Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit, im Hotel Imperial den Köchen und Bäckern in der Küche über die Schulter zu schauen; unter anderem, wie die Imperial Torte entsteht.

Das Rezept ist bis heute geheim, aber so viel sei verraten: zunächst zergeht feine Milchschokolade der Glasur auf der Zunge, später gesellt sich das zart-herbe Aroma von Mandeln hinzu, bevor Marzipan und Kakaocreme zur perfekten Einheit verschmelzen. Denkt an das, wenn Ihr das nächste Mal in ein Stück Imperial Torte reinbeisst! Ich liebe diese Torte und habe sie schon öfters bei Meinl am Graben gekauft.

Das legendärste Ringstraßenhotel ist einfach prächtig und wunderschön. Als Privatresidenz des Prinzen von Württemberg erbaut, verwandelte sich das Palais am Wiener Ring anlässlich der Weltausstellung 1873 zum Hotel Imperial. Kaiser oder Könige, Staatsgäste und Stars, werden hier vom Imperialen Butler umsorgt. Alle waren sie hier, unter anderem auch Michael Jackson.

Eine Suite kann man je nach Saison schon ab ca. € 2.000,- pro Nacht haben – eigener Butler und gebügelte Zeitung am Morgen ist inklusive. Ideal für einen besonderen Anlass, oder? Wenn man sich mal wie eine Königin fühlen will… ich habe mich jedenfalls so gefüllt, als wir die Suite 123 bestaunt haben, mit den prunkvollen Verzierungen, sehr hohen Decken und tollen Gemälden an den Wänden.

Danach durften wir ausnahmsweise in die Küche schauen, wo die weltberühmte Imperial Torte (glutenfrei!!) entsteht und haben sogar selber mitgeholfen. Ich wusste nicht, dass die Torte seit Jahrzehnten im Hotel handgemacht, versiegelt und verkauft wird. Auch online kann man die Torte weltweit bestellen und liefern lassen, die mindestens acht Wochen haltbar ist.

Anschließend hatten wir ein köstliches Lunch im OPUS. Dort kocht Stefan Speiser, der vom Falstaff heuer zu einem der “Aufsteiger des Jahres” gewählt wurde. Das Restaurant muss ich noch unbedingt meinem Freund zeigen, es ist so lecker dort!

Ach ja, das Hotel Imperial gehört zu der Starwood Gruppe und ist ein Luxury Collection Hotel.

Noch eine paar Anekdoten aus dem Hotel zum Schluss:

Als der Kaiser von Japan das Imperial betrat, wurde er von einem Spalier an Mitarbeitern begrüßt, die in weißen Handschuhen ihre Reverenz erwiesen. Der renommierte „Benimm-Papst“ Professor Schäfer-Elmayr war eigens ins Hotel gekommen, um den korrekten Hofknicks (bis zum Boden!) respektive die Verbeugung zu schulen.

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Welches Luxushotel kann sich schon rühmen, dass in ihm der König von Thailand, Bhumibol, zur Musik seiner eigenen Werke Saxophon gespielt hat? Auch der Tenor Luciano Pavarotti fragte einst höflich an, ob er noch ein paar Lieder am Flügel im Hallensalon proben könnte, bevor er mit der Freni in der Staatsoper seinen umjubelten Auftritt hatte. So erkundigte sich der Concierge auch bei allen anwesenden Gäste, ob sie sich denn gestört fühlen würden, was erwartungsgemäß nicht der Fall war. Und da war Lord Stanley, der sein Stammzimmer im vierten Stock bezogen hatte. Links und rechts von ihm wurde das Violonisten-Vater-Sohn Gespann David und Igor Oistrach einquartiert. ”Ich fühle mich wie ein musikalisches Sandwich”, lachte der Lord, als man sich für die tagelangen Proben der beiden in ihren Zimmern entschuldigte.

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Billy Joel kam nächtens von seinem Konzert zurück und nahm noch einen Drink in der Bar. Der Barkeeper bedauerte, dass er nicht an dem musikalischen Ereignis hatte teilnehmen können. So ließ Joel kurzerhand alle Nachtdienst habenden Mitarbeiter zusammenrufen und gab nur für sie ein privates Konzert am Piano. Auch Prince gab hier ein nächtliches Privatkonzert – im Imperial ist rund um die Uhr was los!

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Ein arabischer Stammgast wollte hingegen einen Hund kaufen, den der Concierge des Imperial selbstverständlich aus bester Zucht organisierte. Der Welpe sollte allein auf einem Sitzplatz im Flugzeug in die Heimat des zukünftigen Herrn gesandt werden. Als der Concierge sich erlaubte, darauf hinzuweisen, dass Luftlinien auf unbegleitete Hunde problematisch reagieren, war die Antwort des Gastes knapp und pragmatisch: „Don’t worry, it’s my airline!“

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Ob sich Popstars hier vor der Welt verbergen, der Butler die Morgenzeitung bügelt oder Mick Jagger vom Wagenmeister persönlich in seinem unauffälligen Privatauto chauffiert wird, um kein Aufsehen zu erregen – nichts ist unmöglich, nichts zu außergewöhnlich in diesem Hause, es wäre sonst nicht das Imperial… 

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Weitere Ausführungen befinden sich im Buch „Hotel Imperial Wien“ von Andreas Augustin, erschienen in der Serie „Most Famous Hotels in the World“.

Wir Blogger am Handwerken mit der Torte:  

Imperial Hotel Vienna

Für arabische Besuche wird diese Dame dezent mit einem Schleier abgedeckt:

Imperial Hotel Vienna

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In der Suite 123:

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Imperial Hotel Vienna

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Unser Lunch zusammengestellt von Stefan Speiser:

Imperial Hotel Vienna

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9 Comments

  1. *Claudia* says: May 6, 2014 • 09:37:29

    Danke für die eindrucksvollen Bilder :-)

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  2. VtotheE says: May 6, 2014 • 09:49:12

    Die Story mit dem Araber und dem Hund ist köstlich,danke :D

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  3. Katja says: May 6, 2014 • 10:22:38

    Wunderschönes Ambiente! Die Idee mit der Torte werde ich übernehmen und die zu unserem Hochzeitstag bestellen. Danke für den Tip!

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  4. Kristin says: May 6, 2014 • 11:05:04

    Das ist ja der Wahnsinn. So schöne Bilder. In der Schoki würde ich gerne mal Baden. Hihi

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  5. Esther Maria says: May 6, 2014 • 15:02:27

    Wow!!! Da will ich auch mal hin. Das mit der Torte ist ja ein Super Tipp. Muss ich mal ausprobieren. Glg

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  6. Denise says: May 6, 2014 • 23:07:57

    Wunderschön! Einen Blick in die Küche und Backstube würd ich auch zu gerne mal werfen. Dass die Imperial-Torte glutenfrei ist, wusste ich z.B. gar nicht.
    Und auch wenn man sie online bestellen kann, am Besten ist sie doch vor Ort gekauft und verzehrt!
    Bald, bald… :)

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  7. Berit says: May 7, 2014 • 07:14:10

    Also wenn Österreicher eins können, dann ist es Prunk! Wirklich schöne Bilder und Impressionen. Jetzt möchte ich natürlich auch eine Torte :)

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  8. Juliane says: May 7, 2014 • 10:28:54

    Wow, was für tolle Anekdoten! Ich möchte auch mal zwischen so vielen Musikern im Hotel sein und eine Private Session bekommen. Ganz zu schweigen von der Torte. :)

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  9. glamourandfood says: May 7, 2014 • 21:00:50

    Wunderschöne Bilder und der Kuchen sieht ja lecker aus <3

    http://glamourandfood.blogspot.de/

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