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Carbs, Low Carbs, No Carbs?

Food, Healthy Lifestyle

Seit dem 15. Juni verzichte ich komplett auf Gluten und Kohlenhydrate, genauer gesagt auf: Dinkel, Couscous, Bulgur, Gerste, Gluten, Grünkern, Hafer, Kamut, Roggen, Weizen, Malz und Hefe. Einige haben mich auf Instagram gefragt, wie es mir dabei geht und ich dachte, ich schreibe hier ein kleines Update:

Umstellung: es war für mich nicht schwer, auf Brot zu verzichten und ich habe schon vor dem 15. Juni nur noch zum Frühstück Brot gegessen, somit war die Umstellung auf komplett Brot-frei relativ einfach. Natürlich vermisse ich ab und zu das leckere Walnussbrot von Joseph, aber mein Trick ist es, sich vor die Augen zu führen, dass ich über Jahrzehnte hinweg Brot, Pizza, etc. gegessen habe und die paar Monate oder ein Jahr ruhig darauf verzichten kann. Früher war ja Bircher Müsli oder Porridge unter anderem mein Lieblingsfrühstück und jetzt verzichte ich komplett darauf.

Alternativen: Mittlerweile gibt es so viele tolle Brot-Alternativen im Supermarkt, dass es mir teilweise gar nicht auffällt, dass in den Produkten nichts drin ist, was ich nicht essen darf. Zum Beispiel liebe ich meine Veggie-Quesadillas, die es ein Mal in der Woche gibt. Von Schär gibt es sehr leckere Tortillas ohne Gluten und sie schmecken wirklich sehr gut! Ausserdem ist die zweier-Packung sehr praktisch, da ich immer nur einen Wrap am Abend esse und am nächsten Tag kann man eine Pizza mit dem Tortilla machen. Es gibt Zoodles, Low Carb Burger (auch bei Shake Shack!), Mais- oder Reiswaffeln (die ich essen darf), Reismehl, Sweet Potato Brownies, Buchweizen- oder Reisnudeln, Nutella, Maispasta,… die Liste ist ewig lang!

Motivation & Veränderung: Ich habe gemerkt, dass die Abnahme sich deutlich beschleunigt hat, seit ich auf Gluten verzichte. Ich schlafe besser und wache leichter auf und fühle mich nicht so kaputt, schlapp und träge in der Früh. Ich habe für mich festgestellt, dass Kohlenhydrate einfach Gift für meinen Körper sind und ich es nicht verarbeiten kann. Am Anfang dachte ich, es sei alles nur Einbildung aber selbst in meinem Umwelt ist es aufgefallen, dass ich nicht mehr so aufgedunsen aussehe und mich wohler fühle und besser schlafe. Meine Haut ist besser und der Bauch flacher – ihr seht, für mich hat der Verzicht so viele Benefits, dass ich sehr gerne auf mein geliebtes pochiertes Ei auf Avocado-Brot pfeife und stattdessen es ohne Brot esse oder auf meinem leckeren Superfood-Bread.

Auf Reisen: ins Flugzeug nehme ich meine Maiswaffeln, Nupo-Riegel, getrocknete Mangos, Datteln, Mandeln, etc. mit und esse nicht das Flugzeugessen. Bei Emirates bestelle ich mir Gluten-Freie Speisen. Man muss aufpassen, denn wenn auch in Hotels oder Restaurants glutenfreies Brot angeboten wird, enthält es meistens dennoch Hefe oder irgendeine Zutat, die ich nicht vertrage. Deswegen verzichte ich lieber ganz darauf und bin auf der sicheren Seite.

Stimmung & Ausnahmen: vor einer Woche hatte ich das erste Mal eine echte Pasta, weil mir aufgefallen ist, dass ich ziemlich mies gelaunt und zickig geworden bin. Ich weigerte mich zu glauben, dass es mit dem Gluten-Verzicht zu tun hat. Aber um alle Tassen im Schrank zu behalten, entschloss ich mich, eine Ausnahme zu machen und aß eine Portion sehr leckerer Pasta. Es war etwas ganz besonders für mich und es schmeckte wie die beste Pasta der Welt, die ich je gegessen habe und die schlechte Laune war weg! Vielleicht braucht man wirklich alle paar Wochen ein bisschen Pizza & Pasta, um nicht verrückt zu werden. Schließlich habe ich mich davon täglich ernährt. Es ist ein bisschen wie ein Entzug aber der Körper schreit dennoch danach. Mir ging es danach auch gar nicht schlecht, nur ein bisschen aufgedunsen habe ich mich gefühlt. Ab und zu erlaube ich mir ein Glas Wein oder ein Schluck Bier (wegen Hefe) aber im Grunde vermisse ich es nicht.

Verzichtet ihr auch auf Kohlenhydrate? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? 

© www.mangobluete.com

Comments 19

  1. Also irgendwie klingt diese Diät zusammenhangslos. Du sagst du verzichtest auf Kohlenhydrate, isst aber Glutenfreie wraps, Maisnudeln trockenfrüchte, Reiswaffeln etc.? Da sind ja genauso Kohlenhydrate enthalten, und zwar eine Menge… Wenn es nur um Gluten geht, könntest du ja vollwertige und komplexe, unverarbeitete Kohlenhydrate wie in süßkartoffeln oder Vollkornreis einbauen. Wesentlich gesünder als die nachgebauten glutenfreien Produkte, die voller Zusatzstoffe etc sind und noch dazu ziemlich Nährstofffrei.
    Lg,
    Ulli

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      Liebe(r?) Ulli,

      ich glaube, ich habe mich nicht klar ausgedrückt. Natürlich esse ich Kohlenhydrate, aber wenn ich Carbs meine, rede ich von Pizza, Pasta, Burger & Co. wie man es halt im Volksmund kennt. Ich habe im ersten Satz erwähnt, welche Art von Kohlenhydrate ich nicht essen darf :) Maisnudeln, normaler Reis (kein Vollkorn!), etc. kann ich ja essen. Süsskartoffeln esse ich auch sehr gerne, was ich schon öfters hier am Blog und im Beitrag erwähnt habe. Glutenfreies Brot schmeckt meiner Meinung nach einfach furchtbar und da ist dann immer noch Hefe oder Malz drin (was ich auch nicht essen darf). Der glutenfreie Wrap von Schär ist das einzige Produkt, welches wirklich nah an einen normalen Tortilla kommt und gut schmeckt (und nichts für mich verbotenes drinnen ist) – deswegen esse ich es so gerne! Aber alle anderen Produkte gehen einfach gar nicht, finde ich!

      Liebe Grüße,
      Anna

  2. Ich esse zwar Carbs, verzichte aber auf Lebensmittel über 6g Zucker pro 100g. Natürlich gibt es die Ausnahmen, weil wie du schreibst braucht man die um nicht verrückt zu werden ;), aber ich versuche immer wiedermal zwei komplette Monate auf Zucker zu verzichten. Ich habe eine drastische Verbesserung in meinem Hautbild gesehen, mein Hormonhaushalt hat sich stabilisiert, das Aufgebläht sein ist verschwunden und in Summe sind knapp 15kg gepurzelt, seitdem ich meinen Lebensstil etwas geändert habe. Ich glaube das wichtigste ist wirklich, dass man etwas findet, dass man gerne macht und auch dauerhaft so umsetzen kann. Die Crash-Diäten bringen wirklich gar nichts und machen nur unglücklick, zickig und schlussendlich bringen sie mehr Kilos als sie genommen haben. Weiterhin alles Liebe auf deiner Reise. Julia

  3. Liebes, ich finde das man dir deine Ernährungsumstellung richtig ansieht! Du schaust auf den letzten Bildern richtig toll aus und hast auch noch einmal richtig an Gewicht verloren. Und ich glaube aufgrund der Vielzahl an Alternativen ist der Verzicht auch gar nicht soooooo schlimm. Und ab und zu mal einen klitzekleine Ausnahme sei einem nun auch gegönnt.
    Alles Liebe, Kathi
    http://www.meetthehappygirl.com

  4. Ich möchte mich Ulli anschliessen und Dir die wirklich lieb gemeinte Kritik mit auf den Weg geben, dass dieser Artikel sehr verwirrend ist. Ich verzichte auch so gut es geht auf Weizen, Roggen etc. und damit auf Gluten. Aber KH frei ist dieser Ernährungsumstellung definitiv nicht. u hast auch sehr viele junge Leserinnen und diesen solltest Du ein Vorbild sein und ich würde Dir empfehlen, den Blogeintrag nochmals zu editieren.

    Birchermüesli, mit Haferflocken gemacht, ist übrigens eine sehr vollwertige Mahlzeit und Haferflocken werden von vielen, die Gluten nicht vertragen, problemlos in nichzt all zu grossen Mengen toleriert.

    So gerne ich den Schär Wrap selber auch habe, so ganz ohne “nasty” Zusatzstoffe kommt der auch nicht aus. Ich wundere mich immer, wieso bei den glutenfreien Produkten Zucker und andere seltsame Inhaltsstoffe mit dabei sein müssen. Ja, das klebrige Gluten muss ersetzt werden, aber das geht ziemlich natürlich…

  5. Schade Anna, dass du nicht mal irgendwann berichtest wie dein Zwischenstand beim Abnehmen ist. Ich verstehe ja, dass man das nicht jede Woche tun will. Und du brauchst bei Gott keine Kilos nennen. Aber gerade im Rahmen so eines Posts will man doch mal wissen bei welcher Kleidergröße du stehst. Leider werden Fragen dazu von dir prinzipiell ignoriert. Du kommunizierst zwar x Mal “from48to38”. Infos dazu gibt’s aber nicht. Schade.

  6. An die, die verzichten: Was ist der Hintergrund, habt ihr Zöliakie? Oder gibt es irgendeinen – wissenschaftlich begründbaren – anderen Hintergrund?

  7. Ich verstehe nicht wieso man auf Gluten, Lactose und Co verzichtet wenn man keine Intoleranz hat? Wenn etwas Gluten- oder Lactosefrei ist, dann wird es eben durch anderes ersetzt (bei der Lactose einfach ein anderes Zucker). Es ist weder gesünder noch schädlicher…und für mich und alle anderen Menschen die wirklich Intolerant sind ist es ein Schlag ins Gesicht, denn niemand nimmt einem noch ernst da es ja ein neuer Trenddiät ist…Leute mit Intoleranz haben danach üble Bauchschmerzen, es taugt absolut nicht als Trenddiät!

  8. Ich verstehe das auch nicht wirklich. Entweder jemand leidet an Zöliakie, und das ist wirklich nicht lustig, und muss sich glutenfreie ernähren. Das heißt aber nicht nur kein Brot etc sondern betrifft viele andere Nahrungsmittel, die Gluten enthalten können (Sojasauce, Bier etc.) Leidet man nicht an Zöliakie, ist der Verzicht auf Gluten mW sinnlos. Oder man verzichtet auf Carbs bzw schränkt sie ein. Aber strenggenommen sind Carbs auch in Obst, sogar in Tomaten, in Alkohol sowieso und auch in glutenfreien Produkten enthalten.
    Insofern würde ich sagen, Du verzichtest einfach auf Brot und Pasta, oder?

  9. Liebe Anna, bitte informiere dich, bevor du so einen Post schreibst bzw. deine Ernährung generell umstellst. Du hast bestimmt einen großen Einfluss auf viele junge Mädls.. Sich glutenfrei zu ernähren, wenn du nicht an einer Zöliakie leidest, ist völlig unsinnig, liegt aber momentan leider stark im Trend (warum auch immer..). Gluten ist nicht der Teufel.

    Außerdem sind Quinoa, Reis, usw. doch kohlenhydrat-hältig drinnen, von low-carb sollte da keine Rede sein.. Iss doch lieber vollwertige Lebensmittel, anstatt dir Ersatzprodukte reinzuhauen, die du nicht brauchst, teuer sind und oft nicht mal richtig schmecken.

    LG Julia (Diätologin)

    1. Eine nachgewiesene Zöliakie ist nicht die alleinige Rechtfertigung um Gluten wegzulassen. Vermutlich sehen das viele aber so, auch Ärzte. Nicht aber solche die über den Tellerrand hinaussehen und ganzheitlich arbeiten.
      Letztendlich zählen immer die Befindlichkeiten des einzelnen. Manche merken erst nach dem weglassen von Gluten und einer Provokation nach einiger Zeit einen Unterschied der ihnen vorher gar nicht aufgefallen ist.
      Es gibt einige Menge sogenannter glutensensitiver Menschen die aber keine positven Laborwerte nachweisen können.
      Auch zielen Laboruntersuchungen nur auf einen Teil des Glutens ab, andere fallen also gar nicht ins Gewicht.
      Auch Menschen mit Autoimmunerkrankungen z.B. der Schilddrüse oder MS können von einer glutenfreien Diät profitieren.
      Ich habe “leide” nicht Zöliakie, habe mich dennoch für eine glutenfreie Ernährung entschieden. Es geht mir eindeutig besser damit. Esse ich , z.B: mal im Urlaub dennoch eine zeitlang wieder glutenhaltige Sachen merke ich einen markanten Unterschied. Ist es also sinnlos? Für mich ist es kein Trend sondern eine Entscheidung für meine Gesundheit.
      Vor allem Weizen in seiner heuten Form hat um ein vielfaches mehr Gluten als noch vor 50 oder 100 Jahren, und so werden auch immer mehr Menschen Intoleranzen entwickeln oder sensibel reagieren.

  10. das liest sich alles toll Anna!!!- und es freut mich sehr, dass es so einfacher mit Deiner Abnahme geht. Ich selbst habe eine Glutenunverträglichkeit. Habe mich dann in die “Weizenwampe” eingelesen, wo es darum geht, dass auch glutenfreie Produkte unverträglich und vorallem ungesund wären,- leider auch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen etc. Auch Reis und Mais sind verboten!,- ich habe mich 10 Tage komplett von diesen Lebensmitteln ferngehalten und war noch nie so gut gelaunt, der Bauch war extrem flach und ich hatte endlos Energie!- mir persönlich ist es langfristig so zu einseitig vorallem vermisse ich zwar weder Nudeln, Reis oder Bulgur- aber ab und an ein Brot finde ich gerade zu Schinken und Lachs herrlich.- ich habe die KHs in dieser Form stark reduziert. Abgenommen habe ich nichts aber der Bauch bleibt flach und ich habe mehr Energie. Vorallem in der Mittagspause lasse ich die Khs in Form von Knäckebrot, glutenfreiem Brot oder Vollkornbrot komplett weg. Weniger ist mehr,- und: die Dosis macht das Gift- nur ein bisschen in sich selbst reinhören, jeder merkt was einem gut tut und was nicht- Kartoffeln kann ich tonnenweise essen gehören nicht zum Getreide sind aber dennoch KHs,- die liebe ich und fühle mich danach spitze. *DIE* Ernährung für alle gibt es nicht,- wir alle sind unterschiedlich und unsere Körper so und so :-)

  11. @Liz,
    lass sie mal weg, dann wirst Du sehen wie Du Dich fühlst!-ganz viele Menschen wissen nicht mal warum sie müde sind oder ab und an Kopfschmerzen haben ;-)….

  12. @Lisa,

    hier geht es doch um die klassischen KHs,- natürlich sind im Obst und auch im Gemüse KHs,- aber in der Relation doch viel weniger als im Brot etc..—-

  13. @enjoy.the.silence das ist schon klar, sollte mM aber dann ach deutlicher kommuniziert werden. Bzw ist das Weglassen “klassischer” (differenziert man tatsächlich so? KHs dann nicht automatisch low carb

  14. @enjoy.the.silence witzig, ich bin weder müde noch habe ich Kopfschmerzen, wieso soll ich also irgendwas weg lassen? Ihr macht euch Probleme wo es keine gibt und wenn man dann ein paar Mal Gluten weglässt dann seid ihr ein neuer Mensch :)) Wenn ihr wirklich Toleranzen habt dann sind Müdigkeit und Kopfschmerzen eure kleinste Probleme ;)

  15. Leute, ist es nicht total egal, warum jemand auf KH verzichtet oder nicht? Ich muss doch nicht krank oder allergisch sein um etwas nicht zu essen und ich finde Anna betont IMMER dass das ihr persönlicher Weg und nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

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