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Bloggers = Millionaires? YES!

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Heute habe ich einen interessanten Lesetipp für Euch. Es geht darum, wie und wie viel die erfolgreichsten Blogger verdienen. Zum Artikel geht es hier lang.

Es ist schön zu sehen, dass die anfangs belächelten Blogger auch zu Millionären werden können und ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch einige (eine Handvoll?) deutschsprachiger Blogger gibt, die sehr, sehr gut verdienen, zwar noch keine Millionen aber auch da kommen sie noch hin, da bin ich mir sicher!

Denn immer mehr Unternehmen sind bereit, Geld in die Hand zu nehmen und in die “Fashion Influecer” zu investieren.

Ausserdem gibt es mittlerweile so viele Blogger mit einer eigenen Modelinie, Büchern, Schmuck, Designkooperationen, Schuhen, Kosmetik, etc. und anderen Deals.

Mir kommen aber immer wieder diese Fragen in den Sinn:

Wie kann man als selbstständiger Blogger ehrlich Geld verdienen, ohne eine Marionette der Werbekunden zu sein? Wie kann man den Lesern ehrliche Reviews und inspirierenden Content bieten, wenn man hauptberuflich bloggt? Geht das nur, wenn man selber das Produkt kauft, es probiert und dann am Blog mit Affiliate-Links vorstellt?

Wie kann man bewussten Konsum vorleben aber für Unternehmen werben, um schließlich die Leser dazu zu animieren, dass sie das Produkt kaufen, auch wenn es der persönlichen Philosophie nicht entspricht?

Wie kann man noch objektiv etwas bewerten, wenn man auf eine Pressereise eingeladen wurde?

Oder ist das alles mittlerweile den Lesern total egal und sie freuen sich einfach über ein paar hübsche, helle Bilder auf den Blogs, die sie inspirieren? An Mode(l)bloggern? Aber dazu kann man ja gleich zu Instagram klicken und man braucht keine Blogs mehr. Das ist eine Frage an Euch, liebe Leser!

Wie schafft man den Spagat zwischen Geld verdienen und seiner ehrlichen Linie treu bleiben (vorausgesetzt, man hat eine)?

Ich habe schon oft das gesagt und tue es immer wieder sehr gerne: es geht zurück zur Ehrlichkeit und kritischen Meinungen, weniger Kooperationspartner, aber dafür perfekt zum Blogger passende und Gute. Was eigentlich traurig ist, denn ich war und bin so naiv und dachte, dass Blogs die ehrliche Alternative zu Hochglanzmagazinen sind und der Leser immer eine ehrliche Meinung erwarten darf, statt mit selben Produktgruppen von verschiedensten Labels angepriesen und jede Woche aufs Neue zum Kauf animiert zu werden. Fällt es denn den Firmen nicht auf, wenn der Blogger zuerst zB. Kokosöl von A bewirbt, dann nächste Woche von Marke B und übernächste Woche von C?

Stattdessen werden viele Blogs den Magazinen immer ähnlicher.

Weitere Beiträge zu dem Thema findet Ihr bei Journelles und Dandy Diary.

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Book written by Blogger Garance Doré

© www.mangobluete.com

Comments 13

  1. Blogs haben sich verändert. Für mich sind sie nicht mehr die unabhängige Alternative zu Modemagazinen, was nicht heißt, dass ich Blogs und Blogger nicht mehr toll finde (ich blogge ja selber :P). Man muss sich einfach darüber im Klaren sein, dass manche Artikel eben dazu geschrieben werden, um Geld zu verdienen. Die Balance zwischen “echtem” und gesponsertem Content sollte ausgewogen sein.

    Liebe Grüße, Patricia
    http://www.rebelrosefashion.com

  2. Ich bin ganz froh, dass diese krasse Monetarisierung der Blogs noch nicht ganz in Deutschland angekommen ist. Denn gerade viele erfolgreiche amerikanische Blogs gefallen mir überhaupt nicht mehr, da sie einfach viel zu perfekt sind, zu sehr insziniert und wie ein Hochglanzmagazin aufgebaut sind. Dazu gehören die oben besprochenen Blogs auf jeden Fall. Die Mode, die sie vorstellen, mag ganz toll sein, doch am Ende könnte ich sie mir (und ein GRoßteil der Leser wahrscheinlich auch) eh nicht leisten. Diese Blogs verkommen immer mehr zu einer Aneinanderreihung von Produktvorstellungen und merkwürdigen Alltagspost, die dann auch wieder mit Produkten vollgestopft werden. Aber der “Blogmarkt” in den USA ist auch anders, dort wird die Kapitalisierung des Blogs viel lockerer angesehen, in Deutschland ist dieser Spagat sicher schwieriger, gerade da es von den Lesern viel kritischer betrachtet wird. Insofern, bin gespannt, was die Blogzukunft bringt :)
    Liebe Grüße
    Ulrike
    One Year of Sunday

  3. “Fällt es denn den Firmen nicht auf, wenn der Blogger zuerst z. B. Kokosöl von A bewirbt, dann nächste Woche von Marke B und übernächste Woche von C?”

    Liebe Anna, du sprichst mir aus der Seele! Wie oft habe ich mich schon gefragt, ob das wirklich das ist, was die Unternehmen wollen: Hauptsache, kurzfristig von der Reichweite einer aktuell gehypten Bloggerin profitieren; Exklusivität und Markenfit werden dabei mal eben gerade vergessen.

    Ich beobachte das Ganze auf jeden Fall weiterhin gespannt und gebe dir Recht – hoffentlich geht der Trend zu ehrlichen Reviews und keinem weiteren Hochglanzmagazin-Abklatsch.
    Daumen hoch an dich und weiter so!

    Alles Liebe aus Hamburg
    Nori

  4. Hey,

    der Blog könnte als Referenz dienen um einen gut bezahlten Job in Firmen zu bekommen. In einer beratenden Funktion wenn man Ahnung von der Industrie hat oder ausführenden Funktion als Projektmanager für den sicher ein paar selbstständige Blogger gut geeignet sind oder man ist einfach dienlich mit all den verschiedenen Skills die man als Blogger hat. Quasi als gut bezahlter Nebenjob und der Blog ist der 2. Nebenjob, mit dem man unabhängig bleibt!

    Auf 2 Hochzeiten lernt man mehr, als nur auf 1 :)

    Lg Adelbert

  5. Danke für die Lesetipps, mich interessiert es auch voll wie es in der Blogger Szene so läuft. Ich glaube, dass wichtigste ist eh, dass man Ausdauer hat und sich von der zahlreichen Konkurrenz doch etwas unterscheidet.

  6. Das ist der Grund, warum ich den Liebesbotschaft-Blog nicht mehr mag. Das ist nur noch Werbung, die nicht mal deklariert wird. Kritik darf ebenfalls nicht geäußert werden und nach dem Sekten-Skandal finde ich es sowieso gruselig.

    1. Liebesbotschaft ist gruselig, da hast Du Recht! Und die positiven Liebesbeteuerungen scheinen alle gesteuert zu sein….

  7. Ich war ja immer der Meinung, dass Bloggen ausschließlich ein Hobby sein kann und kein Beruf, wenn man es authentisch betreiben möchte. Unbequem sein, auffallen, anders sein, seine Meinung laut und klar kundtun. Das gibt es leider nicht mehr.
    Derzeit wird einem nur ununterbrochen suggeriert, was man alles braucht und nicht hat, Instagram Accounts werden nach Farben zusammengestellt und nicht nach interessanten Inhalten, Die ganze Berufsbloggergemeinde ist so hohl geworden, dass ich mich gerne davon abwende. Null Inspirationl. Weil alle eh den gleichen Mist posten. Und dann das Reisen – man nennt es Reisen, postet aber nur Bilder von 5 Stern Hotels/Ketten (die Globalisierung sein NICHT Dank auf der ganzen Welt gleich ausschauen) und dem ewig gleichen Essen – es werden keine Eindrücke vermittelt, von dem was man erlebt (gut, was soll man beispielsweise an einem Tag Abu Dhabi von Land und Leuten schon mitkriegen) -aber Hauptsache man ist überall dabei gewesen und kann bestimmte Ziele auf der to do Liste streichen. Man isst auch auf Ibiza Sushi und in Tokyo Burger….weil das Interesse, anscheinend wirklich etwas kennenzulernen, gering ist oder die Zeit nicht ausreicht, sich auf eine Reise entsprechend vorbereiten.. Aber anscheinend sind die Blogleser nach wie vor fasziniert von ewig gleichen, langweiligen, abgelutschten Sujets und die Firmen honorieren das natürlich. Irgendwann mal waren Blogs eine echte Inspiration, teilweise gut geschrieben, witzig, interessant – heute: aalglatt, Einheitsbrei, langweilig. Schade.

  8. Bin absolut deiner Meinung und verfolge Mangoblüte noch, weil du dich auch mal traust kritische Kommentare zu Produkten zu machen. Mach weiter so!

  9. ja ich liebe auch helle bilder und setze meine taschen auch in szene aber gerade auf IG es ist so langweilig und furchtbar,- ich kann diese gestellten fotos aller ein laptop am weissen bett mit einem kaffeehäferl einfach nicht mehr sehen- jeder kopiert jeden jeder hat weisse bettwäsche und trinkt unmengen kaffee- offensichtlich- finds auch lustig das dann aufeinmal alle blogger annemarie börlind verwenden, als erstes hab ich den bericht bei nova gesehen und dann bei etlichen anderen- ein bisschen amüsant für die leser- ich bleib dabei, = ich folge dir und den dailydose mädls der rest ist mir zu wie soll ich sagen ausgelutscht- und zu liebebotschaft- die fotos ein traum die produkte für welche geworben werden naja,- der achso tolle cashmere schal hat sich als absoluter super gau gezeigt- ich hab ihn dann wenige tage selbst verkauft,- alles schall und rauch -!

  10. Ich denke das geht schon und die Lösungen werden so individuell sein, wie die Blogs selbst. Bei Fashionblogs kann ich jetzt nicht mitreden, da die mich nicht so ganz interessieren und ich wenn dann nicht nach Marken sondern Farben und Schnitten gucke, aber bei Kosmetik fände ich innenaussen ein schönes Beispiel für einen kommerziellen Blog. Mir war zumindest so, dass Karin von ihrem Blog lebt. Dabei sind ihre Reviews immer noch ehrlich und zeigen genau die Makel eines Produkts auf. Als Leser kann man sich finde ich, dann gut ein Bild von machen, ob man das Produkt (trotzdem) kaufen möchte. kooperationen sind klar gekennzeichnet und, so schrieb sie vor kurzem, werden auch eingegangen um den Lesern Gewinnspiele zu ermöglichen. Das finde ich okay.

    Ansonsten ist es schwierig, da jeder auch ein andere Verständnis von Blogs/Instagram hat. Man kann das ganze zB auch als Kunstform sehen und dann macht ein Farbthema schon wieder Sinn.

    Hast du für dich denn schon einen Weg gefunden?

  11. Sehr interessanter Post und die rhetorischen Fragen find ich klasse! Genau das denke ich mir eben auch so oft, ich lese zwar immer noch lieber Blogs als Hochglanzmagazine aber wenn die Firma X gerade mit verschiedenen Bloggern kooperiert und ich dann auf zig Blogs fast genau den selben Post ( wo bleibt das Originelle??) les vergehts mir auch irgendwie.
    Ich würd auch sagen, man soll als Blogger eine ehrliche Meinung vertreten, die man auch nicht verkauft. Über ein Produkt schreiben find ich ja total okay, aber die Meinung nach der Bezahlung richten, das find ich unsinnig.

    GLG
    Sophie
    http://www.established2015.at

    PS: wer genauso wie ich für den Sommer noch fit&healthy werden will- bei mir gibts ‘healthy Pinterest Breakfast’ Inspirationen, natürlich selbst nachgemacht, auf meinem Blog:)

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