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Does Instagram make you sad?

Life

Vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, wo drinstand, dass die Sozialen Netzwerke uns depressiv machen können. Es sei allerdings unklar, ob das Durchscrollen auf Instagram & Co. uns depressiv macht oder ob zu Depressionen neigende Menschen sich eher auf den Sozialen Netzwerken tummeln.

Ich finde, dass das perfekte Sozial Media-Leben viele Follower auf jeden Fall depressiv macht. Wenn man sieht, wie toll die Beziehung ist, schon wieder der wunderschöne Urlaub, der interessante, neue Job, die neueste It-Bag (die auch noch überall ausverkauft ist), die Traumwohnung und so weiter – da muss man schon ein sehr ausgeglichener Mensch sein, um nicht einen Funken Neid empfinden zu können!

Wenn sich Leute von Facebook abmelden, weil sie dem Druck nicht standhalten können, immer mithalten zu wollen/können, bzw. sich immer genötigt fühlen, bestimmte Dinge besitzen zu müssen (weil es uns die bunte Instagramwelt vorgaukelt, ohne der Schuhe sind wir ein armes, unmodisches Würstchen), dann wird es heikel. Dann wird es wirklich an der Zeit, einen großen Bogen um die inszenierte Sozial-Media-Welt zu machen. Man könnte sonst das Gefühl bekommen, das was man ist, ist nicht ok und es ist nicht genug. Man muss mithalten können, viel konsumieren, viel machen und ist es nicht auf Snapchat, dann hat man es nicht erlebt.

Was viele nicht bedenken, sind die verschiedensten Hintergründe. JEDER, wirklich JEDER hat Probleme. Auch eine Miranda Kerr kämpft vielleicht mit etwas, was wir nicht wissen; alle haben ein Päckchen zu tragen. Hinter einer vermeintlich perfekten Beziehung oder Familie steckt vielleicht eine dunkle Geschichte. Wir wissen nie die Details und sehen nur das, was andere bewusst auswählen, wie sie sich öffentlich präsentieren. Und wir sehen das, was wir sehen wollen.

Es ist ein Fehler dann zu denken “wenn ich doch nur schlank/reich/schön/ wäre, dann würde ich…” oder “sie hat doch alles, warum ist sie unglücklich/warum nimmt sie nicht einfach ab/warum heiraten sie nicht” und natürlich “wenn ich sie/er wäre, dann würde ich viel mehr reisen/schneller abnehmen/das Geld ganz anders ausgeben/die engste Jeans der Welt tragen/…” Wir kennen die andere Seite der Medaille nicht.

Es kommt immer darauf an, wie wir die Dinge betrachten. Also am besten sich zurücklehnen und zuerst das Glück bei sich suchen, sich nicht fertig machen, seine Vorzüge lieben und sie betonten und stolz auf sich sein, für alles, was man ist.

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© www.mangobluete.com

Comments 10

  1. ich werde regelmäßig mit ” wie kannst Du Dir das leisten” ???- ” hat Dein Leben keinen anderen Sinn als Taschen” – konfrontiert!,- mittlerweile rechtfertige ich mich nicht mehr! Bei lieb gemeinten unsicheren Kommentaren erzähle ich: ich habe keine Kinder, ich habe kein Auto,- ich inszeniere meine Bilder bewusst- denn ganz ehrlich wer will Kummer, Leid, Angst, ungemachte Betten, fettes Haar, Staub am Boden sehen???!!!- ich nicht,- und ich gehe einfach mal von mir aus,- meine Bilder sind zum Träumen da und wem dies nicht bewusst ist, oder denkt bei mir gibts nichts anderes im Alltag als LV und Dior denkt nicht weiter als über den Tellerrand hinaus,- und wenn sich andere mehr oder weniger leisten können, darüber mach ich mir keine Gedanken- warum dies die Masse tut weiß ich nicht!- Es ist doch jeder seines eigenen Glückes Schmied!!!- ich schaue mir auch nicht tagtäglich toptrainierte, superschlanke Frauen an,- wozu? ich definiere mich nicht dadurch- ich entscheide selbst täglich was lese ich was schau ich mir an wo klick ich einfach nicht mehr hin…. !

    1. Did I understand correct that anyone asked the question “how can you afford this”?! I am rude, very rude (maybe rather ironical) , very often doing it intentionally but questions like “how can you afford this or whatever” are absolutely NO GO! However, too often people call something envy, hate or lately very in- racism nowadays. Have a beautiful Easter!

  2. ???!!! I don’t have an Insta profile but I do not understand how possibly would it make you depressed? I usually enjoy very much some profiles, beautiful pics make so much fun and inspire! I think sociologists went too far this time, today any negative comment MUST be “hate”, now envy…did they loose their mind? I think people might feel uncomfortable with wasting their time simply and being aware of this. But depressed is a big word. If you don’t have anything interesting or constructive, keep silent. Sociologists too.

  3. Ein toll geschriebener Post, Anna! Bin genau deiner Meinung.
    Erwische mich auch oft, dass ich beim Scrollen auf Insta Neid spüre. Aber es stimmt, jeder hat sein Päckchen zu tragen und natürlich sieht man auf den Social Media Kanälen immer nur das Positive. Und wenn einem bewusst wird, dass das nur eine Scheinwelt ist und man sich auf die wahren Werte besinnen sollte, dann geht es einem schon viel besser :)
    LG Petra

    http://www.kirschbluetenblog.at

  4. Love the images you chosen to illustrate the article. Cards are such a clever associative motive to illustrate life’s chances!

  5. Dieses Thema finde ich immer wieder sehr interessant.

    Ich finde das könnte stimmen, jedoch muss man immer im Hinterkopf haben, dass Instagram oft inszeniert ist. 20 Fotos, um eins rauszusuchen dann mit dem perfekten Filter so schön wie möglich machen, um allen zu zeigen wie toll das Leben ist. So in etwa ist es bei vielen. Besonders auf Instagram zeigt man sich gerne so, wie man sich anderen präsentieren möchte. Nämlich so perfekt wie möglich. Negative Dinge oder Probleme werden selten bis gar nicht geteilt. Aber jeder hat mal einen Bad Hair Day, Pickel und sitzt in Jogginghose zuhause, aber diese Seite der Medaille wird kaum geteilt.

    Ich nutze Instagram eigentlich nur noch als Inspiration. Schöne neue Reiseziele, die neusten Modetrends, verschiedene Haarfrisuren, Make Up, Fitness usw… Ich liebe diese tollen perfekten Fotos und Profile und stöbere gerne durch, aber manchmal ist mir das dann doch zu “perfekt”, inszeniert und fast schon auf Dauer unsympathisch.

    Wenn man also bedenkt, dass dort wirklich alles meist so ist, wie sich die Menschen gerne präsentieren, dann sollte man nicht depressiv werden :)

    LG Merve

  6. Ich persönlich habe kein Problem damit… Ich muss gestehen, ich wünschte mir manchmal, dass gewisse Dinge sich leichter gestalten oder dass ich einfach einen Glücksfall in gewissen Situationen habe (zu richtigem Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, zum Beispiel). Aber wie Du richtig schreibst, jeder trägt sein Päckchen. Jeder hat seine Probleme zu lösen. Auch möchte ich bestimmte Sachen sehr gerne haben. Aber depressiv werden, weil ich mir keine Birkin-Tasche leisten kann (die ich wirklich sehr gerne hätte)? Sehe ich nicht ein. Ich bin nicht der Meinung, dass mein Leben deswegen nicht gelungen ist. Ich sehe die hübschen Bilder auf Instagram sehr gerne an, hole mir Inspirationen in verschiedenen Bereichen. Aber depressiv werden, weil die Anderen mehr haben als ich oder das haben, was ich gerne hätte? Nee, das Leben ist zu kurz dafür, denke ich…

    LG, Ira

  7. Sehr schöner Beitrag. Jeder sollte mit dem zufrieden sein was er hat bzw. Ziele versuchen zu erreichen die erreichbar sind. Und nur weil jemand die neusten It-Bags hat, muss er nicht Glücklich sein.
    Das sind schöne Bilder. Nicht mehr und nicht weniger.

    LG Caterina
    http://caterinasblog.com

  8. manchmal denke ich, dass einfach zuviel zerredet wird. vielleicht bin ich auch einfach schon zu “erwachsen” um bei instagram eine gefahr für mich zu sehen. ich habe dort einfach nur meinen spass – ich war aber auch schon immer jemand, der sich in jedem buch zuerst die bilder anguckte :) liebe grüße, bärbel

  9. Es tut so gut, dass du dieses Thema ansprichst Anna! Am schlimmsten empfinde ich es tatsächlich auf Instagram – die meisten zeigen nur das Schöne in ihrem Leben, brauchen Stunden, bis das perfekte Bild inszeniert ist, das mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat. Ich selbst schaue mir diese Bilder auch gerne an, weil ich Wert auf Ästhetik lege und es mir mehr Spaß macht, diese schönen, stimmigen Bilder anzusehen, als “hässliche”. Der Punkt ist nur, dass man sich nicht mit dem auf den Bildern vergleichen darf, oder das Dargestellte als Ideal sehen sollte. Sobald der Gedanke “mir geht es erst gut, wenn ich das auch habe” aufkommt, wirkt es sich meiner Meinung nach negativ aus.
    Zum Thema Glück habe ich vor kurzem auch einen kleinen Post verfasst, der zu dem Thema ganz passend ist.

    Viele Grüße
    Steffi

    http://www.fillest.blogspot.com

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