich gestehen: ich mag Berlin nicht. Wenn diese Stadt bei einem Gespräch aufkommt, werde ich immer mit großen Augen und offenem Mund angestarrt “wie kannst du Berlin nicht mögen???” und dann werden all die tollen Attribute aufgezählt, die diese Stadt zu bieten hat. Ich muss mich dann fast schon für meine Aussage entschuldigen und mich rechtfertigen. Meine Punkte: zu riesig, es gibt kein richtiges Zentrum, sehr viele unfreundliche Menschen, wenig hübsche Häuser. Aber gut; ich kenne Berlin nur aus der Fashion-Week-Perspektive, wo man zwischen Soho House, Adlon, Ku’Damm, Fashion-Zelt und einer kleinen Russischen Pilmeni-Bude im Taxi pendelt.

Umso mehr habe ich mich auf die Reise letztes Wochenende gefreut, denn dann würde ich Berlin ein bisschen näher kennenlernen, endlich mal ein paar Sightseeing-Hot-Spots anschauen (mit einer richtigen Führung!) und die Stadt aus der Nicht-Mode-Sicht betrachten. Und ich muss sagen: so langsam fange ich an, Berlin zu mögen! Die Leute sind so unglaublich international, es ist enorm viel los auf den Straßen (nicht wie in Wien, wo um 23h schon alles zu hat), es ist spannend, die Menschen könnten nicht unterschiedlicher sein und ich behaupte mal einfach, dass Berlin das New York von Europa ist.

Statt hübschen alten Häusern gibt es hier viel neue moderne Architektur, alles ist sehr weitläufig und die Vielfalt an Möglichkeiten, wo man hingehen könnte, ist sehr groß.

Ich durfte mir die Sammlung Boros anschauen, welche ich Euch sehr ans Herz legen möchte! Alleine schon der Bunker ist einen Besuch wert und ich würde mal so gerne dort auf eine Veranstaltung gehen. Ich habe eine Schwäche für alte, schäbige, große Hallen und Häuser und dieser Bunker ist genau meins!

Bikini Berlin hat mir auch sehr gut gefallen, mit den vielen tollen Boutiquen, Pop-Up-Boxen und Cafés – der Gestalten-Shop war ein Traum!! Und ist perfekt für Geschenke einkaufen.

So langsam komme ich auf den Geschmack, und freue mich schon, wenn ich wieder mal nach Berlin reisen kann und die Stadt weiter entdecken darf. Ich glaube, das könnte noch was werden mit uns…

Berlin

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Daniela bei der Arbeit:

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Blick auf den Zoo in der Monkey Bar:

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Bärlin – herzig oder?

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© www.mangobluete.com

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Comments 27

  1. Tolle Fotos! Ich hingegen liebe Berlin und könnte immer wieder hin fahren, wenn es möglich wäre.

  2. Hey! Erstmal, wunderschöne Fotos!
    Ich hatte damals auch so meine Vorurteile, da ich eher ein Fan der Antike und des Barock bin. Bis ich einmal zum Geburtstag meines Freundes Blindbooking von Germanwings gemacht habe und nach Berlin geflogen bin. Ich war so begeistert von den Museen, der Infrastruktur und den Möglichkeiten, die die Stadt bietet, so dass ich dieses Jahr wieder hingefahren bin und weitere sightseeing-points abgeklappert habe. Und immernoch gibt es soviel zu sehen. Wenn man sich ein wenig für Geschichte interessiert, bietet nicht nur die Stadt, sondern auch das Umland,zB. Potsdam, unbegrenzte Möglichkeiten. Man merkt, ich bin begeistert.:) Hier mal eine Zusammenstellung meiner Trips: http://johnnycrepes.blogspot.de/search/label/Berlin
    Liebe Grüße
    Laury

  3. Bei mir musst du dich nicht entschuldigen. Ich bin in Berlin geboren und mag die Stadt auch nicht. Zu dreckig mittlerweile, zu viele Baustellen, das Gesellschaftsgefüge stimmt nicht mehr, überforderte Polizei, beschmierte Häuser – all dies erklärt z.T. auch die Unfreundlichkeit derer, die in Berlin leben und arbeiten. Die Museumsinsel und der Gendarmenmarkt sind zwar schön, aber auch dort gibt es Schmuddelecken. Die Einkaufsmöglichkeiten sind auch nicht toll verglichen mit anderen Hauptstädten. Die Stadt ist hoch verschuldet und wird von anderen Bundesländern finanziert, gebürtige Berliner sind in der Minderheit und Sachbeschädigung gilt in vielen Fällen als cool. Gerne werden auch neue, teure Autos aus Neid einfach zerkratzt oder anderweitig beschädigt. Die Stadt hat sich in den letzten fünf Jahren sehr zum Negativen entwickelt und ich verstehe nicht, warum so viele Touristen hierher kommen. Ich bin immer froh, wenn ich nicht in Berlin sein muss. So genug gemeckert – dies ist ja auch eine typische Berliner Eigenschaft.

    1. Ich bin aus beruflichen und auch privaten Gründen oft in Berlin (Freunde und Verwandte dort). Wenn man die “coolen” Bezirke wie Prenzelberg, Mulackstraße, Torstraße oder Kreuzberg besucht, dann ist das schon sehr inspirierend. Aber, wie Du sagst Nastassya, Berlin ist sozusagen im Ar***. Man denke nur an den Görlitzer Park. Wie kann es sein, dass die Polizei der deutschen Haupstadt wegen solcher Lümmel kapituliert.

      Wieso sind die Menschen dort so agrressiv, wieso ist denen alles shittegal? Das Eigentum anderer (geht man in die Außenbezirke und Brennpunkte) wird beschädigt, alles ist verdreckt, wird besetzt, man wehrt sich gegen Neubauprojekte, die wichtig sind, um die Struktur der Stadt zu durchmischen… Dann die miserablen Kitas, Schulen… und und und… Außerdem sind die GEhälter dort so dermaßen schlecht. Business machen ist schwierig! Berlin hat keine bedeutende Industrie (außer vielleicht Siemens), Berlin bekommt es ja noch nicht mal hin, einen Flughafen zu bauen (und zu eröffnen).

      Ich bin gerne in Berlin wegen der schönen Ecken, in denen ich mich dann aufhalte, und meiner Freunde und Verwandte, aber wenn ich dort wohnen müsste, würde ich unglücklich werden.

      Dann lieber im wohlhabenen und gut organisierten und auch wunderbar glamourösen und kreativen Frankfurt am Main. Ich bin immer wieder begeistert von der Bankenmetropole, der Skyline und auf der anderen Seite die urigen Gassen, kleinen Fachgeschäfte und dem internationalen Publikum. Ich würde sogar behaupten, dass Frankfurt, neben Hamburg, die internationalste Stadt Deutschlands ist. In Berlin merkt man leider oft noch, dass die Menschen bis vor 25 Jahren in ihrem Land eingesperrt waren.

      So, dass war mein Wort zum Dienstag!

      Alles Gute
      Anna

      http://stil-box.net/

        1. Erst nachdenken – und dann vielleicht einen sinnvollen Kommentar dazu abgegeben! Wie kann man in meine Aussage nur etwas demaßen Dummes hineininterpretieren?

        2. Durchmischen ist ein Wort, das 1933-45 das erste Mal verwendet wurde! Und du schreibst von Nachdenken…

  4. Also ich mag Berlin eigentlich auch nicht. In Mitte fühle ich mich recht wohl und gehe gerne bei Chipps essen (das würde dir sicherlich auch gefallen!). Da gehe ich dann auch spazieren. Ich wollte immer mal die Hipperen Viertel erkunden aber hatte dann doch nie die Energie weil ich eigentlich schon keine Lust mehr auf die Stadt hatte. Klar, es gibt ein paar (architektonische) Highlights und Dinge die man als Tourist auch mal gesehen haben muss. Aber das reicht mir in der Regel dann auch. Deine Fotos sind aber trotzdem toll und fangen auf jeden Fall die schöneren Seiten der Stadt auf!

  5. ich persönlich mag die stadt auch nicht. ich fahre zwar oft hin, aber so richtig “warm” werde ich mit ihr auch nicht. ich empfinde es dort auch als unfreundlich und das mit dem, dass es kein richtiges zentrum gibt stimmt auch. mir ist es auch einfach zu groß (und das obwohl ich z. b. nyc total liebe). es gibt definitiv schönere städte, aber geschichtlich und kulturell hat berlin einfach sehr sehr viel zu bieten und ist daher auch immer eine reise wert. :)

  6. Ich war im Sommer das erste Mal in Berlin und habe auch gemischte Gefühle der Stadt gegenüber. Einerseits fand ich es ungemein interessant und viele Museen und Sehenswürdigkeiten, aber auf der anderen Seite auch etwas schmutzig und sehr laut – auch die Baustellen sind mir in Erinnerung geblieben ;-) Ich denke aber auch, dass jede Stadt seinen eigenen Charme hat und den hat Berlin auf jeden Fall!

    Liebe Grüße, Lisa
    almondcherry

  7. Wasn hier los? ;)
    Keine alten, hübschen Häuser? Ähem.
    Aber dass Berlin Dir persönlich jetzt eher nicht liegt, ist ja nicht sooo verwunderlich.
    Nirgendwo sonst in Deutschland wird Understatement mehr gelebt als hier, würde ich mal behaupten. Nirgendwo sonst sind fette Autos, goldene Uhren und Designerhandtaschen egaler ;)

    1. Doch, doch, da stimm ich dir zu, es gibt sehr wohl alte hübsche Häuser, ich war nämlich letztes Wochenende auch zum ersten Mal in Berlin und zum Beispiel in Kreuzberg gibt es einige Straßen mit Häusern, die um die Jahrhundertwende gebaut wurden, total schön.

    2. Ich bin gerade auch einbißchen baff, ob Prenzlauer Berg (Pankow), , Neukölln, Cahrlottenburg usw – in Berlin gibt es soviel traumhafte Altbauten!
      Ich mag in Berlin aber auch einfach die Mischung.
      Und unfreundliche Menschen? Wir Wiener sind doch die unfreundlichen, ich bin in Berlin jedes Mal aufs neue positiv überrascht, daß man sofort angequatscht wird , sofort gefragt wird ob man Hilfe braucht, wenn man mal etwas verwirrt in der Gegend steht usw

  8. es gibt Gleichgesinnte! ;-) mir geht es immer so, wie Du es oben beschrieben hast: ich tue Kund, dass ich B nicht mag und dann muss ich anfangen meinen Standpunkt zu verteidigen. Bestimmt gibt es in Berlin viele tolle Ecken, die ich nicht kenne. Aber ich bin lieber in anderen Städten unterwegs…vielleicht ist das auch ein Fehler meinerseits? Trotzdem vielen Dank für Dein Foto-Diary! Einen schönen Samstag wünscht Christine von http://www.genussgeeks.de

  9. Ich mag Berlin auch nicht. Irgendwie versprüht die Stadt einfach ein Gefühl, eine Atmosphäre, die mir so gar nicht liegt. Naja, so ist es halt! :-)

    Ganz liebe Grüße,
    Julia

  10. “Meine Punkte: zu riesig, es gibt kein richtiges Zentrum, sehr viele unfreundliche Menschen, wenig hübsche Häuser.”
    Genau so würde ich Dubai beschreiben… ;)

  11. Ich bin auch kein Berlin-Fan. War schon etliche Male dort und natürlich war ich beeindruckt von den Sehenswürdigkeiten, dem Kadewe, der Größe der Stadt und allem drum und dran, aber so richtig klick hats nicht gemacht. Als Tourist komme ich ab und an gerne hin, aber für mich versprüht die Stadt nicht so den Flair, wie es vllt. Paris, Amsterdam oder Hamburg für mich tun. Da fühle ich mich wohler und habe das Gefühl dort eher hinzugehören als nach Berlin.
    Aber um mich herum teilt irgendwie auch niemand diese Meinung…

  12. Du warst scheinbar noch nie in Kreuzberg, Charlottenburg, den schönen Ecken Prenzlauerbergs.. Das ist das wahre Berlin- nicht Ku´Damm (schrecklich dort!), Brandenburger Tor und Friedrichstraße. An diesen Ecken wirst du auch kaum Berliner finden. Dagegen köstlich zu Abend Essen bei Frau Mittenmang, Cocktails im Le Croco Bleu und am nächsten Tag brunchen im Bastard, anschließend ein Spaziergang am Maxbachufer und übers Tempelhofer Feld und nachmittags Kuchen im katies blue cat ;)! DANN kannst du nochmal sagen, dass dir Berlin nicht gefällt.

  13. wer aus Wien kommt ist halt gesegnet ;-)……..!!!! und ich fände es auch gut wenn du eine andere Meinung als die Masse hast- mir gefällt Paris auch nicht- unfreundlich, alles so klein und Stadt der Liebe? Wo bitte- ?- so ist halt jeder anders und hat auch eine andere Meinung- gut so

  14. Mir gefällt Berlin überhaupt nicht!
    Es ist für mich einfach keine schöne Stadt!
    Allerdings fand ich die Leute alle super nett, auch wenn ich den Dialekt mancher Berliner kaum verstanden habe;-)

  15. Wenn ich an Berlin denke, dann denke ich an die Farbe Grau.
    Mag wohl daran liegen, dass ich immer im Winter dort war, mit Schneematsch, Regen und tristem Wetter. Ich will Berlin aber im Sommer irgendwann noch mal eine Chance geben :)

  16. Toll Anna, dass Du trotz Deiner anfänglichen Abneigung Berlin noch eine Chance gibst. Ich habe mir 1980 diese Stadt für mein Leben ausgesucht und es noch keinen Tag bereut. Wenn man etwas an der spröden Oberfläche gekratzt hat, ist es auch nur ein Kaff wie jedes andere.

    Ich möchte etwas zu der Sammlung Boros sagen, weil ich jeden Berlin-Besuch dort hinschleppe. Die Sammlung ist sensationell und die Lokation einmalig. Der Bunker war als Luftschutzbunker für die Bahnarbeiter des nahen Bahnhof Friedrichstrasse erbaut worden, in der DDR wurden dort die Obstimporte gelagert (schön kühl mit den dicken Mauern) und der Volksmund nannte ihn Banenenbunker. Mein Unieingang war in der Reinhardstrasse und zur Mensa trabte ich täglich daran vorbei. Man sieht an den Aussenmauern noch Spuren aus dem II. Weltkrieg – Geschichte zum anfassen. Nach der Wende war es ein Techno Club, stand dann lange leer und jetzt ist es ein Highlight, das man sich keinerwegs entgehen lassen sollte. Zum Glück für die Stadt und ihre Besucher öffnet Christian Boros seinen Bunker für uns und teilt seine Sammlung mit allen.

    Bis bald in Berlin, wo Dir sicher das nächste Mosaiksteinchen gefällt.
    Liebe Grüße

  17. Pingback: Hello! « Mangoblüte | Life & Style Blog

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