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Can we please stop hating ourselves?

Healthy Lifestyle, Life

Wie oft denkt man sich:

boah, ich hasse meinen fetten Arsch

bin ich wirklich so dumm,…?

das letzte Stück Kuchen hätte ich nicht essen sollen, als Strafe gehe ich jetzt auf das Laufband

die Hotpants kann ich nicht tragen, andere könnten denken, es sieht an mir unvorteilhaft aus (aber sie ist so schön und ich liebe sie!!)

Been there, done that.

Aber wer mich kennt, weiß, dass ich ein sehr positiver Mensch bin und dass ich in jeder Sache oder Problem immer das Gute sehe / zu sehen versuche.

Hier ein paar Beispiele, wie ich ticke:

  • Sommersprossen finde ich, sehen wie Glitzer oder Staubzucker im Gesicht aus, den man als letzten Feinschliff auf die leckere Torte sprenkelt. Wie kann man Sommersprossen nicht mögen?!
  • Stau? Kein Problem, so kann man endlich in die Gegend schauen, wo man ansonsten vorbeidüst.
  • Dicke Backen? Na und, da kann ich wenigstens meine Contouring-Skills vorführen.
  • Früher habe ich meine Oberarme verstecket und gehasst – zu unrecht, denn diese können mittlerweile 15 Push-Ups am Stück (die echten).

Zugegeben, dass mit dem Körper war ein sehr langer Prozess und ohne Sport und die richtige Ernährung hätte sich dieses positive Gefühl zum eigenen Körper nicht eingestellt.

Aber ich erwische mich selber dabei, wie ich automatisch, ohne lange nachzudenken, zu einer negativen Tatsache sofort eine positive Einstellung finde. Das ist wahrscheinlich eines meiner besten Eigenschaften und indem ich es hier niederschreibe, mache ich es nicht herunter, sondern im Gegenteil, ich teile es mit einem großen Publikum.

Und ich will euch das auch mitgeben. Man muss ja nicht in das andere Extrem verfallen und schreien “ich LIEBE meinen Bauch über alles!!” – es würde schon reichen, ihn einfach etwas weniger zu hassen. Wenigstens können wir uns darauf die Sonne scheinen lassen. Und wir sollten lernen, auf ihn zu hören; auf das Bauchgefühl, und wann man satt ist.

Vor allem Frauen neigen dazu, einander, aber auch sich selber viel zu sehr zu kritisieren, sich herunterzumachen und sich schlechter zu machen, als man ist. Und viel zu hart zu sich zu sein, grundlos. Dabei muss man nur schauen, dass es einem selber gut geht und dass man daran arbeitet, glücklich zu sein.

Man sieht dann irgendwelche mysteriöse Speckrollen, Lachfalten, die zeigen, dass man Emotionen hat, dünne Haare, die superschnell geföhnt sind,… Es gibt immer zwei Seiten und man selber sucht sich aus, welche man betrachten will.

Den eigenen Körper selber zu akzeptieren, ist schwer. Vor allem, wo man stündlich auf Instagram mit perfekten Körpern konfrontiert wird. Aber es ist möglich.

Ich bin dankbar dafür, dass mein Körper funktioniert und mich dahin trägt, wohin ich will. Ich mache Sport als Belohnung und als ein Dankeschön, an mich selbst und nicht als Strafe für ein Stück Kuchen. Und ich liebe es zu sehen, wie er sich verändert. Ich will gesund sein, nicht schlank. Das eine schließt das andere natürlich nicht aus, aber das andere kommt automatisch. Entweder man fühlt sich dann wohler mit einer gesunden Größe 44 oder nimmt auf eine gesunde 36 ab. Who cares?

Ich bin fest davon überzeugt, dass jede Frau automatisch positiver/freundlicher/schöner ist, wenn sie selbstsicher ist, glücklich mit sich selbst ist, wenn ihr Leben in Balance ist und sie ihre Zufriedenheit ausstrahlt und mit sich im Reinen ist. Dann macht sie keine anderen Frauen herunter, um selber besser dazustehen. Dann macht sie keine bissigen Kommentare oder ist neidisch. Aber um da hin zu kommen, braucht man Ausdauer, Geduld und Disziplin. Es ist Arbeit, aber man darf sich nicht so nach hinten stellen, sondern, wie schon erwähnt, alles daran setzen, sich selber glücklich zu machen!

Und dass mit dem sich vorteilhaft anziehen: warum denken Menschen, man sollte etwas verstecken, man sieht doch eh, wenn man nicht die Schlankste (oder eine bestimmte Oberweite oder Körpergröße hat, etc.) ist. Wenn man die Hotpants tragen will und sich damit wohl fühlt (!!), dann trägt man sie. Bloß weil jemand eine große Nase hat, verlange ich nicht, dass die Person sie vorteilhaft verhüllt?!

Ich hasse Lakritze, aber nicht meinen Körper.

Hört bitte auf, euch zu hassen.

Comments 10

  1. So ein schöner Post. Viele Frauen sind so streng zu sich selbst, nur um irgendwelchen Bildern zu entsprechen, machen sich Gedanken, wenn sie mal eine Pizza essen etc. DAS macht nicht schön, sondern verbissen. Zum Glück gibt es viele verschiedene Körperformen und viele Frauen, die diese selbstbewusst repräsentieren. Eine positive Ausstrahlung und eine gewissen Gelassenheit macht einen Menschen schön und attraktiv, nicht das verbissene Kämpfen für eine Pseudo-Idealbild.
    Es ist so schön, deine Verwandlung auf dem Blog mitzuerleben, deine positive und lebensfrohe Art spürt man bei jedem Bild. Das macht dich wunderschön!

    1. Post
      Author

      Vielen Dank, liebe Eva! Ja genau, diese Gelassenheit macht auch sehr viel aus…

      Liebe Grüße!
      Anna

  2. Ich muss mich als langjährige Lederin outen. Früher gabs schon mal Phasen wo ich echt dachte ‘naja, reiches Mädel und sonst nix’ aber mittlerweile hast du soooo eine sympathische Wendung gemacht. Ich bin total begeistert, tolle Beiträge und nicht 90% Werbeposts wie es auf so vielen Blogs gibt.

    Danke, mach genauso weiter!!!!

  3. Ich muss grad ein bisschen schmunzeln, da du mich ungewollt an Scrubs erinnerst, in der JD Dr Cox fragt, was sein Workout Geheimnis ist: I just hate myself :D

  4. Liebe Anna! Ich finde deine Blogbeiträge wirklich toll, deine Fotos sind auch so wunderschön…Dieser Post ist besonders schön, weil Frauen wirklich mehr Selbstvertrauen haben sollten!

    Ich würde mich freuen, wenn du auf meinem Blog vorbei schauen würdest, Lg Anna
    thegoldensuitcasesite.wordpress.com/

  5. Ach, love the post :) und gerade finde ich meinen Deutsch-Englisch gemischten Kommentar kurz peinlich…aber dann: fuck it! Ich darf das!!! Danke für deine Worte!

  6. :-) Liebe Anna,

    aus dem Negativen etwas Positives herauszuziehen, ist wirklich eine tolle Eigenschaft, gesprenkelt mit Gelassenheit – super!

    Liebe Grüße :-)

  7. eigentlich ist alles was man braucht hier dein titel, der einfach mal schon aissage genug ist! mehr positivität (gibts nicht das wort sagt aber aus was ich meine :P ) und selbstliebe! natürlich auf sich achten und seinem körper nicht unbedingt mutmaßlich schaden aber insgesamt mehr smilen bin ich auch für! jeder ist gut so wie er ist!
    urlaubsgrüße aus dem 4 sterne s hotel österreich
    Claudia

  8. Du hast mich erwischt, denn genau dies versuche ich schier jeden Tag an mir selbst einzusetzen. Gesundheitlich läuft es bei mir aus medizinischen Gründen oft nicht so, wie ich es mir wünschen würde, wie der Tag verkaufen soll. Aber genau das ist es, woran ich wiederum sage, dass ich trotzdem das Beste aus dem Tag herausziehe und mir gutes tue, indem ich bspw. mich zurück ziehe und meinem Körper die Kraft gebe die er braucht. Und ja, ich bin selbstkritisch… die Mimikfältchen, die oft viel zu trockene Haut, usw. Aber damit ist man doch gleichzeitig kein schlechter Mensch. Unsere Beine tragen uns durchs Leben, der Bauch mag vielleicht “kuschlig” sein, weil man sehr gerne genießt und sich mal etwas nicht verbietet und ja… die Mimikfalten. Bei mir mögen es viel Tränen gewesen sein,… gleichzeitig sehe ich darüber hinweg und denke ähnlich positiv, dass es nun mal Zeichen des Alters, der Reife sind. Es wäre für mich viel schlimmer, mit 30 noch auszusehen wie mit 16. brrrr. Da hatte ich übrigens auch kupferrotes Haar, statt mein naturblond zu behalten. Es ist also gut so, wie jetzt alles ist.

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