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I feel pretty!

Life, People, Personal

Letztes Wochenende habe ich den Film mit Amy Schumer I Feel Pretty angeschaut und ich muss leider sagen, dass er mich sehr enttäuscht hat. Er war überhaupt nicht lustig, sehr oberflächlich, flach und es ist einfach schade, denn man hätte aus dem Thema “Body Positivity” und Selbstbewusstsein so viel Tolles daraus machen können!

Darum geht es in dem Film: eine durchschnittlich hübsche Frau, mit einer durchschnittlichen Kleidergröße fühlt sich nicht schön genug und steht in Spanx-Unterwäsche mit Tränen in den Augen vor dem Spiegel. Nach einem Unfall bei einer Spinningstunde fällt sie auf den Kopf. Als sie aufwacht und sich im Spiegel sieht, glaubt sie, sie ist die schönste Frau der Welt und geht seitdem mit dieser Überzeugung durch die Welt.

SPOILER

Sie kriegt den Job den sie wollte, die Männer laufen ihr hinterher, sie trägt enge, kurze Kleider etc. Ihr könnt es euch schon denken. Bis der Zauber rückgängig gemacht wird…

Hier ist der Trailer:

Es ist ein sehr langatmiger Film und man hat das Gefühl, dass eine Frau im Jahr 2018 immer noch sehr schön und perfekt sein muss und der Rest nicht so wichtig sei. Und es ist ganz, ganz wichtig, dass man bei den Männern gut ankommt und begehrt ist. Im Laufe des Filmes wird Renee immer unsympathischer (als sie am Anfang schon war) und ist sehr gemein zu ihren zwei besten Freundinnen. Eine von denen ist sogar noch deutlich fülliger und scheint nicht so ein Problem mit ihrem Aussehen zu haben als Renee, sondern macht einen ziemlich ausgeglichenen Eindruck.

Die Witze sind so flach und plump; kein Betreuer schreit im Gym die gewünschte Schuhgröße schön laut durch den Raum, damit andere merken, man trage Größe 41 in Extraweit. Ich finde, I Feel Pretty ist altbacken und voller Klischees. Es ist leider überhaupt nicht witzig, ermutigend sondern unsympathisch.  Die einzig guten Szenen waren die, wo Renee beim Bikinikontest teilnimmt und die Bettszene (if he dies, he dies…). Ich wüsste zu gerne, welche Zielgruppe die Macher von dem Film im Kopf hatten.

Lustigerweise habe ich selber vor Jahren einfach für mich selber beschlossen, dass ich hübsch bin, basta. Ganz ohne Sportunfall.

© www.mangobluete.com

Comments 7

  1. Hi Anna, schade dass Du den Film so gesehen hast, ich war sogar 2x im Kino weil ich schon seit Langem nicht mehr soviel gelacht habe, ich fand’s klasse. Und auch nicht entmutigend oder sowas in der Art. Ja dass sie gegen Ende des Films so gemein wurde fand ich auch nicht gut und das hätte dem Film auch nicht gefehlt wenn man es weggelassen hätte, aber grundsätzlich fand ich den Film toll und eigentlich finde ich, dass er genau die Message rübergebracht hat, die er (denk ich mal) sollte: dass jeder verdient hat glücklich zu sein und man selbst vieles ändern kann und dadurch auch anders bei anderen ankommt.

    Ich hab selten soviel gelacht :-)

  2. Schön mal wieder ein post von dir zu lesen ! Der Film klingt nach deiner Beschreibung sehr oberflächlich. Und was mir insbesondere nicht gefällt ist das ‚wichtig, dass man bei den Männern gut ankommt‘. Wieso ist das so wichtig ? Wieso macht man sich so von der Bestätigung von außen abhängig ?

  3. Ich wollte den Film unbedingt schauen aber werde wohl warten bis der irgendwann mal auf Netflix oder so kommt. DANKE! Du sieht übrigens unglaublich schön aus!

    x Lisa | lisaautumn.com

  4. Ich habe den Film genauso empfunden wie du und kurzlich auch eine Review auf meinem Blog geschrieben. Total überholt. Wer wirklich Bock auf Body Positivity hat und ein gutes Gefühl nach dem gucken haben will, sollte die Serie GIRLS von Lena Dunham schauen. Von der sind übrigens viele Gags geklaut bei I feel Pretty .

    Alles Liebe http://www.bohemianloverbabe.blogspot.de

  5. Schade das du ihn nicht mochtest, ich fand den Film super lustig :) Ich ging mit dem Bewusstsein da rein, dass es einfach eine Hollywood Komödie sein wird und nicht wirklich was mit Body Positivity zutun hat resp. das es da nicht tiefgründiger sein wird.

    Nebenbei siehst du auf dem Foto toll aus, du strahlst richtig!

    Liebe Grüsse
    Elisabeth

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