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Don’t believe the Instagram-Hype

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Habt ihr euch jemals gewundert, warum ein Influencer fast täglich 100+ Follower auf Instagram kriegt und man dem Account quasi beim Wachsen zuschauen kann? Liegt es daran, dass der Insta-Feed so perfekt und hell ist? Vielleicht. Vielleicht aber auch, weil der User sich einen Bot organisiert hat. Hier gibt es einen tollen Artikel, den ich bei Marion entdeckt habe.

Bin ich dann die einzige Dumme, die das nicht macht?

Followers kaufen ist sowas von gestern, heute bezahlt man Bots, die das machen: “Create a small robot clone of yourself with the same interests and style, and then let it work for you on Instagram”

Das Blöde ist, diese Bots sind schon so menschlich, dass Instagram & Co. sich da schwer tut, zu unterscheiden und es kaum/nicht unterbinden kann.

In einem anderen Artikel von ArabNews wird empfohlen, bei den Live Videos von Instagram aufmerksam zu sein; wenn der User auf Instagram live geht, achtet mal auf die Anzahl der Zuschauer und wenn bei einem Account das Verhältnis zwischen Followern und tatsächlichen Zuschauern nicht zusammenpassen, dann stimmt was nicht. Aber das ist nur ein Richtwert, denn mittlerweile kann man sogar Zuschauer für Insta Live kaufen.

Tja, mein Vertrauen in Instagram ist endgültig weg und die Firmen sollten auch nicht mehr Instagram als den einzig wahren Faktor für die Messung des Erfolges eines Blogs/Influencers oder Insta-Feeds hernehmen, wo man überhaupt nicht nachvollziehen kann, wie oft ein Produkt geklickt wurde, etc. Ich betrachte Instagram schon lange als eine Fake-Welt mit Fake-Linkes und Followen, mit gestellten Fotos und eine Menge an Werbung, aber da erzähle ich euch nichts Neues. Vielleicht findet ja bald ein Umdenken statt, wie Fashionista es beschreibt?

Auf der anderen Seite macht Instagram Spaß, ich liebe den Austausch mit echten Usern und Instagram-Stories sowieso!

Noch ein kleiner Tipp: auf der Seite Socialblade kann man die Unser und Follower von Instagram analysieren und so sich selber etwaige Ungereimtheiten zusammenreimen. Achtung, die Seite macht süchtig! Viel Spaß!

Ach ja, folgt mir auf Instagram; garantiert echt, ohne Hintergedanken und 100% Mangoblüte: @mangobluete

© www.mangobluete.com

Comments 10

  1. Ich hab ja gestern schon auf Facebook kommentiert aber man kann’s einfach echt nicht oft genug sagen: Die Branche kommt mir manchmal echt vor wie ein Kamikaze. Als müsste man nicht ohnehin ständig erklären, warum man bloggt und was das eigentlich bringt – und das im Übrigen bereits, wenn man’s großteils nur als Hobby betreibt. Ich will gar nicht wissen, wie das ist, wenn man entschieden hat, sich als Blogger selbstständig zu machen und dieser Tätigkeit hauptberuflich nachzugehen.
    Dem nicht genug, pisst man sich und seinen Kollegen dann auch noch mit derlei Blödheiten permanent selbst ans Bein und die ganzen Agenturen stört das kein bisschen. Am Papier ist ja schließlich alles bueno und die Kunden kennen sich ja sowieso nicht aus. Stimmt ja auch oft, damit bin ich selbst täglich konfrontiert aber um nichts in der Welt würde ich meinen Kunden einen Blog empfehlen, der keinerlei Substanz hat, thematisch nicht passt oder dessen Umsetzung von PR mir einfach zu seicht ist. Da greife ich lieber auf Blogger zurück, die vielleicht etwas weniger Follower und Zugriffe, dafür aber wirklich eine Bindung zu ihren Lesern haben und guten Content kreieren.

    Es geht ja leider auch nicht nur um diese Bot-Geschichten oder gekaufte Follower. Die vielen immergleichen Beiträge und lieblos hingeklatschen Kooperationen sind einfach so unfassbar fad und durchsichtiger als jede Fernsehwerbung. Das nervt einfach nur noch. Sagen kann man dazu ja leider sehr wenig, weil man dann ja sofort des Neides bezichtigt wird. Ein Totschlagargument, dem man sich einfach nicht erwehrt und wie Internet-Diskussionen zu derlei Themen ablaufen, wissen wir ja alle bestens.

    Es ist wirklich mühsam geworden, sich nach schönen, authentischen Inspirationen umzuschauen. Gerne auch in Form gelungener Kollaborationen. Die haben mich noch nie gestört und dass auch selbstständige Blogger ihr Geld verdienen müssen, ist ja wohl klar. Ein bisschen mehr Kreativität als eine ins Bild gerückte Uhr versehen mit den Worten “Meine neue Uhr passt so toll zu unserer heutigen Kuchenjause” oder “Soooo prettyyyyyy *825 unpassende Emojis in die Tatstur klopf* wünsche ich mir aber wirklich.

    Aber ja, was soll man machen. Im Endeffekt bleibt ohnehin nichts übrig als durchzuhalten. Ich hoffe ja, dass Kreativität und gute Inhalte am Ende des Tages wieder an Bedeutung gewinnen und nicht von einer Flut langweiligem Einheitsbrei erstickt werden.

  2. Glaub manchmal auch ich / wir sind die Einzigen die es nicht machen. Kenne viele wirklich bekannte Blogger die so ihre Reichweite steigern und wir verlieren teilweise im Monat nur Follower. Schade & toller Artikel!

  3. Ich habe auch schon bei gewissen Accounts gemerkt, dass da was nicht stimmt denn die Anzahl Kommentare und Likes sind im Verhältnis zu den Followern recht gering. Gut, man kann diese heutzutage sicherlich auch dazu kaufen…was es nicht alles gibt!

  4. Hello Anna,

    wie gut, dass du es nicht machst :)

    Gerne heute mal ein kleiner Einblick aus Agentursicht (da spreche ich jetzt nur für uns und nicht für alle Agenturen natürlich):

    Reichweite ist und darf bei der Auswahl der Influencer/Blogger immer erst das zweite Kriterium – der Brandfit steht immer an erster Stelle. Das beraten wir unseren Kunden und setzen es auch so um.

    Und wir schauen und die Follower bei Instagram auch genau an.

    Ehrlichkeit, guter Content und eine treue Leserschaft (die auch gerne klein sein darf) sind wichtiger als eine Zahl in einer Exceltabelle.

    Dazu gerne unsere Thesen wie sich Blogger/Influencerrelations verändern werden könnten:
    http://fleishmanhillard.de/2017/01/7-thesen-influencer-relations-2017/

    Liebe Grüße
    Judith

  5. (ich wußte gar nicht was ein *Bot* ist,- …. ) soviel dazu…. Ich für mich liebe Instagram da ich mich mit gleichgesinnten austausche, und die Fotografie mein Hobby ist,- wieviele Follower ich selbst habe ist für mich nicht relevant,- wenn ich mir was kaufen möchte tu ich das da brauche ich kein Sponsoring,- und falls mich mal wer anschreibt entscheide ich selbst ob ich mich mit dem Produkt identifizieren kann oder eben nicht,- der ganze F4F Hype etc,– hat mich noch nie interessiert da hab ich selbst auch noch nie Werbung gemacht,-…. Wer sich blenden lässt ist selbst schuld- und: wer will schmutzigen Böden und dreckiges Geschirr sehen? – ich fotografiere das was mir gefällt und entweder es gefällt oder nicht- der Rest ist mir egal…-

    @Elisabeth,- die Anzahl der Kommentare, oder die Anzahl der Bilder ist nicht ausschlagengebend- ich habe auch selbst wenig Fotos und manchmal wenig Kommente und bin *echt* -,- die Fotos hab ich immer wieder gelöscht da ich nicht mehr zufrieden damit war …. :-)-

  6. Ich finde es einfach schade, wie sich Instagram entwickelt hat, denn eigentlich ist die App ja ganz cool. Nur leider geht es schon lange nicht mehr um Schnappschüsse. Ich hoffe Firmen legen bald wieder mehr Wert auf den Blog.

    LG Caterina
    http://caterinasblog.com

  7. Hi Anna, interessanter Artikel! Wie du richtig geschrieben hast, die kleinen Accounts haben heutzutage nicht die Möglichkeiten so schnell zu wachsen und können den Weg mit den Bots und den gekauften Followern einschlagen. Ich selbst habe noch einen sehr sehr kleinen Instagram Account und habe Anfang Jänner so einen richtigen “Boom” mit großen Accounts erlebt, die mir gefollowed sind, um mir am nächsten Tag wieder zu entfolgen. Zu Beginn war ich natürlich mega happy, da ich mir gedacht habe wow da sind echt große Accounts auf mich aufmerksam geworden und denen gefällt mein Stil. Da war ich noch naiv und habe nicht im geringsten an Bots gedacht. Als ich dann aber festgestellt habe, dass teilweise ein paar Bilder kommentiert wurden und sie mir gefolgt sind, habe ich das genauer beobachtet. Als sie mir dann wieder entfolgt sind, waren demnach auch alle Kommentare von den jeweiligen Personen gelöscht. Worauf ich dann angefangen habe alle zu blockieren, die dieses Spielchen spielen.
    Instagram war so eine nette App – und ich mag sie noch immer, weil sie dazu ermutigt kreativ zu sein und sich ein schönes Online Fototoalbum zu gestalten. Aber all dieser Druck und Stress wegen den ganzen Followern und der Reichweite ist einfach unnötig. Gerade bei Jungbloggern wird das Gefühl vermittelt, wenn du auf Instagram nicht tausende Followers hasat, hast keine Chance – ist nur mein persönliches Empfinden. Ich mach jedenfalls weiter so wie bisher und übe mich weiterehin an meinen Skills und versuche mir keinen Druck mehr mit der Followerschaft zu machen.
    GLG Karolina

    https://kardiaserena.at

  8. Liebe Anna

    Guter Artikel ich finde es toll wie du die kritischen Dinge ansprichst und stimme dir voll zu! ich selber bastel auch gerade an einem ‘Fakestagram’ Artikel. Ich finde es schade dass ein Medium durch einen Bot oder gekaufte Follower unglaubwürdig wird. Lets fight fair.. einfach schade aber ich denke auf Dauer zeigt sich welche Profile authentisch sind :) Mein IG (established2015) ist zumindest echt und mit viel Liebe gemacht auch wenn der Feed nicht einheitlich ist- denn mein Leben ist eben bunter ;)

    GLG
    Sophie
    http://www.established2015.at

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