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4 Months of Keto Diet – Update

Healthy Lifestyle

Kaum zu glauben, aber ich ernähre mich schon seit mehr als 4 Monaten ketogen. Was das genau ist, habe ich schon hier genauer beschrieben.

Warum habe ich das gemacht?

Mein Arzt hat mir aus gesundheitlichen Gründen 3 Monate Ketogene Diät verordnet. Am 1. November habe ich angefangen aber ich kam nicht dazu, am 1. Februar einen Bluttest zu machen, so habe ich einfach weiter gemacht, bis ich es zur Blutabnahme geschafft habe, nach knapp 4 Monaten.

Was hat sich verändert?

Was soll ich sagen? Meine Blutwerte haben sich deutlich verbessert und den Grund für die ketogene Ernährung gibt es nicht mehr! Ich bin sehr überrascht, dass man ganz ohne Medikamente, sondern nur mit eisernem Verzicht auf Zucker und Kohlenhydrate sich selber heilen kann. Mein Insulinspiegel ist deutlich runtergegangen und ich bin mehr als happy und auch stolz auf mich, dass ich das alles so brav durchgezogen habe. Ich, die früher nichtmal “Nein” zu einem Stück Kuchen sagen konnte.

Die Abnahme ist ein schöner Nebeneffekt. Ich bin viel fitter (auch im Kopf) geworden, ich schlafe besser und mache deutlich mehr Sport (was genau, habe ich hier vor ein paar Tagen beschrieben). Nur den Haarausfall und meine Akne habe ich noch nicht im Griff, aber das dauert etwas länger, bis sich auch das verbessert.

Wie habe ich es überstanden?

Es war hart, sehr hart, auch bei einem leckeren Zuma Brunch nur Sashimi und Salat zu knabbern, während andere unter anderem Makis ohne Ende futterten (Reis ist auch nicht erlaubt bei Keto), aber mit der Zeit sind die “verbotenen” Lebensmittel wie Plastik und statt Wraps und Donuts sehe ich nur Zucker und Carbs und wie giftig sie für meinen Körper sind. Das Widerstehen am Anfang muss man einfach lernen und ich wollte einfach keine Ausnahmen machen. Ich führe täglich ein Food-Diary und schreibe alles sehr genau auf. Ich habe mal zwei Wochen darauf verzichtet und es tat mir gar nicht gut.

Es hilft mir sehr, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen und eine liebe Freundin von mir ernährt sich auch ketogen und steht mir immer zur Seite. Ausserdem treffe ich mich regelmäßig mit Freundinnen, die am Abnehmen sind und wir reden quasi nur über das eine Thema. Das motiviert und man weiß, man ist nicht alleine, die diesen steinigen Weg geht.

Ich habe ja schon immer gerne gekocht und ich liebe es, neue Rezepte auf Pinterest zu suchen und mich ketogen aber sehr lecker zu ernähren! Einige Rezepte findet ihr hier. Es hilft, sich die Speisen besonders hübsch herzurichten und mit kleinerem Besteck zu essen. So esse ich automatisch weniger und langsamer. Die Geschmacksnerven werden geschärft und alles vermeintlich nicht-süsse schmeckt auch süss, weil Zucker verdammt nochmal fast überall drin steckt!

Aber ich liebe Süsses einfach über alles und zum Glück darf man dunkle Schokolade ab 85% Kakaoanteil essen. Ich nehme meistens 99% oder 100% (davon kann man eh nicht viel essen) und esse ab und zu eine Rippe am Abend. Vergleicht mal den Zuckeranteil in einer 60% Schokolade und einer mit 90% Kakaoanteil. Ich genieße es bewusst und das gönne ich mir.

Ich trinke sehr viel Wasser und Tee und ab und zu Cappuccino, denn das sollte eher “Luxus” bleiben. Um den Verstand nicht komplett zu verlieren, hat mir waterdrop sehr geholfen. Es macht aus langweiligen Wasser ein süssliches Getränk und es ist keto-freundlich! Die vier Geschmacksrichtungen haben mir sehr geholfen, mehr Wasser zu trinken (ein Muss!) und die Lust auf Süsses zu stillen, ohne, dass ich aus der Ketose geschmissen wurde. Ich habe noch ein paar andere Lebensmittel fotografiert, die ich jetzt gerne esse (Achtung, Maiswaffeln sind nicht keto-tauglich). Sogar Pizza Lizza kann ich essen! Ich habe 16 Blätter gekauft und eingefroren.

Ich brauche beim Lebensmitteleinkauf etwas länger, da ich immer auf die Kohlenhydrate und Zuckeranteile achte und wenn man sich damit länger beschäftigt, kriegt man einen guten Überblick und ein Gefühl für bestimmte Lebensmittel. Es ist unglaublich, wie viel Zucker in einem vermeintlich gesunden und veganen Joghurt steckt. Fun Fact: Je frischer man einkauft, umso weniger Labels muss man lesen. Wie ich mich ketogen auf Reisen ernähre, habe ich hier schon mal erläutert.

Und natürlich hatte ich nach dem Bluttest Ausnahmen und Cheat Days gemacht – hält ja sonst keiner aus! Aber es war eher ein Cheat-Meal und ich habe es nicht zu sehr übertrieben.

Wie geht es weiter?

Die ketogene Diät ist bis jetzt mein absoluter Favorit unter meinen ausprobierten Diäten. Die Bezeichnung “Diät” mag ich aber gar nicht, denn es sollte ein Lifestyle sein. Ich soll mich Low Carb ernähren, denn mein Körper verträgt Zucker und Kohlenhydrate einfach nicht. Ich soll mich bewegt und Sport machen und es nicht übertreiben. Weder mit keto, noch mit Bananen oder Sport. Alles muss in einer Balance sein und da arbeite ich hin. Ketogene Ernährung ist nicht auf Dauer gedacht und man sollte es unbedingt mit einem Arzt absprechen. Ich betrachte es als eine Lebensphase.

Mein Ziel ist es, sich ausgewogen und normal zu ernähren, ab und zu ein Burger, Pizza oder Pasta und ein Stück Sackertorte essen, ohne, dass ich schlechtes Gewissen kriege. Aber davor muss ich erst Mal abnehmen und meine Zielkleidergröße erreichen. Zum Glück weiß ich jetzt ganz genau, was bei meinem Körper funktioniert.

Mein Arzt meinte jetzt, ich soll Roggenbrot und Hülsenfrüchte meiner ketogenen Ernährung hinzufügen. Ich ernähre mich jetzt die meiste Zeit ketogen, an manchen Tagen Low Carb und Glutenfrei. Das heisst, ich esse ab und zu Roggen- oder Eiweißbrot, Quinoa, Kartoffeln, Popcorn oder Maiswaffeln und Kichererbsen. Den Zuckergehalt und Kohlenhydrate behalte ich im Auge.

Phuuu das war jetzt ein langes Update! Falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr sie mir gerne unten in den Kommentaren stellen.

PS.: ich habe mir jetzt meinen ersten Bikini gekauft!

My Keto-Pizza

How I storage my water drops

Some of my favorite products

© www.mangobluete.com

Comments 16

  1. Liebe Anna,
    Herzlichen Glückwunsch!
    Ich habe auch Low Carb gegessen und achte auf Kalorien aber ganz ohne ist wirklich beeindruckend!

    Du hast Recht wenn man will und sich daran gewöhnt, schafft man es auch mit weniger Essen klar zu kommen und wenn man im Spiegel feststellt, dass es weniger wird, ist man noch motivierter!
    Das mit den Haaren kenn ich, aber da musste ich Haar Vitamine nehmen und es wurde besser? Sorry die private Frage, aber du nimmst bestimmt nicht die Pille oder!? Die ist tödlich.

    Weiterhin viel Erfolg und danke fürs teilen ?

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        Liebe Annika,

        ich glaube, wir wissen alle, was Anisa mit wirklich gemeint hat; die Pille tut dem Hormonhaushalt mancher Frauen nicht gut :) Für mich wäre sie auch absolut gar nichts!

        Liebe Grüße,
        Anna

    1. Post
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      Liebe Anisa,

      vielen, vielen Dank! Wegen Haarvitaminen werde ich mich mal erkundigen!
      Nein die Pille kann ich überhaupt nicht empfehlen, aber das ist sehr individuell…

      Liebe Grüße,
      Anna

  2. Liebe Anna,

    vielen Dank für dein Update. Ich habe mir zur Fastenzeit gedacht, dass ich einfach mal auf Süßigkeiten und Beilagen in Forme von Kohlenhydrate verzichte. 40 Tage darauf zu verzichten sollte doch irgendwie möglich sein. So habe ich letztes Wochenende angefangen Rezepte zu suchen und dabei festgestellt, dass eine Ketogene Ernährung genau das wiederspiegelt. Sofort musste ich an deine Blogeinträge denken. Seit 5 Tagen halte ich schon durch und muss sagen, es geht wirklich ganz gut und ich denke die 40 Tage halte ich auch durch. Heute steht eine Kafferunde bei den Schwiegereltern an und ich habe neben einem “normalen” Kuchen auch eine Keto Variante für mich gebacken. So wie du schreibst wird es sicherlich einen Cheat Day in dieser Zeit geben, aber denn genieße ich dieses Essen ganz bewusst. Ich weiß für mich, dass ich nach den 40 Tagen sicherlich wieder Kohlenhydrate essen werde, aber einfach bewusster und weniger als vorher.
    Hast du eigentlich Zuckerersatzstoffe wie Birkenzucker und Co benutzt, bzw nur auf die Süße von Früchten gesetzt?

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
    Lexi

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      Liebe Lexi,

      oh das freut mich sehr zu lesen! Der Anfang ist schwer, aber dafür gibt es genug andere leckere Sachen, die man essen kann! :)
      Bewusster Essen generell tut uns allen gut!
      Nein, ich habe Zuckerersatzstoffe benutzt und auch Daniela Pfeifer hat vom Birkenzucker stark abgeraten. Wenn ich eine Acai Bowl mache, dann nehme ich 5 Himbeeren oder eine Handvoll Heidelbeeren, das reicht mir als Süsse, vor allem mit Zimt und Vanille, Kakao,…

      Liebe Grüße,
      Anna

  3. hey anna, danke für das update!
    ist jetzt sehr persönlich und du musst natürlich nicht drauf antworten, aber warum hat dein arzt dir das verordnet? verstehe irgendwie nicht, welche krankheit das “heilen” sollte. ist es aufgrund des insulinspiegels? ich habe nämlich des öfteren einen höheren zuckerwert und orientiere mich auch richtung ketogene ernährung.
    und andere frage: wenn du mehr und mehr wieder auf “normale” ernährung umsteigst, und du meintest ja auch, dass du die ketogene ernährunge aufgrund deiner wieder normalen blutwerte nicht mehr machen musst, werden die blutwerte dann nicht wieder schlechter? versteh ich irgendwie nicht.
    liebe grüße :)

    1. Liebe Julia,
      diese Frage beantwortest du dir ja gerade selbst. Es geht vor allem um den erhöhten Blutzuckerwert. Dieser führt letztendlich zu Diabetes mellitus, Typ 2. Durch ihre Ernährungsumstellung hat Anna ihre Zuckerwerte wieder in den Griff bekommen. Das heißt ja nicht, dass sie bei ihrer Ernährung für immer auf gute Kohlenhydrate verzichten muss. Ernährungsumstellung bedeutet ja, seine Ernährung langfristig umzusetzen. Und die Dinge die Anna jetzt Schritt für Schritt hinzufügt sind ja auch gesund.

      Liebe Grüße, Michaela

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        Liebe Michaela,

        ich habe es nicht wegen Diabetes machen müssen, es hat andere Gründe, die ich hier aber (noch) nicht verraten will. Aber die Zuckerwerte sind da auch sehr wichtig. Diese Ernährungsumstellung tut mir einfach wahnsinnig gut und ich habe gemerkt, dass ich sehr leicht auf Kohlenhydrate verzichten kann :)

        Liebe Grüße,
        Anna

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      Liebe Julia,

      ich mag es (noch) nicht verraten, es ist mir zu persönlich, aber es ist kein Diabetes.
      Ich habe mich damit abgefunden, dass ich Kohlenhydrate und Zucker nicht vertrage – das ist wie, wenn jemand auf Erdnüsse allergisch ist – und ich mich einfach mein Leben lang Low Carb ernähren werde/sollte. Natürlich mit Ausnahmen und mehr Ballaststoffe und Hülsenfrüchte, weniger tierisches Eiweiß. :)

      Liebe Grüße!
      Anna

  4. Wow fantastisch dass du es so durchgezogen hast und an deinet Gesundheit arbeitest. Sehr tapfer, ich weiß nicht ob ich das könnte. Ich achte schon immer auf meine Ernährung und versuche so gesund wie möglich und nie zu viel zu essen. So halte ich meine Größe 38 seit fast 10jahren obwohl ich ein schlemmermäulchen bin. Für größe 36 auf süßes verzichten? Niemals.

    Alles Liebe http://www.stilundleben.blogpost.de

  5. Hallo Anna, ich freue mich sehr zu hören, dass du einen Weg für dich gefunden hast, dich weiter deinem Endziel, einer gesunden, ausgewogenen Ernährung zu nähern. Dafür ein großes Kompliment meinerseits :)

    Ich befinde mich ebenso noch auf der Suche und jeder Tag ist voll von Höhen und Tiefen, aber ich versuche stets positiv zu bleiben und mich daran zu orientieren, was ich aus meinen Fehlern bereits GELERNT habe und bei der nächsten Gelegenheit umsetzen kann.

    Wo wir dabei sind, ich weiß jetzt nicht ob das auch ein Problem ist, mit dem zu kämpfen hast, aber hast du interessehalber Tipps gegen Stressessen. Mir geht es dann oft so, dass ich das starke Gefühl habe, einen Keks/Schoki zu BRAUCHEN. Quatsch natürlich, aber echt schwer dagegen anzukämpfen.

    1. Hätte da einen Tipp für dich:
      http://www.bellyandmind.de

      Dort konzentriert man sich genau darauf. Es muss erst die Einstellung geändert werden, nämlich dass man aus Stressgründen, wenn man traurig ist, einsam, etc. nicht zum Essen greift.

  6. Liebe Anna

    ich verfolge auf Snapchat und Instagram so gerne deinen Alltag, besonders bezüglich dem Essen. Ich glaube ich werde bald mit einem Arzt sprechen und schauen ob diese Art der Ernährung nicht vielleicht auch etwas für mich ist. Ich habe stoffwechselbedingte Probleme und vielleicht ist das die Lösung- auf jeden Fall DANKE fürs motivieren!:)

    GLG
    Sophie
    http://www.established2015.at

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