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Konsumsucht durch Blogs?

Blog, Fashion, Personal

“Durch Blogs werden die Leser zum Kaufen animiert. Blogger tun nichts anderes, als Geld von ihren Eltern für unnötiges Designerzeug auszugeben. Fashionblogger sind oberflächlich und haben nur Klamotten im Kopf. Blogger kriegen alles gesponsert und machen nichts dafür. Modeblogger interessieren sich nicht dafür, woher ihre Kleidung stammt, Hauptsache, es ist billig.”.

Solche oder ähnliche Aussagen kann man sich von manchen Lesern anhören als Blogger. Natürlich, ein paar Passagen treffen auf den einen oder anderen zu aber man darf nicht alle Blogger über einen Kamm scheren.

© www.mangobluete.com

Beim heurigen Fashion Camp wurde nämlich über das Thema “Konsumsucht” diskutiert, worüber ich mir auch meine Gedanken gemacht habe. Unten findet Ihr das dazugehörige Video von der Session. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr das anschauen würdet und mir Eure Meinung in den Kommentaren kundtun könntet.

Was ist Konsumsucht genau und wo fängt sie an?

-> Süchtig nach Verbrauch von Gütern, Drang Dinge zu kaufen, die man nicht wirklich benötigt.

Demnach bin ich konsumsüchtig, da ich zum Beispiel mehr als eine Handtasche besitze, das neueste iPhone haben will und ich brauche auch kein drittes Paar schwarze Pumps.

Das meint Werner Stangl:

Fünf Prozent aller Erwachsenen sind “stark” und 20 Prozent “deutlich” Kaufsuchtgefährdet. Doch nicht jeder, der Kaussuchtgefährdet ist, gilt gleichzeitig als kaufsüchtig. Die Grenze zwischen einem “normalen” Frustkauf und der Kaufsucht liegt in dem immer wiederkehrenden Drang Dinge zu kaufen, die man nicht wirklich benötigt. Oft landen diese Sachen unausgepackt im überquellenden Schrank, oder kurze Zeit später im Container. Kaufsucht ist unauffällig, weil Kaufen gesellschaftlich akzeptiert ist. Aber als nichtstoffgebundene Sucht, ist sie mit anderen Suchtformen wie Alkohol-, oder Esssucht, durchaus vergleichbar. Heute definieren sich vor allem Jugendliche mehr denn je über das Konsumieren. 80% der Kaufsüchtigen sind Frauen – darunter viele Singles, die besonders Kleidung, Schmuck und Kosmetika “sammeln”.

Für alle Fashionistas ein kleiner Test von der selben Homepage, ob man kaufsüchtig sei:

Bin ich kaufsüchtig?

An der Universität Stuttgart wurde ein kurzer Fragenkatalog entwickelt, der einem bei der Selbsteinschätzuung helfen kann, ob man kaufsüchtig ist oder auch nur dazu tendiert. Beantworten Sie alle Fragen nach eingehender ehrlicher Selbstanalyse mit “ja” oder “nein”:

  1. Wenn ich Geld habe, muss ich es ausgeben.
  2. Wenn ich durch die Innenstadt oder ein Kaufhaus gehe, fühle ich ein starkes Verlangen, etwas zu kaufen.
  3. Oft verspüre ich einen unerklärlichen Drang, einen ganz plötzlichen, dringenden Wunsch, loszugehen und irgendetwas zu kaufen.
  4. Oft habe ich das Gefühl, dass ich etwas Bestimmtes unbedingt haben muss.
  5. Nach dem Kauf frage ich mich oft, ob es wirklich so wichtig war.
  6. Ich kaufe oft etwas, nur weil es billig ist.
  7. Ich habe schon oft etwas gekauft, das ich dann nicht benutzt habe.
  8. Einkaufen ist ein Weg, dem unerfreulichen Alltag zu entkommen und mich zu entspannen.
  9. Ich habe mir schon oft etwas gekauft, was ich mir gar eigentlich gar nicht leisten konnte.
  10. Oft traue ich mich nicht, gekaufte Sachen anderen zu zeigen, weil man mich sonst für unvernünftig halten könnte.
  11. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir etwas gekauft habe.
  12. Ich bin verschwenderisch.
  13. Oft kaufe ich etwas, weil ich einfach Lust zum Kaufen habe.

Wer mehr als vier der Fragen mit “ja” beantwortet hat, sollte das Konsumverhalten überdenken.

Quelle

Ich finde, man ist selber Schuld, wenn man sich durch Blogs zum Kaufen verleiten lässt. Genauso könnte man auch meinen, dass Zeitschriften und TV Werbungen Schuld daran seien, dass manche kaufsüchtig werden. Bei Kindern tragen die Eltern die Verantwortung und sollen einen gesunden Umgang mit Geld beibringen. Sonst wäre es zu einfach zu behaupten, wir Blogger seien Schuld, wenn sich andere verschulden.

Blogs sind Inspirationen, sie sollten animieren, selber Trends zu kreieren (DIY), mit dem eigenen Budget und nach eigenem Können. Mein Blog zeigt die schönen Seiten des Lebens aber er nur ein kleiner Ausschnitt aus meinem Leben.

Natürlich trage ich Verantwortung gegenüber meinen Lesern und versuche einzutrichtern, man solle sich erkundigen, woher die € 10,- Tasche von H&M stammt und dass man nicht so viele billige Hosen zu haben braucht sondern eine klassische, die dann zwar etwas teurer ist, aber auch länger hält und mit der Zeit schöner wird.

Zara, Primark, Mango & Co. bringen so viele neue Sachen heraus, immer neue Kollektionen hängen in den Läden, um den “Hunger” der Shoppingwütigen zu stillen, darunter leiden die Arbeitsbedingungen immer mehr, weil wir immer mehr wollen. Es ist ein Teufelskreis.

Worüber ich mich allerdings wundere: Es wird so oft auf Nachhaltigkeit gepocht, man solle Primark meiden aber sobald man erwähnt, man kaufe bei Louis Vuitton, Hermès, etc. ein, ist man gleich ein böser Schnösel, der nur auf Marken steht. Dabei kann ich persönlich nur bei LV sicher sein, dass meine Sachen fair produziert wurden.

Meine erste Designertasche habe ich mit 18 Jahren bekommen; ich finde, das ist ein gutes Alter, um anzufangen, sich Gedanken um Kleidung zu machen und die eigene Garderobe auszubauen. Trendteile, die nur eine Saison “in” sind, kann man entweder auslassen oder günstiger kaufen, aber in Klassiker sollte man wirklich investieren.

Was mir noch aufgefallen ist: warum wird so sehr betont, man habe sehr hart für seine teuren Schuhe gearbeitet und es ist nicht von den Eltern finanziert worden? Was ist so schlimm daran, wenn Eltern seinen Kindern etwas kaufen? Warum ist das so verpönt? Solange man die Sache schätzt, mit ihr gut umgeht und dankbar für alles ist und vielleicht eine gute Note als “Dankeschön” gilt – was ist so verkehrt daran? Aber dieses Phänomen fällt mir ausschließlich im Deutschsprachigen Raum auf. Ich finde, man sollte sich für seine Einkäufe (Geschenke) nicht rechtfertigen, aber es ist natürlich schöner, wenn man sich selber einen Wunsch erarbeitet und erfüllt hat!

Das Video über Konsumsucht vom Fashion Camp 2012 in Wien:

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Comments 56

  1. Ich muss dir Recht geben, dass dieses Verhalten nur im deutschsprachigen Raum vorkommt mit dem finanzieren der Eltern. In anderen Ländern (und ich bin in Spanien, Italien, Monte-Carlo, Frankreich, Schweiz und Holland groß geworden) habe ich so etwas noch nie erlebt. Ich habe es direkt an den Schulen bemerkt – ich bin seit der 1. Klasse im Ausland auf internationale Schulen geschickt worden, 2006 sind wir nach Deutschland zurückgezogen und natürlich bin ich auch dort auf eine solche Schule gekommen. Der Alltag bestand aus Neid (weil andere mehr hatten), Mobbing (weil andere hübscher waren oder weniger Geld hatten) und Missgunst. Und ich musste mir oft von anderen später bei der Arbeit anhören, dass ich ja ein “Bonzenkind” bin, weil ich einen SLK gefahren bin. Ja, ich stehe auch dazu, dass mein Vater ihn finanziert hat und natürlich ist das kein üblicher Erstwagen, aber ich habe aber nicht gesagt “Hey, ich will einen SLK!” Ich wäre mit jedem Auto zufrieden gewesen, weil ich Dankbar bin für alles was meine Eltern mir ermöglicht haben. Es ist mir egal, wie teuer etwas ist. Und heute bin ich froh, dass ich meinen Lebensunterhalt mit meinem Mann alleine schaffe, wir eine schöne Wohnung haben, ich brauche keinen Luxus um glücklich zu sein und bin auch froh, dass ich von den obigen Fragen nur eine mit JA beantwortet habe (Nummer 7 – auch Fehlkauf genannt ^^) und von meinen Eltern kein Geld benötige. Seitdem ich nach dem IB angefangen habe zu jobben, gehe ich mit Geld auch noch anders um. Es war für mich nie selbstverständlich, aber ich denke bewusster nach ob ich etwas brauche, in was ich mein Geld investiere und was nicht. Jeder hat nun mal andere Prioritäten :-) Ich fand die Diskussion beim Fashion Camp auch total interessant, auch wenn es ein bisschen abgeschweift ist zwischendurch ;-) Aber generell bin ich froh, dass ich im Ausland aufgewachsen bin und das Gefühl “Neid” in dem Sinne nie spüren musste. :)

    Liebe Grüße, Isy

  2. Einkaufen gehe ich auch gerne, aber ich versuche schon darauf zu achten was ich kaufe und dann investiere ich gerne mal etwas mehr, als mir 100 Billigteile von H&M zu kaufen.
    Ich finde dieses Thema immer sehr interessant, da es schon viele Blogs gibt auf denen fast täglich neue Ware präsentiert wird, nur um sie dann nach einigen Wochen wieder zu verkaufen. Das ist für mich viel schlimmer als sich ein oder zwei (oder mehr) Designertaschen zu kaufen, da ich finde, dass man hier bewusster einkauft. Die wenigsten können sich sofort eine Chanel oder Louis Vuitton Tasche leisten und müssen erst darauf sparen. Dadurch gewinnt man (zumindest ist es bei mir so) einen ganz anderen Bezug zu dem Artikel, den man sich dann nach Monaten auch kaufen kann. Auch macht man sich mehr Gedanken über das Geld als wenn man es in täglichen Zara und H&M-Einkaufen verprasst.

    Allerdings ist es in ländlichen Gegenden schon eher ein Problem was den Neid betrifft, zumindest aus meiner Erfahrung. Hier wird schon getuschelt, wenn man eine Jacke von Bench oder Schuhe von Adidas oder Nike hat. Es kommt dann aber auch immer aufs familiäre Umfeld an.

    Dennoch bin ich nun soweit, dass ich mir ab und zu Klassiker und Lieblingsteile von teuren Marken kaufe als mein ganzes Geld an die Modeketten zu verschwenden, da meine Lieblingsteile die ich dort gekauft habe nicht lange überlebt haben.

    1. Zur deutschen Neidgesellschaft: Ich bin als adoptiertes Einzelkind aufgewachsen. Meine Eltern haben mich und meine Interessen immer unterstützt. Oft musste ich mir aber Sprüche wie “verwöhntes Einzelkind” etc. anhören, dabei war und bin ich für alles dankbar und verlange es auch nicht. Meine Eltern unterstützen mich beim Studium, zahlen meine Wohnung und geben Geld für Essen dazu. Sie wollen, dass ich mein Studium so unbeschwert und effektiv wie möglich nutzen kann und nicht ettliche Semester dranhängen muss, weil ich zig Nebenjobs habe, um das Ganze zu finanzieren. Sie können mich unterstützen, also machen sie es. Bafög bekomme ich nicht. Ich arbeite nebenbei auf 400€ Basis, lebe allerdings nicht im Luxus, sondern habe ein festes Budget, und wenn das alle ist, dann ist es weg. So einfach. Trotzdem gibt es Neider. Gerade auf meinem Heimat-Dorf. Ich habe z.B. mit 18 einen Kleinwagen geschenkt bekommen, und schon gingen die Lästerreien los. Ich bin die Einzige aus dem Dorf, die es an eine Universität geschafft hat und nicht dort festhängt und mit Anfang 20 das zweite, dritte Kind bekommt. Schnell heißt es “Die hält sich für was Besseres!” Ich weiß nicht, voher diese Missgunst-Neid-Gesellschaft kommt. In Amerika habe ich das anders erlebt. Da ist man stolz auf das, was man geschafft hat und gönnt sich auch gegenseitig, freut sich mit dem anderen. Das ist wesentlich angenehmer. Klar bin ich manchmal neidisch, aber im positiven Sinne. Ich gönne anderen ihren Lebensstil, auch wenn er völlig konträr zu meinem ist, Menschen sind unterschiedlich und Vielfalt ist toll.

  3. Ich würde Blogs nicht so stark bewerten, wenn es um den Einfluss auf Kaufverhalten geht, weil sie zu sehr “top down” funktionieren – oben schreibt der/die und unten geben die LeserInnen ihren Kommentar dazu ab.

    Wesentlich verführerischer zum Konsum schätze ich Foren wie “The Purse Forum” ein, wo eine Dynamik unter den Usern entsteht, die kein Blog je erreicht.

    Zum Thema Kaufsucht: ich würder Kaufsucht durch Konsumsucht ersetzen. Um Konsumsüchtig zu sein muss man nicht Dinge kaufen. Voraussetzung dazu ist dass man selber nichts aus sich heraus schafft und die innere Leere und vor allem Zeit mit Konsum stopft. Konsumsucht kann auch mit Besuchen von Events, Museen oder dem iPhone.display whatever befriedigt werden, man muss dann einfach Konsumieren. Kann mit sich selbst wenig anfangen. Wenn man mal innehalten würde würde man von der vermeintlichen eigenen Belanglosigkeit eingeholt werden. Ist nahe dran am ADS. iPhone-Sucht etc. Konsumsüchtige Menschen können für Freunde ermüdend sein, weil sie nie zur Ruhe kommen können.

    Die Kaufsucht, auf die du anspielst und zitierst, betrifft andere Bevölkerungsgruppen – jene, die nicht unbedingt Lifestyleblogs lesen.
    Hier gibt es einen interessanten Artikel dazu:
    http://www.zeit.de/2012/40/Kaufsucht-Konsumverhalten-Oesterreich

    Und verrätst du uns, was bei dir beim Test rausgekommen ist?
    Was bei mir rausgekommen ist, kannst du dir vermutlich denken. ;-)

  4. Liebe Anna, du hast vollkommen Recht: Auch mir ist es schon aufgefallen, dass man sich nicht nur für Geschenke, aber auch für einen guten Lebensstandard (und dazu gehören für mich nun mal auch Bekleidung/Schuhe/Taschen) oft rechtfertigen muss. Fragen wie: “Warum malst du dir die rote Farbe nicht einfach selbst auf die Sohle? Merkt doch eh keiner!” oder Kommentare wie: “Was ist jetzt an dieser Prada-Tasche so viel besser als an einer Tasche von Zara?” muss man sich schon ab und an anhören. Und dann ist man schon ganz schnell auch wieder beim Thema “Nachhaltigkeit”, auf das ich an dieser Stelle nicht näher eingehen will…

    Ich finde jedenfalls nicht, dass Blogger irgendjemanden in die Konsumsucht treiben. Letztendlich ist jeder selbst dafür verantwortlich, wie er mit seinem Geld umgeht und wieviel er jeden Monat in Mode “investiert”. Natürlich habe ich mir auch schon etwas gekauft, das ich in einem Blog gesehen habe, aber ich habe es mir nur gekauft weil es mir richtig gut gefallen hat und ich es vorher entweder nicht kannte oder nicht wußte, wie es getragen aussieht (denn Blogger-Fotos sind meist sehr viel besser als Bilder aus Online-Shops). Man könnte eher die Medien dafür verantwortlich machen, wenn jemand tatsächlich kaufsüchtig wird, denn schließlich trichtern diese einem tagtäglich in Form von Werbespots, Banner- oder Printwerbung ein, doch unbedingt und ganz schnell das Allerneueste zu kaufen…
    Mein Modekonsum hat sich durch das Lesen von Blogs jedenfalls nicht verändert, sondern vielmehr dadurch, dass ich jetzt nur noch in gute, zeitlose Stücke investiere und mir lieber weniger, aber dafür hochwertigere Sachen kaufe (und wir wären wieder beim Thema “Nachhaltgkeit”)…

    LG

    http://www.shoplemonde.de

  5. sehr interessantes Thema und ja auch immer wieder heiß diskutiert! sehe es im Ganzen ähnlich! Jedoch ist z.B. eine teurere Jeans nicht gleich eine bessere – beispielsweise sind bei einer Hilfiger Jeans oder auch Boss Orange Jeans die Materialien an sich vielleicht hochwertiger, aber produziert wird diese unter genauso schlechten Umständen wie ne Jeans von H&M und KIK! ähnliches Bild bei DKNY und noch einigen anderen! Also auch bei den vermeintlich besseren beachten, ob es wirklich besser ist ;)

    P.S: die Fashion-Camp-Diskussion scheint recht interessant, leider ist die Moderatorin mehr als fehl am Platz

  6. An sich gebe ich dir Recht, aber leider werden auch oft sehr teure Klamotten unter schlimmen Bedingungen produziert.

  7. Hey Anna, wirklich spannendes Thema!!

    Ich gebe Dir total recht im Bezug auf den Punkt mit der Nachhaltigkeit. Ich persönlich kaufe auch nicht “wahllos” (Billig-)Klamotten ein, um sie nach einer Saison wegzuschmeißen, sondern wähle i.d.R. Stücke aus, die eine gute Qualität haben, zeitlos sind und die ich sehr lange in meiner Garderobe habe! Ich befürchte allerdings, dass auch unter der ein oder anderen Luxusmarke schwarze Schafe sind (ich rede hier nicht nur von der Produktion, sondern auch vom Material).

    In Bezug auf Konsumsucht durch Blogs: Ich persönlich schaue gerne in Blogs rein, um mich inspirieren zu lassen und um zu schauen, was sich gerade in der (realen) Welt tut (damit meine ich nicht die Modemagazine etc.). Aber ich bin bisher nicht dazu verleitet worden, wahllos irgendeinen Krams zu kaufen.

    Zum Thema “Rechtfertigung des Wohlstands”: Ich finde es auch nicht verwerflich, wenn man von seinen Eltern verwöhnt wird und mal das ein oder andere hochpreisige Geschenk bekommt. Ich persönlich verliere nur ein wenig die Achtung vor Leute, die im gleichen Alter sind wie ich und sich (immernoch) komplett von den Eltern durchfinanzieren lassen (kenne da so einige Beispiele von Personen aus meinem persönlichen Umfeld, die aus reichem Hause kommen und immernoch studieren, im 20. Semester, und sich nicht sonderlich beeilen, irgendwann man eigenes Geld zu verdienen. Sich ein “normales” Studium finanzieren zu lassen ist natürlich was anderes. Da kann jeder froh sein, der Unterstützung bekommt). Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern, wie gesagt, mit weniger Achtung als vor anderen.
    Ich arbeite seit vielen Jahren in meinem Job und habe mir alles mit harter Arbeit aufgebaut. All meinen Luxus habe ich selbst erarbeitet und das macht mich zufrieden.

    Aber letztendlich bin ich der Meindung, dass man jeden leben lassen sollte wie er meint und mag. Vor allem maße ich mir nicht an, über Leute zu urteilen, die ich nicht persönlich kenne und deren Hintergrund ich nicht kenne.

    Liebe Grüße und ich bin gespannt auf die weitere Diskussion! ;-)
    Anna

    http://stil-box.blogspot.de

  8. Liebe Anna! Ich lese deinen Blog zwar sehr gerne und um ehrlich zu sein auch fast täglich, jedoch muss ich zu diesem Thema auch mal meinen Senf geben: man kann auch konsumsüchtig sein, wenn man ich höherpreisiger “Luxusgüter” investiert. Meiner Meinung nach artet dein Kaufverhalten auch teilweise schon stark aus. Es ist sicherlich nicht normal sich andauernd im Urlaub tonnenweise Zeugs zu kaufen -> wie beispielsweise irgendeine Kollektion einer make up Linie. Ebenso sind die Unmengen an louboutins such nicht wirklich nötig, oder? Und ja ich bin neidisch darauf, dass du so oft auf Urlaub fährst, aber zugegebenermassen ist das echt schon nicht normal. Ich wollte dich hiermit nur darauf hinweisen, dass dein Konsumverhalten auch nicht ganz gesund ist! LG Claudia

    1. Liebe Claudia, ich habe keinen Satz in diesem Blogpost gelesen, der für mich danach klang, dass dein Kommentar hier nötig wäre. Anna scheint sich durchaus darüber im Klaren zu sein, dass ihr Konsumverhalten ausgeprägt ist (vielleicht auch ausgeprägter als bei manch anderem). Niemand braucht zig verschiedene High Heels und auch das sagt sie von sich aus. ;) Ich mag jedenfalls Kommentare dieser Form nicht, die ohne wirkliches Verständnis für den Blogpost verfasst werden. :/ Jetzt noch meine Meinung zu diesem Post: ich finde es super, dass du mal wieder einen kritischen Blogpost verfasst hast, Anna. Das Thema ist mir in letzter Zeit auch viel durch den Kopf gegeistert. Grade wenn man auf Blogs von jungen Mädchen (und mit jung meine ich 13-17) stößt und diese bereits mehr Schminke und Kleidung im Schrank haben als man selbst. Seltsame Sache ist das. Nunja, liebe Grüße :)

    2. Na, wenigstens steht Claudia zu ihrem Neid. Dazu gehört Mut :-)

      Neid an sich ja auch erstmal nicht schlimm. Es bedeutet ja nur, dass man sich etwas wünscht, nach etwas strebt, was andere schon haben.
      Erst die Missgunst ist schlimm und hässlich.

      LG*

  9. Finde ich ein sehr interessantes Thema, vor allem weil ich selbst ein wenig betroffen war bzw. eine Freundin habe, die kaufsüchtig ist. Ich glaub es ist wichtig die Kaufsucht als Krankheit nicht abzutun als “bin ich kaufsüchtig nur weil ich nicht nur 1 paar schwarze Pumps habe sondern 3” – das ist für mich keine Kaufsucht. Bei meiner Freundin ist die Sucht mit einer Depression einhergegangen, sie ist zum Schluss daheim gesessen & hat den ganzen Tag damit verbracht, das Internet nach neuen Sachen zu durchstöbern – und natürlich in Massen zu bestellen. Dass sie sich dadurch immer mehr verschuldet hat, war ihr egal – es hatte kurzzeitig ja keine Auswirkung & im Gegenteil. sie wurde ja durch die vielen schönen neuen Sachen sogar “belohnt”.

    Zum Thema “warum ist es so schlimm wenn Eltern ihren Kindern vieles finanzieren” kann ich nur auch von mir selbst erzählen – meine Eltern haben mir jetzt nicht gerade einen SLK oder eine LV finanziert, aber ansonsten einen tollen Lebensstil geboten. Irgendwann wenn man dann zu studieren anfängt und nur 400€ im Monat zur Verfügung hat, will man aber seinen Lebensstil trotzdem nicht aufgeben – und fängt an sich zu verschulden – und das sehe ich als Problem; wenn Kindern ein luxuriöser Lebensstil vorgelebt wird oder mitgegeben wird, den sie sich dann aber selbst nicht mehr finanzieren können.

  10. Liebe Anna,
    ich glaube auch nicht dass es die Blogs sind die einen an Kaufsucht “erkranken” lassen, sondern das momentane gesellschaftliche Umfeld das immer wieder nach Neuem schreit. Egal ob es jetzt um Mode, Autos, Einrichtung oder elektronische Geräte geht. Die Qualität bleibt da schon oftmals auf der Strecke. Es geht ja im Grunde nicht um den direkten Kampf zwischen den Billigmarken und High End Marken sondern um die Kurzlebigkeit und das fehlen von handwerklicher Qualität die hinter der schon sehr ausgeprägten Geiz-ist-Geil-Mentalität und der Sucht nach dem Neuesten steht. Und wenn einem nie vorgelebt wurde dass man nicht das neueste Teil braucht sondern eines das einem über längere Zeit gefällt und auch die “Härte” hat dazu zu stehen kann es leicht dazu kommen dass man anfängt den Trends hinterherzulaufen. Es muss ja nicht gleich eine LV-Tasche sein wenn man sich seine Basiskleiderausstattung beginnt aufzubauen, eine gute Echtlederhandtasche macht im Vergleich zu H&M & Co. Taschen auch schon einen großen Unterschied was Aussehen, Verarbeitung und Haltbarkeit betrifft, das gleiche gilt auch für Schuhe, nur gibts die halt nicht um 20 Euro :)
    Liebe Grüße, Birgit

  11. Sehr interessantes Thema. Ich sehe es sehr ähnlich wie du, Anna: ich finde es schade, dass Blogger so verurteilt werden und dafür verantwortlich gemacht werden, wenn die LeserInnen sich gezeigte Aritkel ebenfalls kaufen. Denn schließlich sind, so wie du sagst, Werbung und Magazine mindestens genau so daran “schuld”. Jeder Leser muss selbst wissen was er wirklich “benötigt” und was nicht. ich selbst lese auch gerne in vielen Blog und ab und zu sehe ich Dinge wie Accessoires etc. die ich dann unter Umständen auch kaufe.

    http://www.violetfleur.com

  12. hallo anna, es ist wirklich lächerlich, dass wir heutzutage in einem modernen land uns für unser besitz, unser kaufverhalten und wie wir damit umgehn und dazu gekommen sind, uns rechtfertigen müssen. das uns manche menschen wie z.b. claudia mit ihrer besserwisserei erzählen wollen was gesund für uns ist.
    das ist doch nicht normal!! es ist im grunde genommen egal ob das geld von einem selbst erarbeitet wurde oder von den eltern stammt, jede frau geht gerne shoppen, und die punkte über kaufsucht betreffen jede normale frau. aber anscheinend gibt es ein paar damen die ach so perfekt in ihrer eigenen logik sind dass sie gar nichts im leben machen und denken dass sie gesund leben. dann will ich lieber krank sein als wie eine nonne zu leben. ich arbeite 10 stunden 6 mal die woche, gehe kaum aus, rauche und trinke nicht. aber dafür gehe ich gerne shoppen und lasse mir nicht einreden was gut für mich ist, dass weiß ich selbst am besten und sehe es an meiner kleiderschrank…und soll mich dafür noch rechtfertigen!

  13. Hi Anna, ui das ist wieder mal ein Blogpost der polarisieren wird =) Also zuerst mal zum Video: Ich finds teilweise ganz merkwürdig. Die Atmosphäre die da herrscht hat mich beim schauen sehr irritiert und auch die Moderatorin fand ich etwas seltsam, aber vielleicht liegt das an der Nervosität oder was weiss ich was.. Zum Thema Kleidereinkauf bei H&M und Co oder LV.. Klar sind die Arbeitsbedingungen bei billigen Klamotten unterirdisch. Aber hast du dich auch mal in die Lage versetzt von ärmeren Leuten? Da gibt es welche, die müssten Jahre sparen für eine Hose oder irgendwas von LV. Es ist ja schön, dass du dir das leisten kannst, Klamotten zu kaufen die nachhaltig hergestellt werden und die qualitativ in Ordnung sind. Aber ich glaube das ganze Problem liegt wo anders: Nachhaltig produzierte Klamotten, welche unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden, sollten nicht so viel kosten. Sowas sollte selbstverständlich sein und der ganzen Welt zugänglich sein.
    Zum Thema Geschenke der Eltern; Ich finde Geschenke von Eltern okay. Wenn sie in einem normalen Rahmen sind oder mal eine Belohnung dastehen. Aber wenn einem permanent Geld in den Arsch geblasen wird, dann finde ich das bedenklich und habe schon so einige Beispiele erlebt, bei welchen die Kinder dann einfach keinen normalen Bezug mehr zum Geld hatten. Daher wäre ich immer vorsichtig mit sowas. Und zudem ist es doch für das eigene Selbstwertgefühl toll, wenn man sich etwas leisten kann, was man sich selber erarbeitet hat und es nicht einfach finanziert wird..
    lg naalita

  14. dein taschen/schuhschrank ist offen richtig? mich persönlich würde es sehr interessieren wie oft du putzen musst oder lässt das es nicht staubig wird,- ich habe einen 3 meter pax mit milchglastüren und allein von jeden tag öffnen kommen bei mir staubflankerl rein,- …..

    @geld,-
    ich sehe das eigentlich ganz einfach, wenn geld hier ist warum soll ich meine kinder nicht finanziell unterstützen?.. ich würde es genauso machen- und wenn monatlich etwas überbleibt stecke ich meinen enkerl auch geld in die börse und sie freuen sich- wenn dafür hart gearbeitet wird, wissen die kinder ja selbst das es etwas besonderes ist….- jeder der es nicht so sieht ist meiner meinung nach neidig- denn eltern welche finanziell gut dastehen und ihre kinder nicht finanziell unterstützen finde ich eigenartig. wenn es das geld so und so nicht zulässt ist es was anderes …
    mein erstes auto habe ich damals auch von meinen eltern geschenkt bekommen, das haben damals auch einige nicht verstanden,- aber meine eltern haben sich gefreut und ich mich auch. was soll daran “schlecht” sein- ich habe dennoch ein normales verhältnis zu geld und verdiene mein eigenes geld selbst…

  15. die dame welche die fragen an die runde stellt wirkt extrem unsicher, als wäre sie nicht vorbereitet,…

    und zum thema blogs animieren die menschen mehr zu kaufen…
    das entscheidet schon jeder selbst,- ich finde das eine hat mit dem anderen nichts zu tun- ich sehe mir hier sehr gerne annas bilder an,- viele ist aber überhaupt nicht mein stil und würde auch zu mir nicht passen- dennoch lasse ich mich gerne inspirieren und nehme mir das eine oder das andere raus …

  16. Pingback: Diskussion: Konsumsucht durch Blogs | chic & schlau

  17. Liebe Anna,
    Ich bin ebenfalls deiner Meinung, dass man lieber in zeitlose, hochqualitative Klassiker investieren sollte, jedoch ist mein Geldbörsel da anderer Meinung. Meine Familie ist zwar nicht gerade arm, aber ein schöner Cashmerepulli oder eine Jeans unter der man im Winter keine dicke Strumpfhose anziehen muss, um nicht zu frieren, kosten leider. Natürlich ist da das Argument: Dafür hält es länger, aber man kann eben leichter jedes halbe jahr eine 30€ Hose kaufen, als einmal eine 300€ Hose, aber ich werde daran arbeiten (im wahrsten Sinne des Wortes =)).
    Was das beschenken angeht: Wäre ich eine Mutter und hätte das nötige Kleingeld, würde ich mein Kind auch verwöhnen. Wer würde das denn bitte nicht? Meine Mutter war ab meiner Pubertät alleinerziehend und musste an allen Ecken sparen und hat es trotzdem immer geschafft, mir das zu Anlässen zu schenken, was ich mir gewünscht habe. Für mich ist es nur wichtig, dass man seinem Kind trotzdem Selbstständigkeit und Selbstverantwortung beibringt. Ansonsten kann das Kind im Erwachsenenalter nicht mit Geld umgehen, hat sehr naive Gehaltsvorstellungen und geht irgendwann pleite und muss sich dann von Mami und Papi aushalten lassen.
    Liebe Grüße,
    Charli
    P.S. Toller Blogpost =)

  18. Ich kann mir schon vorstellen, dass Blogs gerade bei Teenagern Konsumsucht fördern.
    Allerdings muss ich dich leider enttäuschen:
    Auch wenn man sein Geld selbst verdient und sich teure Dinge kauft, bleiben nervige Kommentare nicht aus.
    Das liegt einfach daran, dass es gefühlt unendlich viele Menschen gibt, die einem gerne vorschreiben wollen, wie man mit Geld umzugehen hat. Nämlich so wie sie selbst, weil das ja das einzig Korrekte ist. ;)
    Das muss also nicht einmal Neid sein.
    Einfach aufdringliche Besserwisserei.

    Schade ist, dass auch teure Artikel nicht immer ethische Korrektheit bedeuten.
    Für mich ist ein großes Problem dieser Gesellschaft übrigens schlicht die absolute Akzeptanz von Eitelkeit.
    Es soll sich niemand gehen lassen oder absichtlich hässlich aussehen,
    aber wenn wir mal von diesen ganzen Oberflächlichkeiten fort kämen,
    würden wohl mehr Menschen Öko-Mode tragen (die sich im Übrigen schon etwas gemacht hat und bei Basics sieht man den Hersteller sowieso nicht).
    Es wäre allgemein einfach nicht so wichtig, wie Menschen aussehen und was sie haben.
    Und da kann sich nun jeder selbst an die Nase packen, egal ob arm oder reich.
    Dass die inneren Werte zählen, sollte halt nicht nur eine moralische Floskel sein, sondern Wahrheit werden.

    Und ja:
    Arme Menschen sind auf Kik usw. sogar angewiesen.
    Wenn man im Monat 10 Euro übrig hat für Kleidung,
    wie soll man dann bitte nachhaltig einkaufen?
    Das macht 120 Euro im Jahr.
    Davon kann man sich nicht einmal einen “guten” Mantel kaufen, aus reiner Wolle.
    Soll also so jemand 6 Jahre (!!) nichts kaufen, damit der Woolrich Parka dann drin ist?
    In den 6 Jahren ist vermutlich seine ganze Garderobe schon hinüber, also wird er nachkaufen müssen.
    Wie soll man sich das vorstellen?
    Ich finde es immer einfach zum Sparen aufzufordern, wenn viel Geld dazu da ist.
    Aber man sollte nicht die Augen davor verschließen, dass die Mehrheit der Menschen nicht über besonders viel Geld verfügt.
    Viele sogar arm sind.
    Und da hilft es auch nicht, wenn man seine Klamotten in Designer-Secondhand-Shops bringt. ;)
    Weil auch das können die sich nicht leisten.

  19. geld ist so eine sache.
    ich denke das problem ist einfach, dass die meisten menschen die geld in großen mengen haben, nicht wirklich etwas damit anzufangen wissen. wenn jemand so viel geld hat dass man ohne mit der wimper zu zucken tausende von euros ausgeben kann… dann heißt es ja nicht dass derjenige kaufsüchtig ist. was mich wirklich nervt an der ganzen sache sind immer diese rechtfertigungen von wegen “teure dinge haben eine bessere qualität, werden unter besseren bedingungen hergestellt…” usw. das ist alles bullshit! ich bin seit jahren in der modebranche tätig, war schon bei den ‘tollsten’ labels, und wirklich… es ist überall dasselbe. weder die qualität eines balmain shirts noch die j.brand jeans sind qualitativ besser als diejenigen von zara und co. wo man es wirklich merkt, sind schuhe. schon alleine schuhe von hilfiger, pretty ballerinas (und das ist nicht das obere preissegment) sind angenehm zu tragen. natürlich wird es besser je höher man geht.
    mich ärgert es dass viele menschen mit viel geld glauben sie können sich stil erkaufen. nein, das geht nicht! entweder man hat es oder man hat es nicht. es ist ein zusammenspiel von farben, formen und man muss auch wissen was zu einem passt. da sehe ich bei dir auch ein problem. du kaufst sehr wahllos ein.. ich kann bei dir keinen stil erkennen. hauptsache es ist teuer oder angesagt, oder es steht ein toller name darauf. rechtfertigt man den kauf einer hermes handtasche damit, dass ja jeder arbeitsgang ausschließlich von hand gearbeitet wurde… dass es unter guten arbeitsbedingungen entstanden ist?! ich sehe darin jedenfalls keinen sinn, es ist übertrieben (!!!) wenn man zigtausende euros für eine einzige handtasche ausgibt! und aus mir spricht kein neid, keine missgunst. es ist einfach die frage ob man es braucht? ja anscheinend schon, als statussymbol. es ist lächerlich!

  20. Liebe Anna, du schreibst “Dabei kann ich persönlich nur bei LV sicher sein, dass meine Sachen fair produziert wurden.” Mich persönlich würde interessieren, inwiefern du dir über das sicher sein kannst. Ich habe ein Praktikum in diesem Bereich gemacht und dabei gelernt, wie schwierig es ist, z.B. ein fair gehandeltes Baumwollshirt herzustellen, da das Produkt vorher durch zig Hände geht. Ich kenne bisher nur fair gehandelte Kleidungsmarken wie z.B. Armed Angels oder Wertvoll …

  21. Ich hatte selbst für ca. 1,5 Jahre einen Modeblog und habe u.a. auch aus dem Grund aufgehört. Ich habe bemerkt, dass sich mein Freizeitleben fast nur noch um das nächste Outfit des Tages gedreht hat und ich meinen Lesern ständig Neues bieten wollte. Ich bin mindestens einmal pro Woche durch die Einkaufsstraßen hier getingelt. Das hat Unmengen an Zeit und Geld gekostet. Als ich beschlossen hatte, den Blog sein zu lassen, habe ich auch ein Gefühl der Erleichterung gespürt. Man bekommt schon den Druck mit, seinen Lesern immer Neues bieten zu müssen. Habe ich zumindest so erlebt. Ich habe viele Sachen gekauft, die ich nur für einen Outfitpost getragen habe und dann nie wieder. Schrecklich, wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke.

    1. Saskia, ich finde es bemerkenswert, dass du dies als ehemalige Modebloggerin so offen zugibst. Ich habe mittlerweile bei vielen Blogs den Eindruck, dass eine gewisse persönlichere Ebene im Blog zu Gunsten neuer, toller Outfitposts verloren geht-einfach in der Hoffnung, irgendwann als Bloggerin entdeckt zu werden. Das Bloggen hatte da vor einigen Jahren in der Mehrheit noch einen anderen Anspruch, glaube ich. (So, wie sich auch die Kategorie ‘streetstyle’ mit den Jahren leider hin zum Posing gewandelt hat.) Darüber hinaus vermute ich, dass sich viele Blogger nicht richtig ehrlich damit beschäftigen, wie sehr sie sich doch von dem Drang, das Tollste, Neuste posten ‘zu müssen’ abhängig machen. Gut finde ich, dass sich mittlerweile die großen Blogs wie LesMads und ThisIsJaneWayne öfter mit dem Thema ‘ausartender Konsum’ beschäftigen denn diese Blogs erreichen verhältnismäßig viele Leute. Alles in Allem finde ich die Behandlung des Themas beim Fashion Camp deshalb auch interessant, nur viel zu oberflächlich/unkritisch moderiert und besprochen; schade!

  22. Liebe Anna,
    Ich habe hier, wie bei fast jedem deiner Posts seit Jshren, sehr interessiert gelesen. Leider kann kich aus Zeitgründen nur kurz schreiben und hoffe, dass ich alles Wichtige reinschreibe… :-)
    Konsumsucht ist in meinen augen wirklich eine der großen Sachen in der weslticheGesellschaft – einerseits akzeptiert, anderseits angeklagt. Schon immer gab es Leute mit und ohne Geld. Diese High-End-Marken sind meiner erfahrung nach hauptsächlich anders (Stil, Materialen, Image etc.) als die anderen. Besser? Ich denke nicht unbedingt.

    Ich selber bin durch äußere (na ja innere von meinem Portemonnaie gesehen) Umstände aus der Konsumschleife gefallen und hab in den langen Jahren viel beobachtet und festgestellt. Dass man auch viele Jahre ohne groß was zu kaufen oder praktisch nichts kaufen auskommen kann (damit meine ich den Klamotten.Kosmetik-Schmuck-etc-Kreis)

    Ich habe mir Kleider selber genäht, nach eigenen Schnitten, immer aus den “Resten”, die es in den Kaufhäusern gibt und es war eine richtigeHerausforderung, es zu schaffen… zu wenig Stoff? Dann weerden die ärmel ein wenig kürzer. kosmetik selber gemacht, alles sowas.

    Was ich beobachtet habe ist, dass viele gerade junge Leute so iKonsum aufgewachsen sind, dass sie nur ans Kaufen denken und sonst recht leer in einigen Ecken sind… und oft trotzdem nicht blöde oder so…

    Ich finde es gut, dass du so darüber nachdenkst. Du hast Geld und es ist gut, nicht nur drauf zu sitzen. Dir gefällt eben dieses high-end, ich finde vieles nicht nach meinem Geschmack und würde es nicht mal kaufen, wenn ich das Geld habe. seitdem es hier in Berlin nun Primark gibt, freue ich mich, dass ich mal wieder was kaufen kann. anderes ist zurZeit nicht drin bei mir und die Kleidung wird nicht nach einigen Monaten durch neues ersetzt, denk ich mal, die Sachen sind erstaunlich gut für den Preis, besser als einige die mehr kosten.

    Ach ja – was ich festgestellt habe, gerade hier in Deutschland – viele Leute können keine qualität erkennen und kaufen deshalb wohl Marken…

    Jetzt hab ich aber schon zu viel geschrieben, zeitmäßig, noch so viel zu sagen.

    Liebe Grüße!

  23. Konsumsucht – das bedeutet für mich immer auch Sucht nach Anerkennung, den 1) wow – ich kann mir schon wieder was Neues leisten (mit meinem Geld oder dem von anderen) udn 2) wow- meine Freunde erkennen, dass ich schon wieder was Neues habe und sprechen mich darauf an.
    Das Problem wird immer daran festgemacht, dass konsumsüchtige Menschen wahllos Billigzeugs kaufen. Das stimmt aber nicht, für mich ist es völlig egal, ob es billige Sachen oder high-end Produkte sind (das kommt ja nur auf den Inhalt der Geldbörse an) – im Endeffekt sollte man sich bei jedem Teil überlegen, brauche ich es, würde ich es auch kaufen, wenn es nicht nur 5 € kosten würde, wenn nicht dieser Namen draufstehen würde, etc. Durch Marken fühlen sich viele Menschen extrem aufgewertet (mangelndes Selbstwertgefühl???), aber das ist eine andere Sache.
    Ein weiteres Problem ist die Qualität von den Sachen: ein no name T-Shirt ist nicht automatisch von schlechterer Qualiät als ein Markenshirt, Es wurde eventuell sogar am gleichen Ort produziert….leider haben die meisten überhaupt keine Ahnung, wie man gute Qualität erkennen kann, wie man gute Schnitte erkennen kann etc. und verlassen sich hierbei auf den Preis.
    Wird Kaufsucht durch Blogs gefördert? Naja, ich würd mal sagen, die Begehrlichkeit wird extrem geschürt: wenn man täglich neue Einkäufe und Outfits auf den Blogs sieht, dann fragt man sich schon, warum man selbst nicht die Möglichkeiten hat…ohne vielleicht zu reflektieren, dass einige Bloggerinnen bereits sehr viel von Firmen gesponsert bekommen bzw, durch Werbung auf ihren Blogs verdienen (sei es Geld oder Warengutscheine)
    Sich jeden Tag mit neuen Einkäufen und Outfits in der Öffentlichkeit zu präsentieren finde ich auch ein wenig arm. Leider sieht man auf den meisten Blogs dann ohnehin nur 08/15 Outfits aus 08/15 Läden, Was mir bei all dieser Konsumfreudigkeit fehlt, das ist einfach eigene Kreativität und unterschiedliche Stile. Die sogenannten Bloggerteile, die man auf allen Blögs sehen kann, die öden mich einfach nur an.
    Und so denke ich, dass noch so viel gekauft werden kann, wenn grundsätzlich nichts mehr Neues dabei ist als Inspiration, dann werden die Blogs auch in dieser Form nicht mehr lange überlegen.

    1. ITA! Und auch wenn mein eigener Text eh schon lang genug ist ;-), möcht ich hierzu noch anmerken, dass mir persönlich gerade dieser Punkt mit dem “will/brauch ich es wirklich” extrem wichtig geworden ist. U.A. um nicht wahllos drauflos zu shoppen, hab ich mir schon vor ca. sechs Jahren eine Liste von (teureren) Stücken geschrieben – die hat sich aber im Lauf der Zeit ziemlich verändert und somit bin ich sogar froh, dass ich mir nicht immer alles gleich geleistet habe und es gibt bei aller Überlegung immer noch genug Stücke, die ich mir besser erspart hätte. ;-)

    2. Liebe Elise,

      Deiner Meinung zu den sog. “Bloggerteilen” stimme ich 100% zu.

      Aber das ist, sind wir mal ehrlich, kein neues “Blog-Phänomen”, sondern gabs schon immer.

      Wer erinnert sich nicht an irgendwelche besonderen Taschen/ Stifte/Mäppchen/ etc. die die “Coolen” auf der Schule besaßen und alle anderen haben wollten, weil sie dachten, so auch “cool” zu sein.

      LG*

  24. Ich möchte hauptsächlich etwas zu den erwähnten Vorwürfen am Beginn und der Rechtfertigung am Ende sagen. Die zwei Punkte beantworten sich meiner Meinung nach, oder anders gesagt: Der Grund, warum sich doch immer wieder einige (inkl. meiner einer) bzgl. harter Arbeit für teure Stücke rechtfertigen ist genau der – um solchen “Vorwürfen” gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen und diese Vorurteile abzublocken. Was die Leute ja generell nicht sehen ist, dass man viell. einfach Prioritäten setzt. Nicht jeder kann/will sich Luxus in jedem Bereich des Lebens gönnen – und wie Vicky im Video auch sehr treffend erwähnt: Es bleibt einem schon als junges Mädchen selbst überlassen, ob man sein Geld ins Weggehen oder in Kleidung investiert. Du kennst meine Meinung, dass niemand was dafür kann, in welches Umfeld er geboren wird. Und auch wenn es manche als “unfair” empfinden, gilt das auch für reiche Kinder! Somit: wenn das Geld da ist und die Eltern einen gewissen Lebensstil unterstützen wollen, dann ist das deren Problem und man sollte da auch kein schlechtes Gewissen haben. Hauptsache man schätzt es und nimmt es nicht für selbstverständlich. Ich war selber ein (relativ) verwöhntes Einzelkind – und mein heutiger Standpunkt ist der, dass ich zwar schon stolz darauf bin mir das Meiste selbst erarbeitet zu haben, mich aber auch sehr freue, wenn ich Mal ein teureres Geschenk bekomme. :-) Zum Thema Konsum selber: Ich reflektiere mein eigenes Verhalten diesbzgl. immer wieder und habe festgestellt, dass es im Lauf der Jahre schwankt: Einmal denke ich mir, dass ich von allem genug hab und dann “fehlt” doch wieder das eine oder andere Stück. Und natürlich wird das von div. Medien “angeregt”. Aber deshalb ist natürlich keiner für mein Kaufverhalten verantwortlich. Ich finde auch, dass was Marken angeht, jeder selber entscheiden muss, welche er von der Preis/Leistung für gut hält. Ökologisch gesehen kann man sich auch bei den teuren nie ganz sicher sein. Aber dass man, wenn irgend möglich, zumindest in gewissem Ausmaß auf Nachhaltigkeit schauen sollte und auch mal Verzicht übt, versteht sich von selbst. Allerdings: Wenn man schon ewig auf der Suche nach einem bestimmten Teil ist und man findet endlich das einzig Passende beim “bösen” H&M (nur ein Beispiel!), dann geht die Welt davon bestimmt nicht unter. Danke Dir jedenfalls für diesen interessanten Beitrag – LG, me

  25. Super Thema zum richtigen Zeitpunkt! Habe vor kurzem gelesen das Louis Vuitton die Preise morgen/Freitag wieder mal erhöht und bei mir so gedacht: Ah ich muss mal wieder bei LV durchschauen und eine Alma wollte ich schon lange. Schnell noch kaufen auch wenn es nicht die Wunschfarbe ist….? Als ich kurz darauf Deinen Post gelesen habe dachte ich bei mir: nö das schnell noch kaufen lasse ich mal sein. Wenn ich die Tasche bisher nicht dringend vermisst habe dann muss ich sie jetzt auch nicht haben nur aus Angst mehr zu zahlen.

    Danke also für den Post!

  26. Grad noch malschnell reingesehen und gemerkt, dass ich gar nichts zu deinem Thema gesagt habe….

    Konsumsucht durch Blogs, vielleicht, aber nur bei Leutn, die schon an der Grenze davon sind… also das “mind set” dazu haben.

    Es ist immer leicht, anderen die Schuld zuzuschieben, aber einige der Bloggerinnen sind bestimmt konsumsüchtig und stacheln so vieles ein bisschen auf, hier in de auch grade den Neid… ist das in at auch so, der Neid und die Eifersucht?

    Ich denke das ist ein soziales Phänomen, Leute die in “Friedenszeiten”ohne Mangel und mit viel Reklame aufgewachsen sind, dazu vielleicht ohne wenig selber machen in der Familie. Das ist natürlich nur ein winziger Krümel vom ganzen Ding, vielleicht gibt es Doktorarbeiten dazu? Stoff dafür ist bestimmt vorhanden.

    LG aus Berlin :-)

    1. moNika, hast du einen Blog? Der wuerde mich sehr interessieren. Waere super, wenn du das hier posten wuerdest. Merci

  27. Ich würde sagen, natürlich seid ihr Beauty- und Modebloggerinnen Werbeflächen für das Konsumieren an sich. Schließlich drehen sich eure Beiträge (fast) nur ums Konsumieren von Markenprodukten. Für die Industrie seid ihr die perfekten Werbeträgerinnen. Denn obwohl die Verflechtungen zwischen Journalismus und PR auch sehr problematisch sind, müssen Journalistinnen zumindest noch eine gewisse Distanz zu Unternehmen wahren. Ihr nehmt aber alle Geschenke an, lasst euch auf verschiedene Events einladen und berichtet dann völlig unkritisch über diese Dinge – die Texte sind schlicht Werbetexte. Für die Unternehmen ist das billige und effektive Werbung: durch den persönlichen Touch, den Blogs vermitteln, werden eure Texte vermutlich als noch glaubwürdiger eingestuft, durch die permanente Selbstentblößung und Selbstinszenierung wird auch der soziale Druck auf andere Frauen in der Community erhöht.

  28. Es ist zwar schon ne Menge zu dem Thema gesagt worden,aber ich finde,dass Blogs nicht zur Konsumsucht verleiten,auch wenn ein paar Blogger selbst wahrscheinlich schon süchtig sind,soviel wie sie kaufen. Für mich sind Blogs eine totale Berreicherung,da ich leider seit einem halben Jahr eine Fußverletzung habe,die es mir unmöglich macht irgendwie ausgiebig shoppen zu gehen,meist ist nach dem 2.Laden bereits Schluss,da mein Fuß nicht mehr mitmacht. Da ich aber immer gerne einkaufen gegangen bin,und Spaß an neuen Sachen habe,finde ichs toll hier Inspiration zu finden und von Sachen zu erfahren,die ich mir dann vllt online nachkaufen kann oder einfach nur Ideen zu bekommen. Natürlich hätte auch ich gern den Kleiderschrank von so mancher Bloggerin,aber da muss man einfach realistisch genug sein und vllt hat man ja bereits eigene Teile im Schrank um manche Outfits nachzustylen,die man auf Blogs sieht.

  29. Im Prinzip ist die Argumentation richtig. Aber es muss doch auch vorstellbar sein, dass es Eltern gibt, die es sich ganz einfach nicht leisten können, der 18-jährigen Tochter die erste Designertasche zu schenken, weil das das Budget nicht hergibt. Weil man halt gerade so über die Runde kommt und eine kaputte Waschmaschine bereits ein Weltuntergang ist. Wäre schön einmal eine wortgewandte Erklärung für diese Eltern zu bloggen.
    Wenn man es sich leiste kann ist es halt verdammt einfach auf dem hohen Ross zu sitze. Leider ist das Nicht-Mitkönnen oft ein Weg in die Diskriminierung. Die kann man dann auch gleich über diese Schiene prima mobben.
    Ich hatte das Glück, nie in dieser Situation zu sein, habe es aber in meinem beruflichen Umfeld immer wieder erlebt. Natürlich will ich mich auch nicht dafür entschuldigen müssen, dass ich gerne exklusive Marken tragen (und dafür auch hart arbeite). Aber ich möchte auch nicht über diese Marken definiert werden bzw. definieren. Denn das ist für mich ein wirkliches Armutszeugnis, in beide Richtungen.
    Vielleicht tut es uns allem einmal ganz gut einen Schritt zur Seite zu treten und die Dinge mit den Augen derer, die nicht unser privilegiertes Leben führen, zu betrachten.
    Liebe Grüße – S

    1. Damit hast du in der Sache Recht. Ich frage mich allerdings, was das konkret mit dem Beitrag von Anna zu tun hat. Das Problem ist doch nicht, dass Blogger Leute fertig machen, die sich Sachen nicht leisten können. Anders herum wird doch ein Schuh daraus. Zumindest hat man bei manchen Kommentaren so das Gefühl. Daher verstehe ich den Kommentar nicht.
      Damit implizierst du doch, dass das Fertigmachen der Blogger oder generell derer, die sich mehr leisten können (warum auch immer), dadurch gerechtfertigt ist, dass es Leute gibt, die weniger Geld zur Verfügung haben…sehr zweifelhaft. Lasst den Leuten doch ihr Geld und die Freiheit, damit zu machen was sie wollen. Ich finde, man sollte in D mal anfangen mehr auf sich selbst zu achten und nicht immer zu den anderen zu gucken. “The gras is always greener…usw.” LG

  30. Liebe Anna,

    ich schreibe gerade meine Masterarbeit genau zu diesem Thema – welchen Einfluss Mode- und Kosmetikblogs auf das Kaufverhalten ihrer Leser haben, ist tatsächlich eine Gratwanderung. Ich finde es sehr spannend, die Kommentare zu überfliegen und in die verschiedenen Meinungen Einblick zu erhalten! Falls jemand Lust hat, sich näher dazu zu äußern, immer her damit – ich bin neugierig auf alle Ansichten!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Katja

  31. Ganz richtig – ein Blog soll doch nicht erziehen! Heilige Currywurst, das wär’s ja noch… ^^

    Es ist ein kleiner Einblick in ein fremdes Leben und da kann beim Betrachter eben auch viel unterdrückte Eifersucht ausgelöst werden.
    Innerhalb kurzer Zeit, weiß ich ob ich das Leben weiter verfolgen möchte, oder nicht. Blog-Auswahl gibt es ja genug.
    Und wenn ich mir “konsumsüchtige” Mädchen anschauen möchte und dabei regelmäßige Wut und Eifersucht verspüren möchte…
    Ab und zu schau ich überall gern mal vorbei, aber soviel Zeit hab ich gar nicht, muss zur Primark-Eröffnung und zum Cos-Sale und zur H&M Fashion Shower und…

    Und…Find ich gut, dass du das Thema nochmal aufgegriffen hast und so gut bearbeitet hast. ;)

  32. @nat – Anscheinend habe ich da etwas mißverständlich formuliert. Also zur Klarstellung.

    Ich habe mich auf dies Aussage “Meine erste Designertasche habe ich mit 18 Jahren bekommen ..” bezogen und festgestellt, dass es hier zu einer gewissen Wunsch-Weckung kommen kann (nicht muß) und es eine nicht geringe Anzahl von Eltern gibt, die sich so etwas einfach nicht leisten können. Ein Blick auf die A-Einkommensstatistik ist da ziemlich aufschlussreich, denn das Haushalts-Durchschnittseinkommen pro Jahr betrug 2010 (letzte erfasste Zahl) € 31.125,-.
    Weder habe ich geschrieben, dass jemand in diesem Blog oder Blogs allgemein fertig gemacht wird oder jemand, der weniger hat damit das Recht erwirbt, einen Blogger fertig zu machen. Was ich behaupte und dazu stehe ich nach wie vor, ist, dass Nicht-Mitkönnen gerne zu einer Diskriminierung im wirklichen Leben, jenseits von Blogs, führt. Dass das zweifelhaft ist, d’accord.
    Noch dass man neidvoll auf andere schauen soll. Sondern nur, dass man andere nicht über das was sie haben bzw nicht haben dafinieren soll. In manchen, und auch diesem, Blog wird eine überaus priviligiertes Leben dargestellt und ich habe geschrieben, dass es uns allen vielleicht manchmal ganz gut täte, einmal Dinge mit den Augen derer, die nicht das Glück hatten, in solchen Verhältnissen zu leben, zu betrachten.
    LG S

  33. Pingback: Kreatives Chaos: Was nicht ist, kann ja noch werden | styleranking - your fashion community

  34. Mittlerweile lese ich lieber Blogs ueber Konsumverzicht als solche, die ihre immer neuen Sachen vorstellen. Das war ein Prozess bei mir. Ich finde es so schrecklich, wie die Umwelt von uns Menschen zerstoert wid und will deshalb meine Shoppingausbeute klar reduzieren. Die Chemie steckt fast ueberall drin und es hat wenig Sinn, wenn ich fuer den WWfFspende, aber kraeftig einkaufe und in Asien die Fluesse verseucht werden und im Endeffekt auch hier durch das Abwasser, dass beim Waschen in den Abfluss gespuelt wird.
    Das ist mein Standpunkt nach einigen Jahren des “Nichtsovieldaruebernachdenkens”. Und ich bin auch dafuer, lieber weniger zu haben.Auch habe ich kein Problem Secondhand zu kaufen, natuerlich in einem ordentlichen Zustand. Ich habe keine Sachen von Hermes o. aehnlichen Luxusmarken und freue mich auch an guenstigeren Dingen, die eine tolle Qualitaet haben. Meine abgetragenen Sachen bekommt eine Verwandte, der es finanziell nicht so toll geht und die sich immer sehr freut.
    Ich wuerde mir sehr wuenschen, dass wir es alle schaffen, weniger zu kaufen und damit etwas Gutes fuer die Umwelt tun und fuer unsere eigene Freiheit. Good luck!

  35. Ich moechte mich gerne zum thema parent-funding vs. Selbst-erarbeitet;
    Denn ich bin genau eine ‘von denen’ die stolz darauf ist, sich seine designer sachen vom eigenen geld zu leisten. Klar, es ist auch absolut ok wenn man zum abitur oder uni-diplom etwas schoenes von den eltern bekommt; nur leider bleibt es eben nicht bei nur dieser einen ausnahme.

    Ganz ehrlich muss ich sagen, dass ich vor solchen menschen absolut keinen respekt habe, die jedes mal zu weihnachten/geburtstag die neueste designer tasche, das auto oder das macbook von mum und daddy in den allerwertesten geschoben bekommen. Und ich spreche nicht aus neid – ich besitze diesselben sachen, reise viel und goenne mir oft schoene goodies. Nur ganz ehrlich – mit mitte 20 koennte ich nicht guten gewissens ein luxusartikel nach dem naechsten von meinen eltern annehmen – irgendwann ist es auch gut, oder?

  36. Pingback: Ladyblog - der Blog für die klassische Lady mit Stil

  37. Pingback: Verführen Blogs zur Konsumsucht? | Lady Blog

  38. Pingback: Fast Fashion « Mangoblüte | Life & Style Blog

  39. Sehr interessanter Artikle, ich muss schon sagen das heute fast jeder Kaufsüchtig ist Ob Frau oder man das spielt überhaupt keine Rolle das traurige an der Ganzen Sache ist für mich die dabei entstehende Umweltbelastung.

  40. Man merkt schon, daß Modeblogger nicht die hellsten Leuchten sind.
    Zitat einer Dame – Karin (Vienna, Fashion Camp 2012) : “50% kaufe ich selbst, 60% bekomme ich gestellt…….”
    Wie soll das denn gehen? Wäre besser mal das Gehirn zu trainieren als nur zu shoppen.

  41. Also wenn du wirklich glaubst, dass Luxusmarken bessere Produktionsbedingungen als Billigmarken aufweisen dann solltest du mal auafwachen und dich informieren!
    Die Produktionsbedingungen sind nicht besser! Nur weil es teurer ist muss es nicht gleich fair und nachhaltig produziert worden sein!
    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/prekaere-arbeitsbedingungen-luxusmarken-sind-nicht-fairer-als-primark/10157306.html

    Es ist wirklich toll das du dich damit befasst dein Konsumverhalten zu hinterfragen. Das ist der richtige Weg.
    Wenn du wirklich faire und nachhaltige Mode möchtest, dann solltest du dir mal entsprechende Labels anschauen wie “Bleed” oder “Armandeangels” “Hessnatur” etc. da gibt es wirklich sehr viele!
    Ich persönlich bin ein großer Second Hand Freund. Wir haben alle so viel Kleidung die noch in einem tollen Zustand ist und die wir weitergeben können. Es ist bestimmt nachhaltiger auf solche Kleidung zurück zu greifen als immer auf neu produzierte oder?
    Nur mal so als Denkanregung;)

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